Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Bodensee-Tagebuch 2015 – Tag 4: Pfahlbautenmuseum Uhldingen und Schlossbad Salem

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Erneut stand uns am Dienstag ein heißer Tag bevor. 34 Grad lautete die Wettervorhersage und damit wir klar, dass wir auch an diesem Tag wieder zweigeteilt‎ unterwegs sind.

Zweigeteilt bedeutet: vormittags und mittags Kultur und Ausflug, am Nachmittag dann baden im See. Gleichzeitig sollte uns heute auch eine Reise in die Vergangenheit ereilen, aber dazu später mehr.

Um 11 Uhr ging es erst einmal Richtung Uhldingen. Ich hatte das Pfahlbautenmuseum in Uhldingen bereits für den Montag auf dem Plan. Weil unser Besuch in Meersburg aber länger als geplant ausfiel, haben wir die Reise einfach um einen Tag verschoben.

Auch heute zeigte sich wieder, dass es ein Segen war, so früh im Sommer unterwegs zu sein. Weil Nordrhein-Westfalen das einzige große Bundesland ist, das bereits in den Ferien ist, waren die Straßen nicht überfüllt und Staus und zähfließender Verkehr zum Glück Mangelware.‎

Parken in Uhldingen – bitte keine Experimente!

Wer sich mit dem Auto auf den Weg nach Uhldingen macht, kann sich den Weg in die Innenstadt sparen. Die Parkplätze dort sind nicht nur rar gesät, sondern quasi nicht existent. Nur Gäste der Unterkünfte und Restaurants dürfen im innenstädtischen Bereich parken, während sich alle anderen an die ausgeschilderten Großparkplätze außerhalb des Ortes halten.

Als wir um halb zwölf angekommen sind, begann der Besuch in Uhldingen für mich mit einer Premiere. Erstmals habe ich meine Parkgebühren per Smartphone gezahlt. Das Parken kostet pro Stunde 1,50 Euro und weil ich kein Kleingeld hatte, der Parkautomat keine Geldscheine akzeptiert und ich ohnehin ein Freund des unbaren Bezahlens bin, konnte ich das bargeldlose Zahlen direkt ausprobieren.

Die Bedienung des Automaten ist genauso simpel wie selbsterklärend:Einfach eine SMS an 44077 senden und einen vorher definierten Zahlen- und Buchstabencode angeben. Der Code ist abhängig von dem Fahrzeugtyp, dem Kfz-Kennzeichen und der Parkdauer in Minuten. Anschließend gibt es einen Code zur Bestätigung und die Parkgebühren werden bequem über die Mobilfunkrechnung abgebucht.

Mein Tipp: bei der geplanten Parkdauer eher großzügig vorgehen, denn ein Nachlösen der Parkzeit ist nachträglich nicht mehr möglich. Die Besuchsdauer im Pfahlbaumuseum wird erfahrungsgemäß mit ein bis eineinhalb Stunden angegeben; es empfiehlt sich also, mindestens zwei, besser sogar drei Stunden Parkzeit einzuplanen.

Unterwegs mit dem Uhldinger Kurbähnle

Von dem Parkplatz aus führt ein 600 Meter langer Fußweg zum Bodensee, dem Yachthafen und dem Pfahlbautenmuseum.

Wer die Strecke nicht zu Fuß zurücklegen möchte, nimmt in im Uhldinger Kurbähnle Platz.

Erwachsene zahlen für die Hin- und Rückfahrt drei Euro, Kinder sind für die Hälfte dabei. Die Einzelfahrten sind mit zwei bzw. einem Euro bepreist.

Nach weniger als zehn Minuten ist die knuffige Bahn am Bodenseeufer angekommen und es kann zu Fuß weitergehen.

Das Pfahlbautenmuseum Uhldingen

Obwohl Anne und ich bereits 2001 im Pfahlbautenmuseum gewesen sind, haben wir dem eindrucksvollen Areal erneut einen Besuch abgestattet.

