Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Das war der e-Marketingday Rheinland 2016 in Wuppertal: Eröffnung und Impulsvortrag

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Mönchengladbach, Düsseldorf und Wuppertal – das sind die Veranstaltungsorte des e-Marketingdays Rheinlands, die ich bislang besuchen durfte.

Nach Niederrhein und Landeshauptstadt ging es In diesem Jahr ins Bergische Land nach Wuppertal. Die Historische Stadthalle war der Veranstaltungsort der sechsten Auflage des beliebten Treffpunkts von Online-Spezialisten und KMUs, der von der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid veranstaltet worden ist.
Wie in den Jahren zuvor haben die Industrie- und Handelskammern im Rheinland ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das sich sowohl an Einsteiger als auch Fortgeschrittene richtet. Der bewährte Mix aus Impulsvortrag, Fachvorträgen und Kompaktseminaren konnte auch in diesem Jahr überzeugen.

Und nicht nur ich bin das dritte Mal beim e-Marketingday dabei gewesen, sondern auch die Moderations-Zwillinge Angela Braun und Melanie Bergner, die kurzweilig durch das Programm geführt haben.
Nach der Begrüßung von Thomas Meyer, Präsident der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid, der natürlich auch die Digitalisierung und das digitale Marketing nicht ausgespart hat, gab es einen einstündigen Impulsvortrag von Enzo Vincenzo Prisco über „Die Kraft der Marke“.

Die Kraft der Marke

e-Marketingday Logo„Mein Name steht für Sex und Kreativität, aber nicht für Seriosität“, begrüßt der Hochschul-Dozent und Berater für Unternehmen wie em-Eukal das Publikum.

Ohne Internet aufgewachsen und mit dem Gameboy 1.0 durchs Leben gegangen – so lief die Kindheit des Mannes mit dem Faible für Orange, der heute Fan der  Let’s Play-Videos von Gronkh ist: „Diese Videos sind klasse, ich schaue Gronkh zweieinhalb Stunden zu und muss nix machen.“

Anschließend ging es um die emotionale Bindung zur Marke. „Emotionalisiert eure Marke“, fordert Prisco die Gäste in der Historischen Stadthalle auf, „und erzählt eine Geschichte.“ Und dabei ist es egal, ob es sich um Industriemesser, Brei für Babys oder Mobiltelefone handelt.

„Du kannst aussehen wie ein Sack Seife, Apple macht dich schöner“, stellt Prisco fest und untermauert seine Argumentation mit Anekdoten aus dem täglichen Leben mit dem iPad Pro. Der inspirirende und zugleich unterhaltsame Vortrag beschäftigt sich auch mit dem Claim.
Der Claim beschreibt den Markenkern eines Unternehmens und Priscos Claim lautet „Design ist alles“ und präzisiert dies an den Beispielen Praktiker („hier spricht der Preis – 20 Prozent auf alles, außer Tiernahrung“), OBI („wie, wo, was weiß OBI“) und Hornbach („es gibt immer was zu tun“, „mach‘ es zu deinem Projekt“). Während das erste Unternehmen in der Versenkung verschwunden ist, sind die beiden anderen Firmen höchst erfolgreich.

„Wer hat noch nicht sein Essen fotografiert?“, fragt Enzo Vincenzo in die Runde und weiß: „Design ist alles. Denn der Schein trügt nicht. So tolerant wie wir glauben, sind wir nicht.“ Es geht um Authentizität, um Follower statt Freunde und um die Marke als Mensch. Wer Grenzen hat und Grenzen zeigt, ist nach Priscos Definition eine Marke, „denn wir werden erkannt an unseren Grenzen.“

„Facebook kostet nichts, aber vielleicht dein Leben“, wirft der Dozent zum Abschluss einen einen nachdenklichen Schatten auf das größte soziale Netzwerk, bevor es mit den Sessions auf dem e-Marketingday 2016 weitergeht.

Autor: Marc

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