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Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Rezension: Borussia Dortmund – Schwarz. Gelb. Intensiv. Deutscher Fußballmeister 2011 von Dirk Graalmann

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Nach der triumphalen Spielzeit 2010/2011 ist Borussia Dortmund Deutscher Meister. Viele Bücher sind nach dem 34. Spieltag veröffentlicht worden. Aber halten diese Bücher, was sie versprechen?

Im Klartext-Verlag Essen ist das Buch „Borussia Dortmund – Schwarz. Gelb. Intensiv. Deutscher Fußballmeister 2011“ erschienen. Herausgeber ist der WAZ-Sportchef Dirk Graalmann, die Texte wurden von einer dreizehnköpfigen Redaktion der WAZ und der RevierSport geliefert.

Borussia Dortmund - Schwarz. Gelb. Intensiv. Deutscher Fußballmeister 2011 Dirk Graalmann

Die knapp 160 Seiten des Buches beginnen mit einem Editoral des Herausgebers, ehe sieben Seiten mit den schönsten Bildern der Saison aufwarten. Danach beginnt der eigentliche Hauptteil des Buches. In drei Kapiteln wird erst „Der Weg zum Titel“ beschrieben, bevor es um „Die Helden von Dortmund“ geht. Den Abschluss findet die „Geschichtsstunde“ im dritten Kapitel mit einem Blick in die Historie.

Kapitel I – Von Spiel zu Spiel

Borussia Dortmund - Schwarz. Gelb. Intensiv. Deutscher Fußballmeister 2011 Dirk Graalmann SeiteDas erste Kapitel ist der packenden Spielzeit gewidmet, in der Borussia Dortmund der gesamten Liga ihren ganz persönlichen Stempel aufgedrückt hat.

Auf einer kompletten Seite wird jede der 34 Bundesliga-Begegnungen des BVB beschrieben. Angereichert wird der Spielbericht mit einem Foto aus der Partie und Statistik (Aufstellung mit Ein- und Auswechslungen, Schiedsrichter, Tore und Zuschauer).

Die Berichte beschränken sich dabei nicht auf das nackte Dokumentieren des Spielverlaufs und Aufzählen der Treffer (die jeder ohnehin bereits in- und auswendig kennt), sondern erzählen auch unterhaltsame und wissenswerte schwarz-gelbe Geschichten neben dem Rasenrechteck.

Kapitel II – Die Helden von Dortmund

Eingeleitet werden die 34 Seiten dieses Abschnitts mit einer Hommage an Jürgen Klopp, den „Fachmann, Anführer und Pädagoge“ des BVB. Danach wird „Wertschöpfer Watzke“ porträtiert und es folgen „Kreativdirektor Zorc“, „Zahlenmeister Treß“ sowie der „Borusse aus Berufung“ Dr. Reinhard Rauball. Erst dann geht es um die Helden auf dem Rasenrechteck.

Auf 22 Seiten werden die Spieler des BVB porträtiert. Entweder als Einzelperson („Eine echte Nr. 1“ – Roman Weidenfeller) oder im Doppelpack („Brüder im Fußballgeiste“ – Mats Hummels und Neven Subotic). Und den Senkrechtstartern Mario Götze, Kevin Großkreutz und Shinji Kagawa werden sogar eine Doppelseite gewidmet. Weitere Artikel sind den frisch gebackenen Nationalspielern in den schwarz-gelben Reihen und „Polonia Dortmund“, dem polnischen Trio, gewidmet. Und selbstverständlich wird auch Dedé nach 13 Jahren Dortmund gehuldigt – genauso wie den Bankdrückern wider Willen wie Felipe Santana, Antonio da Silva und Sebastian Kehl.

Das zweite Kapitel schließt mit einer Reportage über ein Mosaiksteinchen des Dortmunder Erfolges: der erfolgreichen Nachwuchsarbeit. Ohne die wilden Jungen wäre der Meistertitel schwer vorstellbar gewesen. Außerdem erzählt das Dortmunder Dreigestirn (Jürgen Klopp, Hans-Joachim Watzke und Dr. Klaus Engel vom Hauptsponsor Evonik in einer launigen Interviewrunde über Erfolg, Leistung und Teamgeist.

Kapitel III – Geschichtsstunde

Tief in den Archiven haben die Autoren für das letzte Kapitel gewühlt. Knapp sechzig Seiten – und damit fast 40 Prozent des gesamten Buches – sind der schwarz-gelben Historie gewidmet. Allerdings handelt es sich dabei nicht um trockene Theorie, sondern um eine spannende Aufarbeitung der älteren und jüngeren Vereinsgeschichte, die selbst für eingefleischte Fans die eine oder andere neue Erkenntnis bereithält.

Besonders gut gefallen hat mir die Rubrik „Helden“ innerhalb des Kapitels. Sechs Dortmunder Helden (Willi Burgsmüller für die fünfziger Jahre, Dieter „Hoppy“ Kurrat (60er), Horst Bertram (70er), Marcel Raducanu (80er), Wolfgang „Teddy“ de Beer (90er) sowie Dedé (Nuller Jahre) werden zitiert und berichten, wie sie in ihrer aktiven Zeit den Verein und die Erfolge erlebt haben. Absolut lesenswert!

Mein Fazit

Das Buch „Borussia Dortmund – Schwarz. Gelb. Intensiv.“ ist mehr als lesenswert und lässt die einmalige und unerreichte Saison 2010/2011 wiederaufleben. Die Güte und Qualität der Texte ist einwandfrei und kurzweilig. Die Themen sind breit gefächert und gehen über das Tagesgeschäft in der Bundesliga weit hinaus und erlauben tiefere Einblicke in meinen Lieblingsverein aus dem östlichen Ruhrgebiet.

Der Ausflug in die Vereinsvergangenheit ist für meinen Geschmack ein wenig zu umfangreich geraten und hätte sicherlich genügend Stoff für ein weiteres Buch geboten. Trotzdem ist das Buch aus meiner Sicht ein Pflichtkauf und ein Schmuckstück jeder – meisterlichen- Borussia-Bibliothek.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

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