Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Cover Rezension Einfach laufen Wie ich die Form meines Lebens fand Stefan Seibold

Rezension: Einfach laufen von Stefan Seibold

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Der Markt für Bücher über das Laufen ist genauso umfangreich wie unübersichtlich.

Viele dieser Bücher drehen sich um das Thema Laufen und Fitness, Laufen und Abnehmen oder Laufen mit den richtigen Trainingsplänen. Doch diese Themen stehen bei Einfach laufen: Wie ich die Form meines Lebens fand nicht im Mittelpunkt. Ganz im Gegenteil.

In dem Buch erzählt Stefan Seibold vielmehr seine Transformation vom klassischen Hobby – Läufer zum ambitionierten Bergsteiger, der sich bis zum Siebentausender wagt. Ausschlaggebend für das Ändern der Bewegungs-Richtung („anstelle von immer weiter laufen, ging es darum, immer höher zu laufen“) war der 40. Geburtstag.

Cover Rezension Einfach laufen Wie ich die Form meines Lebens fand Stefan SeiboldVon da an sollte sich einiges im Leben des Managers ändern. Es ging künftig nicht mehr um den x-ten Marathon, sondern von nun an um neue sportliche Herausforderungen: ein Langstreckenlauf unter der Erde, das Bestehen des bekannten Zugspitzlauf oder den Ultra-Lauf auf dem thüringischen Rennsteig.

Und weil Deutschland nicht genug ist, streckt der Hesse anschließend auch die Fühler ins Ausland aus und erklimmt neben dem Kilimandscharo in Afrika auch den Uhuru Peak und den Chimborazo, den höchsten Berg der Erde.

Wer ein klassisches Buch für Läufer sucht, wird von Einfach laufen: Wie ich die Form meines Lebens fand enttäuscht sein. Denn Seibolds Erstlingswerk ist mehr als nur Läufer-Literatur.

Es ist nicht nur ein Buch über das Laufen und das Erklimmen von hohen Bergen. Es ist auch nicht nur eine Biografie. Es ist auch ein Buch des sportlichen Erfolg Habens und des Scheiterns.

Das Scheitern ist dabei jedoch nicht mit dem Makel der Peinlichkeit oder des Aufgebens behaftet, sondern immer als Konsequenz eines vernünftigen Handelns und des Respektierens der eigenen körperlichen Grenzen.

Stefan Seibold schreibt nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern ist auch ein Sportler der Sorte, die sich nicht ins Rampenlicht stellen. Er kokettiert nicht mit seinen Erfolgen und ist sich nicht zu schade, auch von den Misserfolgen zu berichten.

Fazit: ein durch und durch lesenswertes Buch, das nicht nur hervorragend unterhält, sondern auch „alten Lauf-Hasen“ etwas Neues beibringen kann.

Autor: Marc

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