Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Ich bin jetzt Läufer – Woche 195

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In der 195. Laufwoche war neben Standard auch ein Jubiläum dabei.

Ich bin inzwischen mehr als 8.000 Kilometer gelaufen – eine Distanz, die ich vor vier Jahren niemals für möglich gehalten hätte.

Außerdem habe ich auf meinem langen Lauf einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit unternommen. Es ging zum Kinderbauernhof in Neuss.

Tempo-Training auf der Bahn

Zwei Wochen habe ich mit dem Bahntraining und dem Bunert-Laufkurs krankheits- und käöltebedingt ausgesetzt. Heute durfte ich endlich wieder ran und es standen – Überraschung! – Intervalle auf dem Trainingsplan.

Genauer gesagt „3 x 2.000 m in GAT2; vorher und nachher zehn Minuten einlaufen und zwischen den drei Intervallen jeweils fünf Minuten Trabpause“. Das Wetter am Dienstag Abend um kurz vor sieben war prima. Noch gut zehn Grad mild und angenehm zum Laufen.

Mit dabei hatte ich zum zweiten Mal die nagelneuen New Balance FreshFoam 1080 v8, die auf der Laufbahn ihre Premiere erlebt haben und sich auch auf diesem Geläuf gut angefühlt haben. Gut fühlte es sich auch an, im Hellen zur Sportanlage zu fahren

Die Intervalle habe ich sauber abgeliefert und zum Ende sogar noch einen kleinen Endspurt eingelegt.

Marc hat einen runtastischen Lauf über 10,53 km in 56m 52s absolviert

Volle Kanne im Regen ☔ nass geworden – aber Pensum komplett abgeliefert

Für Donnerstag hatte ich den langen Lauf über 30 und mehr Kilometer geplant. Weil ich aber wenig Lust hatte, morgen im Dauerregen mehr als drei Stunden unterwegs zu sein, habe ich umdisponiert und habe fünfzehn Kilometer lockeren Dauerlauf im GAT1 erledigt.

Allerdings bin ich den Lauf zu optimistisch angegangen. Weniger in Bezug auf meine Kondition, mehr in Bezug auf das Wetter. Ich war mir sicher, dass ich außer Nieselregen nichts zu befürchten habe. Aber denkste!

Ab Kilometer 9 setzte mieser Starkregen ein und begleitete mich eine gute Viertelstunde lang. Ich war nass bis auf die Knochen und konnte auch auf dem Rest der Runde wirklich trocknen. Zu Hause ging es fix unter die Dusche, um der Erkältung keine Chance zu geben.

Marc hat einen runtastischen Lauf über 15,15 km in 1h 22m absolviert

8.000 Kilometer in weniger als 45 Monaten

Mit diesem Lauf am Donnerstag habe ich eine neue persönliche Bestmarke erreicht. In weniger als 45 Monaten bin ich mehr als 8.000 Kilometer gelaufen.

Das war mir so wichtig, dass es mir erst einen Tag später aufgefallen ist 😉

https://www.instagram.com/p/BgDY9VYDhkl/

Long Run am Samstag 🏃🏻 👟 🎉 – am Ende wurde es verdammt anstrengend

Obwohl ich bereits mehrere Dreißiger hinter mich gebracht habe, habe ich jedes Mal wieder großen Respekt vor der Aufgabe und schlafe in der Nacht zuvor schlecht.

„30 – 32 km langsamer Dauerlauf im REG- bis GAT 1-Tempo“ hat mir Uwe in den Trainingsplan geschrieben. Und weil ich nicht immer die gleichen Strecken laufen möchte – Long Runs sind ohnehin selten der Burner -, ging es am Samstag Vormittag Richtung Neuss. Genauer gesagt Richtung Neusser Kinderbauernhof.

Als meine Söhne noch kleiner gewesen sind, war der Kinderbauernhof in Neuss regelmäßig Ziel von unseren Ausflügen an Wochenenden. Lang ist´s her. Und deshalb war es an der Zeit, diesem schönen Fleckchen Erde einen Besuch abzustatten.

