Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Mein Lieblingszitat stammt von Erich Kästner

| 3 Kommentare

Langsam wird es anspruchsvoll.

Die erste Aufgabe mit den zwanzig Fakten über mich war aufwendig, aber zu leisten. Bei der zweiten Aufgabe geht es richtig ans Eingemachte. Und zwar um mein Lieblingszitat.

Beim Thema Zitate fallen mir gleiche eine Handvoll Sprüche, Aphorismen und Bonmots ein. Aber welches davon ist mein Lieblingszitat? Gleich mehrere Kandidaten habe ich für die engere Auswahl:

Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft. (Emil Zátopek)

Unternehmen sind keine demokratische Veranstaltung. Der Chef entscheidet. (unbekannt)

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. (Kurt Tucholsky)

Vertrauen kann nur einmal missbraucht werden. (Marc Höttemann)

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Thomas Tuchel bzw. afrikanisches Sprichwort)

Doch alle Zitaten, so gut sie auch sind, fallen deutlich ab im Vergleich mit meinem liebsten Zitat:

Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut.
Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt.
Früher waren sie Kinder,
dann wurden sie Erwachsene,
aber was sind sie nun?
Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.

Erich Kästner – Held meiner Kindheit

Es stamm von dem ersten Autor, mit dem ich als Kind bewusst in Berührung gekommen bin: Erich Kästner, Held meiner Kindheit.

Als kleiner Junge habe ich seine Bücher verschlungen. Egal ob sich um Emil und die Detektive, Pünktchen und Anton, Der 35. Mai, Das doppelte Lottchen, Der Karneval der Tiere, Till Eulenspiegel oder Das dicke Märchenbuch gehandelt hat: ich habe alle Bücher verschlungen und einiges an Taschengeld investiert.

Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt

Was mir an dem Zitat ganz besonders gefällt, ist der Abschluss:

Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.

Denn das ist es, was so vielen von uns fehlt: das Kind ins uns beibehalten. Wir sind viel zu oft viel zu ernst und zu verbissen. Wir gehen sprichwörtlich zum Lachen in den Keller. Sicherlich ist die Welt nicht immer rosarot und es gibt Grund zu Kummer. Doch es gibt auch verdammt viele schöne Seiten, die das Leben lebens- und liebenswert machen.

Und deshalb versuche ich mir, dieses Kind in mir zu bewahren. Indem ich verrückte Dinge tue, indem ich Zeit mit meinen Kindern verbringe, indem ich immer noch gern mit LEGO spiele, indem ich einfach mal herumalbere und kichere wie ein Kind, indem ich einfach laut und herzlich lache, bis mir die Tränen kommen.

Das tut einfach gut.

Tabaluga und Nessaja

Und wenn ich an Erich Kästner denke, denke ich an Peter Maffay, seinen Tabaluga oder die Reise zur Vernunft und an Nessaja.

Egal wann und wo ich das Lied höre, werde ich unendlich traurig, denn kein Song bringt die Vergänglichkeit der Kindheit so auf den Punkt und ist dazu musikalisch auch noch ein echtes Gänsehaut-Lied:

Ich wollte nie erwachsen sein
hab‘ immer mich zur Wehr gesetzt.
Von außen wurd‘ ich hart wie Stein
und doch hat man mich oft verletzt.

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich’s nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.

Unten auf dem Meeresgrund
wo alles Leben ewig schweigt
kann ich noch meine Träume seh’n
wie Luft, die aus der Tiefe steigt.

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich’s nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.

Ich gleite durch die Dunkelheit
und warte auf das Morgenlicht.
Dann spiel‘ ich mit dem Sonnenstrahl
der silbern sich im Wasser bricht.

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich’s nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.

Was soll das eigentlich?

Dieser Artikel ist Teil meiner 30 Tage Blogger-Challenge. Hier gibt es weitere Infos zum Start der Serie und alle Themen, die in den 30 Tagen enthalten sind.

Autor: Marc

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3 Kommentare

  1. Ja, das Kästner-Zitat kenne ich nur zu gut, hatte diesem auch schon einmal einen eigenständigen Blog-Artikel gewidmet! 😉

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