Und soviel sei schon jetzt verraten: es hat sich gelohnt. Nicht nur für uns Erwachsene, sondern auch für die Kinder. In Kürze gibt es einen ausführlichen Bericht hier im Blog. Der Besuch des Museums in Uhldingen ist ein absolutes Muss für jeden, der am Bodensee zu Besuch ist.


Nach dem Ausflug in die Steinzeit sind wir mit dem Kurbähnle zurück zum Parkplatz am Ortsrand gefahren. Rückblickend hätten wir uns das Geld für die Bahn sparen können, denn so weit ist es nicht. Allerdings haben die Kids darauf bestanden, „denn wir fahren in jedem Sommerurlaub mit einer Bahn.“

Wer will da schon widersprechen?

Einfach lecker: Felchen im Brötchen

Bevor es im Auto weiter ging, haben wir noch einen Zwischenstopp bei der Uhldinger Fischtheke gemacht und endlich das erste Fischbrötchen gegessen.

Eine Spezialität aus dem Bodensee sind die Felchen. Die Fische sind nicht nur gebraten und warm auf dem Teller ein Genuss, sondern auch zwischen zwei Brötchenhälften verdammt lecker. Mit drei Euro ist der Genuss außerdem absolut erschwinglich:

Gästehaus Kromer: eine Reise in die Vergangenheit

Anschließend sind wir von Uhldingen weiter Richtung Mühlhofen gefahren. Hier begann vor 15 Jahren unsere Begeisterung für den Bodensee. Damals haben wir auf der Rückfahrt von unserer Hochzeitsreise in die Toskana einen Zwischenstopp am See eingelegt, um die mehr als eintausend Kilometer lange Fahrt ins Rheinland nicht in einem Rutsch erledigen zu müssen.

Im Jahr 2000 hat es uns hier im Süden so gut gefallen, dass wir ein Jahr später gleich für vierzehn Tage die gleiche Unterkunft gebucht und einen sehr entspannten Urlaub verbracht hatten. Doch das Wiedersehen mit dem Gästehaus Kromer war ein wenig ernüchternd.

Leider steht das Haus momentan leer beziehungsweise wird renoviert. Das benachbarte hauseigene Schwimmbad ist verlassen und dient derzeit nur als Rumpelkammer. Auch sonst macht das Gebäude von außen keinen einladenden Eindruck. Schade.

Das Schlossbad Salem

Weiter ging es Richtung Salem. Als Badesee hatte ich in einem Reiseführer den‎ Schlosssee Salem ‎entdeckt, der sich als echter Glücksgriff herausgestellt hat. Der See liegt nahe des bekannten Internats Salem und war ehemals eine Kiesgrube.

Bei 35 Grad in der Luft und 25 Grad Wassertemperatur ließ es sich an diesem hochsommerlichen Tag sehr gut aushalten. Insbesondere die beiden Badeinseln in der Mitte des Sees hatten es meinen Söhnen angetan.

Einen ausführlichen Bericht über das Naturerlebnisbad Schlosssee gibt es auch in Kürze hier im Blog.

Das Gewitter sorgt für einen Temperatursturz

Nach fünf Stunden Erfrischung am Schlosssee ging es heimwärts zur Ferienwohnung. Gegen neun Uhr am Abend kündigte sich langsam der vorhergesagte Wetterwechsel‎ mit auffrischenden Winden an. Waren tagsüber noch schweißtreibende 35 Grad an der Tagesordnung, sollte sich das Thermometer an den nächsten drei Tagen um gut zehn Grad abkühlen.

Ich hätte es nicht gedacht, dass ich mich so über einen Temperatursturz freuen würde. Doch die Abkühlung war ideal für unsere Ausflüge in den nächsten Tagen ins Ravensburger Spieleland und zum Pfänder in Österreich – und natürlich für mein Laufen, das ich hitzebedingt seit vergangenem Mittwoch ruhen lassen musste.

Weitere Beiträge über den Urlaub am Bodensee

Alle bisherigen und alle zukünftigen Artikel über unseren Aufenthalt am Bodensee finden sich unter dem Schlagwort #Bodensee2015.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

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