Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Es ist Zeit für einen Arbeitsplatzwechsel

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Donnerstag war der letzte Arbeitstag in meinem alten Büro in Düsseldorf. In Oberbilk, in unmittelbarer Nähe des neuen Land- und Amtsgerichtes wurde der letzte Tag mit einer kleinen Party beendet. Am heutigen Freitag steht eine Dienstreise nach Frankfurt inklusive Betriebsfeier an, ehe passend zum Monatswechsel ein neuer Arbeitsabschnitt beginnt.

Von Oberbilk zur Unternehmer-Stadt

Düsseldorf Derendorf Unternehmer Stadt Arbeiten und Leben SchildNachdem mein Arbeitgeber bis November 2004 in Düsseldorf-Bilk, genauer gesagt im RWI-Haus in der Völklinger Straße, residiert hat, wurde der Umzug in die Werdener Straße beschlossen. Als Mieter auf neun Etagen wurde in unmittelbarer Nähe von PriceWaterhouseCoopers gearbeitet. Vor knapp acht Jahren war diese Gegend nicht die beste Adresse, doch Jahr für Jahr hat sich der Stadtteil gemausert. Als der Umzug zu einer neuen Location nach sieben Jahren Fakt war, gab es mehr Traurigkeit als Freude in der Belegschaft.

Nun also die Unternehmer-Stadt in Derendorf. Auf dem ehemaligen Gelände der Rheinmetall arbeite ich künftig im casa altra, einem von außen futuristisch anmutenden Bürogebäude mit sechs Etagen. Mein Zweier-Büro tausche ich ein gegen ein neudeutsch open space genanntes Raumkonzept, das vor einer Dekade noch Großraumbüro genannt wurde.

Weiter Pendeln oder ein Auto kaufen?

Ob ich mich freue? In Bezug auf den Weg zum Büro sicherlich nicht. Bislang brauchte ich von der Haustür bis an den Schreibtisch exakt 45 Minuten – inklusive Fußweg zum S-Bahnhof Kleinenbroich, Transfer mit der S8 nach Düsseldorf und Marsch vom Hauptbahnhof zur Arbeitsstelle. Das wird ab 1. Oktober anders sein. Mindestens zwanzig – im schlechtesten Fall sogar dreißig – Minuten werde ich länger unterwegs sein.

Das liegt hauptsächlich am Umsteigen. Vom Hauptbahnhof Düsseldorf muss ich entweder in die Straßenbahn 707 oder in die U-Bahn und dann in die Straßenbahn, um zur Haltestelle Tannenstraße zu gelangen. Ich hatte zwischenzeitlich über den Kauf eines Zweitwagens nachgedacht, doch neben der Investition in ein Auto sind die Folgekosten (Tiefgaragenstellplatz, Benzin, Verschleiß) nicht zu unterschätzen. Grob überschlagen bin ich auf Kosten von drei- bis fünfhundert Euro pro Monat gekommen… Das kann auch die Fahrzeit von nur 25 Minuten aufwiegen.

Dieses Geld kann ich anderweitig verwenden und werde deshalb weiter pendeln. Denn Pendeln hat auch Vorteile: ich kann in der Bahn lesen, E-Mails beantworten, twittern, Bloggen, den Feedreader lesen und und und. Diese Zeit würde mir ansonsten fehlen. Insofern bin ich mit meiner Entscheidung gegen ein weiteres Auto und für das Pendeln nicht unzufrieden.

Ein neues Büro ist wie ein neues Leben

Düsseldorf Derendorf casa altraAm Montag ist es dann soweit. Ich werde erstmals in den neuen Räumlichkeiten arbeiten und bin gespannt auf das Chaos der ersten Tage, die neuen Erfahrungen und das Gefühl, ganz nah an meinem Team zu sein.

Im Rahmen eines Tag der offenen Tür konnte ich am vorigen Samstag einen Blick auf meinen neuen Schreibtisch und den Ausblick auf die Unternehmer-Stadt werfen. Es gibt schlechtere Locations, um zu arbeiten. Und überhaupt: ich habe einen Arbeitsvertrag, um zu arbeiten und nicht um zu shoppen. Deshalb ist die Umgebung für mich zweitrangig, denn außerhalb des Bürogebäudes werde ich mich nur morgens vor und abends nach der Arbeit aufhalten, um zum Hauptbahnhof zu kommen.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

12 Kommentare

  1. Endlich einmal jemand, der sich einfach nur freut überhaupt einen Arbeitsvertrag zu haben und nicht zu meckern = I like!
    Viel Erfolg + Spaß in der „alten-neuen“ Umgebung wünsche ich Dir!

