Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Drei Jahre ohne Dich

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Drei Jahre ohne Dich. Drei Frühjahre, drei Sommer, drei Herbst, drei Winter ohne Dich. 36 Monate ohne Dich. Eine lange Zeit.

Ich liebe den Herbst. Der Sommer verabschiedet sich mit den letzten warmen Sonnenstrahlen und jeder Tag im Herbst wird früher am Tag dunkel. Schon am späten Nachmittag ist es gelegentlich so früh dunkel wie im Sommer gegen 22 Uhr.

Ich hasse den Herbst. Denn der Herbst ist auch die Zeit von Allerheiligen und vom Totensonntag. So sehr mich dieser Monat auch an die Verstorbenen erinnert, die nicht mehr um mich herum sind, so schmerzvoll ist auch diese Erinnerung. Denn Du bist nicht mehr bei mir. Und das seit drei Jahren.

Wo ist die Zeit geblieben? Aussprüche dieser Art von älteren Menschen haben mich vor wenigen Jahren noch schmunzeln lassen. Doch jetzt spreche ich selbst diese Worte aus. Ich hasse mich dafür, dass die Erinnerung an Dich manchmal nur diffus in weiter Ferne erscheint. Ich hasse mich dafür, dass Du in den Hintergrund trittst.

Drei Jahre sind vergangen und ich muss unweigerlich an Deine letzten Tage denken. Tage, die von Schmerz und Pein gezeichnet waren. Tage, in denen Deine Todessehnsucht größer und größer geworden ist. Du wolltest nicht mehr leben, Du wolltest nicht mehr dieses Leben leben, das nur Schmerzen und keine Lebensfreude mehr für Dich bereitgehalten hat.

Wir hatten noch so viel vor, Omi. Wir wollten noch so viel gemeinsam erleben. Omi, ich vermisse Dich.

Foto: Lutz Stallknecht / pixelio.de

Autor: Marc

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Ein Kommentar

  1. Mir tun solche Geschichten vor allem immer wegen der Enkel zum Beispiel Leid, da die Omi die kleinen Süßen nicht mehr kennenlernen durfte und auch umgedreht. Alles Gute Marc, denn auch nach 3 Jahren kann ein Verlust nach wie vor schmerzen.

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