Zu Beginn gleich eine persönliche Beichte: ich bin einer dieser Menschen, die unter Overthinking leiden.
Darunter versteht man das unproduktive, ständige Kreisen der Gedanken um dieselben Probleme ohne eine Lösung zu finden.
Mehr als nur Overthinking
Und in diesem Zusammenhang bin ich bei meiner Recherche auf ein ganz besonderes Buch gestoßen.
Manche Bücher liest man mit dem Gefühl, das exakt ein wunder Punkt angesprochen wird. “Wer wärst du ohne deine Sorgen?” von Martin Wehrle ist für mich so ein Buch. Es nimmt ein Thema auf, das viele von uns nur zu gut kennen: dieses ständige Grübeln, das sich leise einschleicht, sich ausbreitet und irgendwann den ganzen inneren Raum besetzt.
Was mir an dem Buch gefällt, ist die direkte Art. Wehrle schreibt nicht verkopft oder belehrend, sondern sehr nah am Alltag. Ich habe mich mehrfach in den Ausführungen des Autors wiedergefunden.
Sorgen sind kein abstraktes Problem
Wehrle beschreibt Sorgen nicht als abstraktes Problem, sondern als eine Kraft, die unser Denken und Fühlen regelrecht an sich reißen kann. Genau das macht die Lektüre so anschlussfähig, weil ich mich in vielen Gedanken wiedererkannt habe.
Besonders überzeugend ist für mich der ermutigende Grundton des Sachbuches. Das Werk bleibt nicht beim Problem stehen, sondern macht Lust darauf, die eigene Perspektive zu verändern.
Es geht um den Versuch, das Gedankenkarussell nicht einfach hinzunehmen, sondern Schritt für Schritt wieder mehr inneren Spielraum zu gewinnen. Diese Haltung wirkt nicht spektakulär, aber sehr wohltuend.
Keine strenge wissenschaftliche Analyse
Natürlich ist das kein Buch für Menschen, die eine streng wissenschaftliche Analyse erwarten. Es will eher begleiten als prüfen, eher stärken als belehren. Gerade für Leserinnen und Leser, die sich in stressigen Lebensphasen nach Klarheit und etwas mehr Leichtigkeit sehnen, kann das sehr passend sein.
Für mich ist “Wer wärst du ohne deine Sorgen” deshalb vor allem ein Buch, das Mut macht, ohne laut zu sein. Es erinnert daran, dass Sorgen nicht das letzte Wort haben müssen. Und genau diese freundliche, pragmatische Haltung macht es zu einer empfehlenswerten Lektüre für den Alltag.