  2. Alles Gute mit deinem neuen Arbeitsplatz. Wünsche dir einen guten Start.
    Und jetzt erst einmal ein angenehmes Wochenende!

  3. Hab einen guten Start in den neuen Räumlichkeiten!

  4. Ehrlich gesagt klingt der Post nach: „So ne Scheiße, da wurde einfach etwas über meinen Kopf hinweg beschlossen und jetzt muss ich deswegen im Niemandsland arbeiten, hab da so kein Bock drauf, auch weil ich die kleinen Annehmlichkeiten der bisherigen Umgebung – bspw. die Nähe zu den Einkaufsmöglichkeiten lieb gewonnen habe.“

    Aber du sprichst es nicht klar aus, weil du ja auch keine böse Kritik an deinem Brötchengeber üben möchtest. Gerade die nicht vorhandene Verquickung von Leben und Arbeiten gaukelt einem die Unternehmerstadt ja vor, obgleich das vorrangige Ziel nicht das bessere Leben sondern das bessere Arbeiten ist.

    Zu dem Arbeitsweg: Du kannst die Zeit nutzen – klar kannst du. DU kannst das womöglich sogar. Ich für mich hatte die Entscheidung, ÖPNV 2x80min oder PKW 2×20-30 min. Die Frage im Raum ist, wie viel einem die persönliche Freizeit wert ist. Knapp zwei Stunden täglich fand ich sehr viel – immerhin sind das über 30 Stunden im Monat. Die Entscheidung für mich konnte ich dahin gehend runter rechnen, wieviel Geld mir meine Stunde Freizeit wert ist und ob ich das, was ich während der ÖPNV Fahrt mache auch freiwillig in meiner Freizeit tun würde. Da war die Entscheidung pro Auto nicht schwer.

    Inzwischen bin ich umgezogen, einer PKW Fahrt von etwa 45min (im besten Fall 35min) stehen mehr als zwei Stunden mit ÖPNV gegenüber – die Frage an sich, ob Auto oder Bahn/Bus ist damit aus meiner Sicht hinfällig.

  5. Na denn mal Alles Gute ab Montag und einen guten „Neustart“.

  6. Mal grundsätzlich gefragt: Was ist das „Neue“ an dem Projekt „Unternehmerstadt“? Auf der Website http://www.unternehmerstadt.com/projekt heißt es: Leben und Arbeiten in Symbiose…
    Findet sich das nicht in jeder Stadt?!?
    Was ist anders dort? Das würde mich mal interessieren…

    Du schreibst: „näher am Team“. Heißt das Großraumbüro? Oder musst Du jetzt in die Unternehmerstadt ziehen? 😉

    • Mmmmh, zu Deiner ersten Frage sollte sich einer der Initiatoren äußern 🙁

      Ich bleibe in Kleinenbroich wohnen – und das ist gut so 🙂 Näher am Team meint, dass ich nicht mehr mit meinem Stellvertreter im Zweier-Büro sitze, sondern mit meinem Team im Büro bin, ganz ohne Barrieren.

  7. Ich kann Sven sehr gut zustimmen. Ein Auto kostet in der Anschaffung und Unterhalt ein Menge Geld, aber die Frage ist ja wirklich „Was ist einem eine Stunde Freizeit wert?“ Ich denke da empfindet jeder subjektiv anders. Ich bewundere Marc, dass er die Strapazen des öffentlichen Nahverkehrs in Kauf nimmt. Für mich wäre das nichts. Die Büros dagegen sehen klasse aus. Wie gerne hätte ich Tageslicht in meinem Büro… ein Fenster sehe ich erst wenn ich durch zwei weitere Glasscheiben blicke…

    Gruß
    Björn

    • Ich lese ja recht viel und kann die Zeit dann dafür nutzen, um Rezensionen vorzubereiten und zu schreiben. Wenn ich mit dem Auto fahre, fehlt mir diese Zeit.

      Deshalb finde ich den längeren Fahrweg nicht wirklich schlimm.

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