Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

EM-Abseits Thema 4 – Fußball – Kids

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Das EM-Abseits widmet sich in der vierten Runde dem Nachwuchs. Es geht um die Fußball-Kids.

Jedes Kind kommt früher oder später mit einem (Fuß)ball in Berührung. Und schon bald entscheidet sich, ob aus der Begeisterung für das runde Leder mehr als spielerisches Interesse entwickelt und eine regelrechte Leidenschaft daraus wird. Bei Jungs ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dem Fußballsport dauerhaft fröhnen, geschlechterbedingt am größten. Fußball als aktiver Sport ist immer noch eine Jungs- und Männer-Domäne – auch wenn die Mädchen- und Frauen-Mannschaften insbesondere in den vergangenen Jahren starken Zulauf spüren.

Der Fußball-Verein

Bolzplatz Kleinenbroich Liam Luke 2011 MaiAuch bei Liam, meinem ältesten Sohn war im Alter von fünf Jahren plötzlich der Wunsch geboren, in den Fußballverein zu gehen. In meinem Wohnort gibt es einen nicht gerade kleinen Klub, der eine nicht gerade kleine Jugendabteilung vorweisen kann.

Nach einigen Probetrainings manifestierte sich der Wunsch nach dem Hobby Fußball und es ging an das Aussuchen der Sportbekleidung. Zu meiner Überraschung waren wir innerhalb kürzester Zeit fast einhundert Euro für Fußballschuhe, Fußballhose, Fußballtrikot und Schienbeinschoner los.

Das Ende vom Lied und das Ende des Fußballkids im Verein ist schnell erzählt. Liam kam – wie einige andere – mit dem diktatorischen Führungsstil des rüden Übungsleiters nicht klar und hängte trotz gutem Zureden die Fußballschuhe an den Nagel. Seine Fußballer-Karriere hat also bereits aufgehört, ehe sie richtig begonnen hat.

Aber so ist das oft bei Kids. Sie probieren viele verschiedene Hobbies aus, ehe sie die fur sich passende Freizeitbeschäftigung gefunden haben. Als Kind war ich nicht anders. Von Fußball über Leichtathletik und Judo habe ich einige Sportarten durchexerziert, ehe ich ab der fünften Klasse im Badminton meine Lieblingssportart entdeckt habe.

Handball – Kids

Auch Liam hat seit drei Jahren seinen Lieblingssport gefunden: Handball. Über die Handball-Zwerge (seit April 2009, um ganz genau zu sein) und die Handball-Minis ist er vor einem Monat bei der E-Jugend der HG Kaarst-Büttgen gelandet und ist mit Leidenschaft am Ball. Im Rahmen der Handball-Minis sind die Jungen und Mädchen bislang nur bei Mini-Turnieren der befreundeten Vereine angetreten.

In der E-Jugend wird demnächst dann auch der reguläre Ligabetrieb auf dem Programm stehen und ich bin gespannt, wie sich mein Ältester dann dort macht. Ich genieße es auf alle Fälle sehr, ihm bei den Turnieren zuzuschauen und seine Treffer zu bejubeln.

Der Bolzplatz

Doch der Fußball ist natürlich nicht komplett außen vor. Sowohl in der Schule als auch nachmittags daheim auf dem Bolzplatz lieben es Liam und Luke, vor das runde Leder zu treten.

Im vergangenen Jahr habe ich oft nach der Arbeit mit den beiden auf dem benachbarten Rasenrechteck gekickt und mir von den beiden vor Augen führen lassen, wie schlecht es um meine Kondition bestellt ist…

Fußball – Kids vor dem Fernseher

Und nicht nur aktiv sind meine beiden Jungs fußball-begeistert. Auch das passive Fußballgeschäft – sprich: Fußballspiele vor dem Fernseher anschauen – liegt den Kids im Blut.

Gemeinsam schauen wir uns gern auf Sky die Bundesliga- und Pokalspiele unseres Lieblingsvereins Borussia Dortmund an. Nicht selten tragen wir dann stolz die schwarz-gelben Trikots und bejubeln jedes Tor unserer Borussia.

Die Wilden Kerle

Wenn wir von Fußball-Kids sprechen, dürfen natürlich Die Wilden Kerle nicht fehlen. Jeder, der Jungs im Kindergarten hat, wird sicherlich schon von den Jungs und dem Mädchen gehört haben, die sich Die Wilden Kerle nennen. Neben mehreren Kinofilmen gibt es die Abenteuer der Kicker auf DVD und als Buch zu kaufen.

