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Ausflug in die Steinzeit: Das Pfahlbautenmuseum in Uhldingen am Bodensee

| 2 Kommentare

Wer „Bodensee“ hört, dem wird neben „Schifffahrt“ und „Insel Mainau“ meist auch „Pfahlbautenmuseum“ als Stichwort in den Sinn bekommen.

Denn schon seit vielen Jahrzehnten – im Prinzip seit der Gründung in den 1920er Jahren – ist das Pfahlbautenmuseum in Uhldingen untrennbar mit dem Bodensee verbunden.

Während unseres Sommerurlaubs am Bodensee haben wir dem bekannten Freilichtmuseum auch einen Besuch abgestattet und – soviel sei schon jetzt verraten – waren absolut begeistert von den Häusern aus der Steinzeit, die zeitgenössisch wiederaufgebaut worden sind.

Der Besuch im Museum ist übrigens alles andere als teuer und definitiv sein Geld wert. Erwachsene zahlen neun Euro, Kinder von sechs bis 15 Jahren 5,50 Euro und Schüler zwischen 16 und 18 Jahren 6,50 Euro Eintritt. Familien erhalten auf die Eintrittspreise außerdem 1,50 Euro Nachlass auf die normalen Preise.

Im Eintrittspreis enthalten ist ein geführter Rundgang durch die Anlage enthalten, der neben einer spannenden multimedialen Einführung auch die Betreuung von einem Museums-Mitarbeiter beinhaltet. Dazu gleich mehr.

Vieles ist neu im Pfahlbaumuseum

Seit unserem letzten Besuch bei den Pfahlbauten im Jahre 2001 hat sich einiges getan.

Inzwischen wird das Museum durch ein modernes Eingangsgebäude mit drei Multimedia-Räumen betreten, die den Ausgangspunkt für die Führung bilden. Im sogenannten Archaeorama startet eine multimediale Vorführung, die die Besucher mit einer interaktiven Geschichte in die Anfangszeit der Forschung führt.

Zehn Minuten später setzt sich die Führung im Freien fort. Ein Mitarbeiter des Pfahlbautenmuseums begleitet die Gruppe durch das weitläufige Gelände und gibt umfangreiche Erklärungen zu den Pfahlbauten und ihrer Jahrtausend alten Geschichte.

Es werden die unterschiedlichen rekonstruierten Pfahlbauhäuser der Jungsteinzeit und der Bronzezeit (Töpferei, Wohnhaus) besichtigt und der Museumsführer erläutert Wissenswertes aus der Steinzeit, dem Handwerken und dem Hausbau. Auch der Getreideanbau, das Brot backen sowie die Jagd und Viehzucht werden anschaulich thematisiert.

Im wahrsten Sinne des Wortes begreiflich wird die Geschichte, als Exponate herumgereicht werden: Tongefäße, Sicheln und Handwerkzeuge geben einen guten Eindruck davon, wie die Menschen früher gelebt und gearbeitet haben. Vor vielen tausend Jahren lebten übrigens hier am Bodensee mehr als 600 Menschen in 87 Gebäuden.

Der ebenso lehrreiche wie kurzweilige Spaziergang über das Gelände war nach einer guten Dreiviertelstunde beendet und wir haben uns auf eigene Faust die Hütten angeschaut.

Die Sendung mit der Maus zu Gast in Uhldingen

Auch die bekannte Sendung mit der Maus war schon Gast bei den Pfahlbauten.

Eine komplette Sendung wurde dem Museum gewidmet und der Film kann auch käuflich im Museum erworben werden:

Den Abschluss unseres Besuches bildete die Ausstellung „Das Erbe der Pfahlbauer – Faszination Weltkulturerbe“, die wir um 14 Uhr, also nach zwei kurzweiligen Stunden Aufenthalt im Freilichtmuseum, verlassen haben.

Ein Muss für jeden Besucher am Bodensee

Der Besuch im Museum war genauso abwechslungsreich wie lehrreich und unterhaltsam. Wer mit Kindern ab dem Grundschulalter unterwegs ist, kann den Besuch in Uhldingen beruhigt einplanen, denn selbst für die Kleinen gibt es viel zu entdecken und zu erleben.

Deshalb kann ich es leicht auf den Punkt bringen: Das Pfahlbaumuseum ist ein Muss für jeden Besucher, der am Bodensee ist und ein Besuch absoult empfehlenswert.

Weitere Beiträge über den Urlaub am Bodensee

Alle bisherigen und alle zukünftigen Artikel über unseren Aufenthalt am Bodensee finden sich unter dem Schlagwort #Bodensee2015.

Disclaimer: Die Eintrittskarte für das Pfahlbautenmuseum wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies hat keine Auswirkungen auf meine Objektivität und beeinflusst nicht meine Bewertung.

Autor: Marc

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2 Kommentare

  1. Von diesen Pfahlbauten habe ich schon vor Jahren gehört und ich möchte sie unbedingt auch einmal anschauen. Toll, was die da für ein interessantes Museum aufgebaut haben! Irgendwann komme ich auch da hin.
    LG
    Sabiene

  2. Pingback: Rezension: DuMont Reise-Taschenbuch Bodensee von Ingrid Nowel > Produkttest, Reise, Rezension > Bodensee, Bodensee2015, Buchkritik, DuMont, Ingrid Nowel, Reise, Reiseführer, Rezension, Sehenswürdigkeiten, Tourismus, Urlaub

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