Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Cover Rezension Als ich dich fand Catherine Ryan Hyde

Rezension: Als ich dich fand von Catherine Ryan Hyde

| Keine Kommentare

Als sich die Wege von Nathanel und dem frisch geborenen Säugling an einem kühlen Herbstmorgen in den 1960er Jahren erstmals kreuzen, haben beide Protagonisten noch keine Ahnung, wie lang und intensiv ihre gemeinsame Beziehung andauern soll.

Bis es allerdings so weit ist, gehen noch viele Wochen, Monate und Jahre ins Land.

Nathanel hat vom ersten Tag eine intensive Beziehung zu dem Kind, das später den gleichen Namen wie er tragen wird, die alles andere in seinem Leben überstrahlt. So sehr überstrahlt, dass darunter seine erste und zweite Ehe stark zu leiden haben und am Ende sogar eine davon scheitert.

Cover Rezension Als ich dich fand Catherine Ryan HydeEs ist eine beinahe ungeheuerlich anmutende Liebe zum Menschen, die Nathanel immer und immer wieder den Glauben an den Jungen, der rasch zum Teenager und dann zum Mann wird, nicht verlieren lässt.

Egal was Nat, wie der Findling bald genannt wird, auch tut und wie oft sein Leben auch schief läuft: Nathanel ist immer wieder für ihn da und opfert sich für ihn auf – beinahe bis zur Selbstaufgabe.

Als ich dich fand ist ein Buch über unerwiderte Liebe, das Erwachsenwerden, die Liebe zum Mitmenschen und das gemeinsame Miteinander über alle Schwierigkeiten des Lebens hinweg.

Lebensweisheiten jenseits der Küchenpsychologie

Sowohl inspirierend als auch nachdenklich stimmend habe ich die Lebensweisheiten erlebt, die Catherine Ryan Hyde in ihren Roman eingeflochten hat.

Meine liebsten Bonmots und Weisenheiten möchte ich gern mit euch teilen:

Man sagt, wenn man beurteilen will, was jemand in Zukunft tun wird, ist es das Beste, sich anzusehen, was er in der Vergangenheit getan hat.

Die meisten denken lieber, dass ihre Ressentiments die Schuld der Person sind, die sie ablehnen. Diese verdrehte Logik scheint in ihren Köpfen auch noch Sinn zu ergeben. Für mich ergibt das überhaupt keinen Sinn. Das ist so, als ob ich behaupte, es ist deine Schuld, wenn ich auf dich schieße, weil die Waffe auf dich zielt. Damit missachtet man völlig, wer mit der Waffe zielt. Aber das ist eine weitverbreitete Ansicht, vermutlich weil es so viel einfacher ist. Damit befreit man sich von der Bürde, bei sich selbst anfangen zu müssen. Das musst du jetzt noch nicht verstehen, Nat. Heb es dir auf, zusammen mit allem anderen, was ich gesagt habe und was dir wie eine Fremdsprache vorgekommen ist. Vielleicht lernst du eines Tages eine neue Sprache. Manche Leute tun das. Das hängt davon ab, wie wichtig es einem ist, eine andere Sichtweise anzunehmen.

Man sagt ja, was man einmal erfahren hat, kann man danach nicht mehr ignorieren.

Liebe erklärt viel.

Aber warum nicht einfach in einer Situation das Beste annehmen? Da wir es ja doch nicht wissen.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.