Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Cover Midlife-Cowboy Chris Geletneky

Hilfe, ich bin ein Midlife-Cowboy!

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Es ist der Schrecken vieler Männer im Alter von Ende dreißig: die Midlife-Crisis.

Der ehemals mehr oder weniger durchtrainierte Körper verwandelt sich in ein schwabbeliges Etwas, das volle, dunkle Haar mutiert zu einer graulich-schimmernden Geheimrats-Ecken-Wiese und der Beruf nervt mindestens genauso wie das durchweg durchgeplante Privatleben mit Frau, Kindern und (Reihen-)Haus.

Cover Midlife-Cowboy Chris GeletnekySo geht es vielen tausend Männern jedes Jahr aufs Neue und so fühlt sich auch ein Mann, der sein Dasein in einer Neubau-Siedlung (Spießer!) in Hannover-Ricklingen (Spießer!) mit Frau und zwei Kinder (Doppel-Spießer) fristet. Doch seine spießige Existenz soll bald ein Ende haben, sein bis dahin langweiliges und vorbestimmtes Leben eine unerwartete Wende nehmen.

Um nicht weniger als eine der wichtigsten Wendungen im Leben eines Mannes, der eben noch voller Saft und Kraft im Leben stand und der eben noch voller Pläne und Träume war, handelt der erste Roman von Chris Geletneky, der sich als TV-Autor von Pastewka und Ladykracher einen Namen gemacht hat und der nach seinem Erstlingswerk bereits als neuer Tommy Jaud gehandelt wird.

Doch der Reihe nach.

Das Lesen des Prologs von Midlife-Cowboy hat bei mir mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen hinterlassen. Der Protagonist Tillmann Klein muss in den vergangenen Tage unglaubliche Dinge mit noch unglaublicheren Taten erlebt haben, denke ich mir nach der Einleitung und widme mich gespannt dem ersten Kapitel.

Nach und nach entfaltet sich die krasse, spektakuläre, witzige und bisweilen tragische Geschichte, die nicht selten für lautes und auch leises Lachen sorgt. Bisweilen bleibt mir das Lachen auch im Hals stecken, denn die Ereignisse rund um die Midlife-Crisis Tillmanns sind nicht immer spaßig, sondern bisweilen auch dramatisch, gelegentlich auch traurig und deprimierend.

Reflexion des eigenen Lebens

Das Leben des Tillmann Klein wird von der Jugend bis zur Gegenwart behandelt und am Ende stehen immer die gleichen Fragen latent im Raum: wie bin ich zu dem geworden, der ich bin? Was war der Auslöser, durch den mein Leben die Wende vom verrückten und ausgeflippten und unangepassten Lebensstil hin zum Spießigen genommen hat?

Und während sich der Protagonist diese Fragen stellt, kommt auch der männliche Leser ins Grübeln und reflektiert sein bisheriges Leben und dessen Weggabelungen an entscheidenden Punkten. Die Sehnsucht nach dem Verbotenen, der Wunsch nach Veränderung und der Wille, aus alten Verhaltensmustern auszubrechen, ist bei uns Männern insbesondere im Alter ab Ende dreißig mehr oder weniger stark ausgeprägt.

Und nur die wenigsten wagen den Schritt und brechen aus, brechen mit ihren alten Gewohnheiten und brechen mit ihren Familien und nehmen Reißaus. Viele suchen die Zuflucht in Tagträumen und Phantasien, weil entweder der Mut fehlt oder das Verantwortungsbewusstsein der Partnerin und den Kindern größer als das rebellische Potenzial ist – oder weil es einfach bequemer ist, so wie bisher zu leben und nicht noch einmal von Neuem zu beginnen.

Doch wozu das alles? Ist die Suche nach Geborgenheit und das gegenseitige Vertrauen am Ende nicht größer als jegliche Versuchung und jegliches Abenteuer?

Mehr möchte ich jetzt nicht über das Buch und dessen Handlung verraten, sondern empfehle euch stattdessen den Kauf des genauso unterhaltsamen wie witzigen und sentimentalen Romans von Chris Geletneky als echten Frühlings – Buchtipp, der ab 11. März 2016 zu kaufen ist.

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Autor: Marc

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