Ausgerüstet mit dem neuen leichten Laufrucksack und zwei Viertelliterflaschen Wasser ging es nach dem Frühstück um viertel vor neun bei bald zehn Grad und mit kurzen Hosen und kurzem Laufshirt los. Ursprünglich wollte ich noch zwei Gels zum testen mitnehmen, habe diese aber dummerweise vergessen.

Ich hatte mir von Beginn an vorgenommen, nicht schneller als 5:50 bis 6 Minuten unterwegs zu sein, um wirklich langsam zu laufen. Und das klappte erstaunlich gut. Die ersten 18 Kilometer bis zum Kinderbauernhof waren ratzfatz erledigt und die Zeit kurzweilig.

Das lag überwiegend an den Podcasts, die ich auf den Ohren hatte. Zuerst den Titanic Podcast und anschließend Micky Beisenherz und Oliver Polak mit „Juwelen im Morast der Langeweile“, die mir irre gut gefallen haben. Gleich zwei Episoden mit den beiden habe ich genossen.

Relive ‚Long Run am Samstag Vormittag‘


Am Kinderbauernhof gab es nach 1:50 Stunden eine kurze Trinkpause, ehe ich eine Stunde die zweite 250 Milliliter-Flasche während des Laufens angebrochen habe. Und ab Kilometer 30 wurde es dann richtig hart für mich. Da verfluchte ich mich dafür, dass ich das Gel vergessen hatte. Ich musste unentwegt an eiskalte Cola und andere Leckereien denken.

Aus den acht Grad zu Beginn des Laufes wurden satte 16 Grad am Ende. Und danach war ich ordentlich im Eimer. So ärgerlich es auch war, die Gels zu Hause gelassen zu haben, so war es eine Erfahrung, wie der Lauf ohne Gels läuft. Vielleicht ist der süße Stoff in flüssiger Form auch nur ein Placebo. Wer weiß…

Am Ende standen mehr als 35 Kilometer auf der Laufuhr und ich war happy, dass ich die Strecke gemeistert habe. Allerdings fällt es mir weiterhin schwer zu glauben, dass ich in gut vier Wochen weitere sieben Kilometer und 195 Meter dranhängen kann und das auch erfolgreich bestehe.

Die Skepsis bleibt mein treuer Begleiter.

Es gab aber auch Zuspruch…

… von Trainer Uwe:

Glückwunsch. Sehr gut gemacht. Keine Bange die Angst vor den letzten 7 km hatten wir alle. Oder sagen wir Respekt… und genau das macht den Marathon aus.

Ein bisschen Kampf mit sich selbst zum Schluss. Und fast alle gewinnen immer den Kampf. Ich habe nur einmal aufgeben müssen. Da habe ich aber schon morgens vor dem Marathon gespürt das irgendwas anders ist und bei km 25 aus Vernunft aufgegeben. Aber ansonsten immer ins Ziel gelaufen..

Du wirst auch durchs Ziel laufen…. 👍

… von Christian F.:

Wirst Du… weil ….

… Wettkampftag
… Tapering bis dahin
… Regeneration
… dein Wille

Aber ein Kindergeburtstag wird es trotzdem nicht

Marc hat einen runtastischen Lauf über 35,01 km in 3h 30m absolviert

Erst Laufen, dann Bernhard Hoecker live

Bevor es am Sonntag Abend zu Bernhard Hoecker in die Vorstellung geht, stand am Sonntag Nachmittag noch eine kleine Einheit auf dem Plan: zehn Kilometer im Marathonrenntempo – aber nicht viel schneller.

Nach meinem langen Lauf über 35 Kilometer am Tag zuvor war das genau das Richtige, um wieder in Schwung zu kommen. Ich lief wie wild schnell los, spürte aber mit jedem Kilometer mehr die schweren Beine nach den 35 Kilometern vom Vortag.

Apropos Schwung: in vier Wochen ist es soweit. Dann startet mein #DeinErsterMarathon. Und nein, Vorfreude spüre ich aktuell nicht. Eher Nervosität vor dem, was mich erwartet.

Marc hat einen runtastischen Lauf über 10,02 km in 53m 31s absolviert

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014, #ProjektLaufen2015 #ProjektLaufen2016, #ProjektLaufen2017 und #ProjektLaufen2018.

Autor: Marc

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