Ein Ostwestfale im Rheinland

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Borussia Dortmund gegen die TSG Hoffenheim – wir waren live dabei

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Die Nachricht habe ich am 27. Januar 2016 erhalten, als ich gerade vom Mittagessen zurückgekommen bin: ich habe Tickets für den BVB!

Und zwar nicht nur zwei Tickets, sondern gleich drei Tickets gab es für mich im REWE Familienblock 65. Eins für den großen Sohn, eins für den kleinen Sohn und eins für mich. Es sollte das erste Mal sein, dass Luke live im Westfalenstadion ein Pflichtspiel sehen sollte, nachdem er bereits im Juli 2013 beim Telekom-Cup in Mönchengladbach mit dabei gewesen ist.

Für Liam und mich war es übrigens das erste Spiel im Stadion seit dem DFB-Pokalspiel gegen Paderborn Ende Oktober 2015 bzw. dem Bundesligaspiel gegen Darmstadt 98 Ende September 2015. Genau genommen war es auf den Tag genau vier Monate her, dass wir wieder im Tempel zu Gast sein durften.

Und noch eine Parallele finde ich spannend: zwei Tage und vier Jahre zuvor bin ich Anfang März 2012 mit dem großen Sohn bei seinem ersten Heimspiel im Westfalenstadion gewesen. Damals gab es übrigens ein 3:1 gegen Hannover 96 – eine weitere Parallele zur BVB-Premiere, denn auch das Spiel gegen Hoffenheim sollte das gleiche Endergebnis für uns bereithalten 🙂

Die Anreise nach Dortmund

Herrlicher Sonnenschein herrschte, als wir am Sonntag nach dem Mittagessen um kurz nach halb drei Richtung Dortmund aufgebrochen sind. Luke war erstaunt, wieso wir schon drei Stunden vor dem Anpfiff losfahren, doch die Erklärung stellte ihn zufrieden:

Eine bis eineinviertel Stunde werden wir mit dem Auto unterwegs sein, dann steht ein kleiner Fußmarsch von unserem Parkplatz bis zum Stadion an, anschließend müssen die Tickets in der Fan-Welt abgeholt werden und natürlich möchte auch die obligatorische Bratwurst im Stadion Rote Erde schnabuliert werden.
Außerdem soll der Kleine, der mit seinen neun Jahren alles andere als klein ist und mit seinen 1,50 Meter Größe locker auf einen Schüler Klasse 5 geschätzt wird, auch die knisternde Atmosphäre vor dem Spiel und das Warmmachen der Spieler erleben. Insofern sind drei Stunden vorher für die Anreise durchaus perfekt. Doch leider ging mein Plan nicht auf.

Wir benötigten gut neunzig Minuten bis nach Dortmund, weil an diesem Sonntag anscheinend das halbe Ruhrgebiet mit dem Auto unterwegs gewesen ist und für Staus und zähfließenden Verkehr ohne Ende gesorgt hat. Da bin ich sogar unter der Woche geht schneller unterwegs gewesen… Bei lausig-kalten Temperaturen um die drei Grad waren wir um halb fünf an der Fan-Welt.

Keine Dauerkarten in der Fan-Welt des BVB

Während wir uns in die lange Schlange vor dem Schalter eingereiht hatten, wurde ich Zeuge einer spannenden Unterhaltung:

Nach dieser Schmonzette kamen wir gegen kurz vor fünf endlich im Stadion Rote Erde an und konnten die leckere Bratwurst genießen. Frisch gestärkt ging es in den Block 65 und um viertel nach fünf – so spät wie noch nie – waren wir eine Viertelstunde vor dem Anpfiff endlich auf unseren drei Plätzen in Reihe 20 angekommen.

Der Blick auf das Spielfeld war klasse – abgesehen von meinem Platz, der direkt an dem Geländer zum Nachbarblock gewesen ist und ein wenig die Sicht eingeschränkt hat:
Luke hatte jede Menge Fragen zum Geschehen auf und außerhalb des Platzes und ich beantwortete jede einzelne gründlich und genau. Als sich alle zum Singen von You´ll never walk alone erhoben hatten, war es wieder da: das Gänsehaut – Gefühl, das es so nur im Westfalenstadion gibt.

Wo sind die Hoffenheimer Fans?

„Und wo sind die Hoffenheimer Fans?“, fragte mich Luke mit dem Blick ins weite Stadionrund. Ich musste mich auch erst orientieren und entdeckte die Rotte blau-weißer Anhänger aus dem Südwesten erst auf den zweiten Blick in der Nordost-Ecke.
Ach ja, Fußball wurde übrigens auch an diesem Sonntag Abend gespielt. Und der Anfang war nicht wirklich berauschend. Wie aus dem Nichts fiel in der 26. Minute das 1:0 für die Gäste und ich befürchtete schon wieder das Schlimmste.

Irgendein fieser Fluch scheint schuld zu sein, dass ich keinen Heimsieg in der Liga sehen sollte.
Aber so ganz unverdient war die Führung des Vorletzten nicht, denn trotz 68 Prozent Ballbesitz zugunsten des BVB führte die TSG mit 5:2 Torschüssen und eben jenem 1:0 aus der 26. Minute. Es war zum Haare raufen – zumindest bis zur Halbzeit. Trainer Thomas Tuchel brachte Ilkay Gündogan nach der Pause für Shinji Kagawa und dies sorgte in Kombination mit der roten Karte für Hoffenheims Rudy nach einer Notbremse an Pierre-Emerick Aubameyang für die Wende.

Es entwickelte sich ein Spiel wie beim Handball, doch die TSG verteidigte geschickt und profitierte von der Harmlosigkeit der Borussia im Angriff. Moritz Leitner und Adrian Ramos sollten ab der 74. Minute für Nuri Sahin und Julian Weigl die Offensivphase einleiten. Und der Plan ging auf.
In der 80. Minute markierte Miki den hochverdienten Ausgleich und Luke durfte sein erstes Tor im Westfalenstadion bejubeln. Und als Ramos in der 84. Minute zur 2:1-Führung einnetzen konnte, war das Spiel gedreht. Dumm nur für die schwarz-gelben Gäste (die Bezeichnung „Fans“ verbitte ich mir in diesem Zusammenhang), die beim Stand von 0:1 und 1:1 bereits das Stadion verlassen hatten.

Aus Spaß habe ich Luke gefragt: „Sollen wir auch gehen?“, als sich die Reihen immer mehr gelichtet hatte, und er antworte entrüstet mit einem deutlichen „Nein!“. Ein guter Junge! 🙂 Und wie recht er hatte. Auba markierte seinen 22. Saisontreffer in der Nachspielzeit und mit einem 3:1 ging es nach Hause.
„Tolles Spiel, ins Westfalenstadion möchte ich noch mal hin“, war das Fazit von Luke beim Verlassen des Blocks 65.

Autor: Marc

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