Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Das war die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika

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Vier Wochen Fußball sind vorbei, ich hänge die schwarz-rot-goldenen Fahnen im Wohnzimmer ab, entferne die Carbikinis sowie die Deutschland-Flaggen von meinem Auto und verstaue die unzähligen Fan-Acessoires in der Kiste für den Keller, wo sie darauf warten, in zwei Jahren zur nächsten Europameisterschaft hervorgekramt zu werden.

Was nehme ich mit von diesen dreißig Tagen Fußball?  Was bleibt im Gedächtnis haften von den 64 Spielen? Die Fußballweltmeisterschaft begann behäbig und langweilig. Am meisten haften bleiben die Klänge der Vuvuzela, die insbesondere für uns Deutsche ungewohnt und nervig waren. Fußballerisch gab es eine spannende Erkenntnis: nicht die Mannschaft mit den Top-Stars brillierten (Ribery mit Frankreich, Kaka mit Brasilien oder Ronaldo mit Portugal), sondern die Mannschaft war der Star. Zudem erreichte mit Ghana eine afrikanische Mannschaft das Viertelfinale, von der es die wenigsten Experten erwartet hätten. Hingegen konnten mit Frankreich und Italien in der Vorrunde und mit Brasilien in der K.O-Runde vermeintliche Favoriten früher als erwartet die Heimreise antreten.

Zu den positiven Überraschungen des Turniers zählen aus meiner Sicht Japan und Uruguay sowie die Niederlande und Spanien. Während die Spanier die meisten Partien nur mit einem Tor Unterschied gewinnen konnten, zelebrierten die Niederländer einen zwar wenig spektakulären, phasenweise aber doch begeisternden Fußball. Schade, dass das Endspiel ein solches Geholze, insbesondere von niederländischer Seite, zur Folge hatte und einem Finale nur bedingt würdig war. Mich freut es sehr, dass mit Spanien erstmals ein neuer Weltmeister gefunden wurde, der bislang nicht einen Stern auf der Brust tragen durfte.

Die Mannschaft des Turniers und der „Weltmeister der Herzen“ ist und bleibt für mich aber unsere deutsche Nationalmannschaft.

Weltmeister der Herzen

Weltmeister der Herzen

Mit Ausnahme des 0:1 gegen Serbien haben Jogis Jungs sechs tolle Partien geboten, in den Fußball gespielt und nicht verwaltet wurde. Zudem haben wir mit Thomas Müller nicht nur den besten jungen Spielers des Turniers, sondern gleichzeitig den Nachfolger für Miroslav Klose als Torschützenkönig der WM 2010 in den eigenen Reihen. Die deutsche Mannschaft hat begeisternden Fußball gespielt und die Massen begeistert: beim Public Viewing in den Metropolen wie beim Private Viewing daheim. Und wenn ich auch am Sonntag beim Finale ein wenig traurig war, dass nicht die Bundesadler um den ersten Platz kämpften, gilt: „Schland, oh Schland, wir sind von Dir begeistert!“ Danke Jungs für diese WM, danke für diese tolle Zeit!

Ein Kommentar

  1. Ja, ja, die Zwanzigjährigen können noch die Welt aus den Angeln heben, im Fußball und auch sonst – ich weiß wovon ich rede – ich war selbst mal zwanzig… man müßte noch mal… carpe diem Jungs… nutzt die Zeit.

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