Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Das Einzelkind und das Alter

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Seit Montag Morgen haben wir nur noch ein Kind im Haus. Der Jüngste hat sich sozusagen nach dem Frühstück vom Geschwisterkind zum Einzelkind verwandelt.

Der Grund ist die erste große Klassenfahrt von Liam. Als vor einem Jahr beim Elternabend der Termin für die Klassenfahrt in der vierten Klasse bekannt gegeben worden ist, habe ich mich gefragt, wie weit weg diese Fahrt doch ist. Und schwups – sind mehr als dreihundert Tage ins Land gegangen und die Tasche mit Klamotten für zwei Übernachtungen inklusive Disco und Nachtwanderung steht Montag morgens im Flur und kündigt die Reise des Großen an.

Mila Geschirr Teller GlasÜberhaupt: der Große. Im kommenden April wird mein Sohn zehn Jahre alt und wird im nächsten Sommer die weiterführende Schule besuchen. Wo sind diese zehn Jahre geblieben? Es ist anscheinend doch wahr, was die Großeltern damals gesagt haben: wenn du erst mal selbst eigene Kinder hast, vergeht die Zeit wie im Flug. Das stimmt. Ich kann es bezeugen. Die Monate vergehen so schnell, da kannst du gar nicht so schnell gucken. Die Jahreszeiten wechseln im Mordstempo und ist der eine Geburtstag erfolgreich absolviert, folgt schon wieder der Nächste.

In solchen Situationen wird mir bewusst, dass ich alterstechnisch auch der 40 näher als der dreißig bin – wenn ich mich auch überhaupt nicht so alt fühle. Manches Mal kommt es mir vor, dass ich überhaupt nicht gealtert bin, abgesehen von den Rändern unter den Augen, wenn ich mal wieder bis spät in die Nacht gebloggt habe, und dem kleinen Bauchansatz, der weder mit dem Genuss von Alkohol noch mit dem Genießen von zu viel Kartoffelchips zu tun hat 😉

Auf alle Fälle ist der Große jetzt in einer Jugendherberge und das Haus kommt mir so leer vor. Und Einzelkinder zu haben ist doof und langweilig. Dabei ist die Umstellung für uns nicht so schwierig, weil Liam von klein auf über mehrere Tage (und auch Wochen) bei meinen Eltern in Ostwestfalen gewesen ist. Deshalb kennen wir den Abschiedsschmerz und gehen damit entspannt um. Anders als andere Eltern, die Montag Morgen gegen neun Uhr bei der Verabschiedung der Viertklässler mit Tränen zu kämpfen hatten.

Autor: Marc

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