Beide Söhne stehen auf Die Wilden Kerle und Liam hat sogar einen Geburtstag komplett unter das Motto „Die Wilden Kerle“ gestellt. Da gab es Wilde-Kerle-Teller, Wilde Kerle-Becher, einen Wilde Kerle-Kuchen und zahlreiche Wilde Kerle-Spiele.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

12 Kommentare

  1. Jaja, die Jungs – so eine ähnliche Karriere machen wohl viele durch. ich finde es ja immer noch irgendwie schade, dass so vieles am Trainer hängt. Wir hatten das Spiel bei Leichtathletik durch.
    Leider haben wir für den Großen noch keine vernünftige Sportart gefunden. Der Kleine liebäugelt mit Volleyball…
    Mal schauen

    Sehr schöner Bericht.
    LG Mella

  2. Es ist echt schade, dass ein Kind seinen ursprünglichen Traum aufgeben muss weil der Trainer eine Null ist =(
    Aber ich find’s klasse dass ihm Handball Spaß macht und er wenigstens noch auf dem Bolzplatz Fußball spielt!

    Die Wilden Kerle waren bei meinen Stieftöchtern auch eine ganz große Nummer…wahrscheinlich aber aus anderen Gründen als Deine Jungs 😛

  3. Mir gefällt bei diesem Thema ganz besonders gut, das wir ein klein wenig mehr von vielen der teilnehmenden Bloggern erfahren, weil sie Ihre Kids in den Beitrag mit einbeziehen. Die Sache mit dem Trainer finde ich sehr schade für Liam, aber.. wer weiß wofür es gut war, wenn er jetzt nen Narren am Handball gefressen hat.

    Liebe Grüße

  4. Mir liegt Handball eher weniger…
    Ich habe überhaupt noch keinen Lieblingssport…
    Vielleicht finde ich ja noch einen
    Torben

  5. Meine Tochter hat die wilden Kerle auch gemocht, v.a. das Mädchen, das es bei denen gab. Bei meinem Sohn kann ich mich erinnern, dass er mit etwa 8 Jahren während eines verregneten Dänemarkurlaubs immer die Zeitungen nach EM-Berichten durchforstet hat. Dass die Texte auf Dänisch waren, hat ihn nicht gestört. Er hat fleißig Bilder ausgeschnitten und so ein Heft mit seinen persönlichen EM-Eindrücken angelegt. Eines der größten Fotos stellt dabei die Queen bei Überreichen von Medaillen dar 😉

  6. Ich kenne es selbst noch aus meiner Kindheit, bei mir hing die Motivation für einen Sport auch oft am Trainer (bei Badminton nicht, das habe ich seeehr lange und sogar recht erfolgreich gespielt). Wir sind jetzt schon bei den Jungs, wie interessiert sie an Bällen sind – den Großen jucken Bälle nicht, der Kleine kickt und wirft jetzt schon sehr viel 🙂

  7. Pingback: RätselTiB

  8. Vielen Dank dass Du uns mit diesem Artikel auch einene kleinen Einblick in Deine Familie gewährst – ich schließe mich hier voll und ganz der Meinung von Sandra an.

    Übrigens: Meinem Stiefsohn würden die Trikots Deiner fussball Kids sehr gut gefallen 😉

    Viele Grüße
    Micha

  9. Ging uns genau so, unsere beiden haben alles mögliche ausprobiert (Schwimmen, Ballett, Fußball… ) und nun hängen sie schon eine ganze Weile beim Leichtatlethik fest, etwas, was ich als Kind abgrundtief gehasst habe 😀

  10. Ja, es ist wirklich schade, wenn man einen Sport, den man eigentlich mag wg anderen Umständen aufgeben muss – aber schön, dass er doch schnell einen anderen Lieblingssport gefunden hatte – ich musste damit warten bis ich vor 5 Jahren erst meinen Lieblingssport gefunden hatte 🙂
    Danke für den Einblick über deine Kinder! Grüßle Susanne

  11. ich finde es für das Kind auch extrem wichtig, das die elten dem Kind die Zeit geben den Sport auszusuchen bei dem es am meisten Spaß hat. Die meisten Eltern fangen beim Fußball oder Ballet an [ 😉 ] und gehen über Judo oder Karate (Junge und Mädchen) weiter und kommen vielleicht beim Turnen an.
    Bei mir war das so, das ich nach der ersten Blutgrätsche des Gegners ( ich war 5 oder 6 Jahre alt) keine Lust mehr hatte. so landete ich erfolgreich beim Leistungsturen und etwas später beim Hockey.

    Leider spielt immer wieder der Trainer eine große Rolle. Es ist ja der erste Kontakt. Um so trauriger finde ich, das dem Kind der Spaß an den Sport durch inkompetente Trainer genommen wird. Um so schlimmer, wenn es keine Wechselmöglichkeiten gibt. Hier in Berlin hält sich das in Grenzen.

    Zum Thema Bolzpplatz kann ich Dir nur meinen Artikel empfehlen.
    Eine traurige Geschichte ist die Entwicklung von Bolzplätzen in Deutschland.
    Eigentlich sollten wir dafür auf die Strasse gehen und demonstrieren!

  12. Pingback: Timm's Blogwelten

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