Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Borussia Dortmund nach zehn Spieltagen in der Saison 2016/2017

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10 Spieltage sind in der Bundesliga absolviert und die bisherige Bilanz fällt für Borussia Dortmund eher zwiespältig aus.

Das liegt dabei weniger an Platz fünf, sondern vielmehr an Resultaten wie dem 0:2 gegen Bayer Leverkusen, dem 3:3 in Ingolstadt und der – zum jetzigen Stand nicht überraschenden – Pleite beim Aufsteiger RB Leipzig.

Während die Liga den Borussen nicht zu liegen scheint, ist der Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale und der erste Platz nach vier Runden in der Vorrunde der Champions League standesgemäß (Pokal) beziehungsweise überragend (Königsklasse).

Hier mein Blick auf die Begegnungen in der Bundesliga, im nationalen Pokal und der Liga der Champions.

Verdientes Remis gegen Real

Ohne Marc Bartra (nicht im Kader) und André Schürrle (auf der Bank), aber dafür mit den formstarken Mario Götze, Ousame Dembélé, Raphael Guerreiro und Gonzalo Castro startete der BVB gegen Real Madrid in den zweiten Spieltag der Champions League. Schon nach zwei Minuten wurde Roman Bürki von Cristiano Ronaldo per Freistoß geprüft. Quasi im Gegenzug versuchte sich Castro mit einem Freistoß aus ähnlicher Position und scheiterte ebenso.

Nach elf Minuten hat beinahe das ganze Stadion das Handspiel Ronaldos kurz vor dem Strafraum gesehen – nur Schiedsrichter Clattenburg versagte dem Handspiel und dem nötigen Freistoß die Anerkennung. Borussia machte das Spiel und Real Madrid hatte bislang das Nachsehen. Ausgerechnet jener Ronaldo sorgte dann für die überraschende Führung in der 17. Minute. Dortmund macht das Spiel und Real führt… So das bittere Zwischenfazit. Und das Tor gab den Gästen Sicherheit, obschon Borussia nicht nachließ und weiter mutig nach vorn spielte.

Dembélé, Aubameyang und Sokratis (!) hatten gute Gelegenheiten zum Ausgleich. Und die Mühen der Borussen wurden nach 43 Minuten belohnt. Nach einem feinen Freistoß von Guerreiro konnte Aubameyang das Leder ins Netz zum Ausgleich spitzeln. Endlich war er da, der hochverdiente Ausgleich.

Die zweite Hälfte begann mit einer druckvollen Borussia, bei der Auba und Dembélé gleich für Ausrufezeichen im Madrider Strafraum gesorgt haben. Nach 58 Minuten kam André Schürrle für Götze, der vom Publikum mit warmem Applaus verabschiedet worden ist. Wie aus dem Nichts fiel das 1:2 von Varane (68.). Und fast im Gegenzug hätte Guerreiro den Ausgleich markieren können (70.). Die Dortmunder schienen sich um den verdienten Lohn bringen zu wollen. Schade, denn die Leistung gegen die Königlichen war wirklich klasse.

Christian Pulisic kam nach 72 Minuten für Dembélé und sollte weiter für Dampf auf der rechten Seite sorgen. Außerdem wurde Guerreiro gegen Emre Mor ausgetauscht (77.). Pulisic hatte acht Minuten vor dem Schlusspfiff den Ausgleich auf dem Fuß, aber Reals Schlussmann parierte. Und dann kam die 87. Minute und der Auftritt von André Schürrle, der mit einem geilen Treffer zum 2:2 einnetzen konnte und den verdienten Punktgewinn sicherte.

Peinliche Pleite im Topspiel am Samstag Abend

Mit Papa Sokratis als Kapitän und Raphael Guerreiro erstmals als Linksverteidiger spielte der BVB bei Bayer Leverkusen im Topspiel am Samstag Abend. Zuvor hatte der 1. FC Köln mit 1:1 für den ersten Punktverlust der Bayern in München gesorgt und das war die Gelegenheit für Borussia, bis auf einen Zähler an die Roten heranzukommen.

Christian Pulisic und Sebastian Rode kamen für Mario Götze und Marcel Schmelzer in die erste Elf. Die erste Torchance hatte Bayer, doch Roman Bürki war noch dran und konnte zur Ecke klären. Jene Ecke führte dann prompt zum 0:1 (10.), als der rechte Pfosten sträflich frei gewesen ist. Es dauerte bis zur 20. Minute, als Pierre-Emerick Aubameyang die erste Gelegenheit für Schwarz-Gelb hatte.

So richtig bekam der BVB den Gegner nicht in den Griff. Bayer war dem 2:0 nach einer halben Stunde Spielzeit näher als die Gäste dem Ausgleich. Parallelen zur 0:1-Pleite in Leipzig kamen mir in den Sinn. Fast noch mehr als die Dortmunder Unzuverlässigkeiten im Spiel nervte mich das überharte Spiel der Werkself.

Mit einem Doppelwechsel sorgte Thomas Tuchel für neuen Schwung. Marcel Schmelzer und Emre Mor kamen für Gonzalo Castro und Christian Pulisic. Beide ausgewechselten Spieler hatten heute nicht ihren besten Tag. Nach dem Seitenwechsel machte Borussia mehr Druck, allerdings fehlten die zwingenden Torchancen. Und so langsam lief dem Tabellenzweiten gegen den Zehnten die Zeit davon. Als Shinji Kagawa für Rode in der 71. Minute gekommen ist, gab Tuchel das Zeichen auf Schluss-Offensive.

Ich wollte nicht so recht an ein Tor des BVB glauben, denn wirklich überzeugend war der Auftritt am Rhein nicht. Und so kam es auch. Ein Konter der Leverkusener brachte das 2:0 und der Drops war gelutscht (79.). Meine Erkenntnis des Abends: Die Topspiele am Samstag Abend (zuvor 0:1 in Leipzig an Spieltag 2) liegen dem BVB in dieser Saison nicht.

Remis gegen die alte Dame

Dritter gegen Zweiter hieß die Paarung am Freitag Abend zum 7. Spieltag für Borussia Dortmund. Ich schaute das Spiel gemeinsam mit meinen Eltern während unseres Herbsturlaubs in der alten Heimat Ostwestfalen. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag hatte Trainer Thomas Tuchel berichtet, dass gleich zehn (!) Spieler aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mit am Start sind. Unter anderem fehlten Raphael Guerreiro, Sokratis, Gonzalo Castro und André Schürrle.

Auch das Mitwirken von Ousame Dembélé und Marc Bartra war lange ungewiss. Tuchel ging auf Nummer sicher und lies beide Spieler erst auf der Bank Platz nehmen. Dafür kam Mikel Merino zu seinem Pflichtspiel-Debüt in der Innenverteidigung. Außerdem spielte Emre Mor auf der linken Seite gemeinsam mit Mario Götze und Christian Pulisic.

Mit einem Durchschnittsalter von gerade mal 22,5 Jahren stand die drittjüngste BVB-Elf aller Zeiten auf dem Platz. Außer einer Chance von Mor nach sieben Minuten hatte der BVB in der ersten Viertelstunde nicht viel zu bieten. Besser machte es die Hertha, die Dortmund vor einige Probleme stellte. Das Fazit nach 45 torlosen Minuten: Dortmund mit mehr Ballbesitz, Berlin mit den zahlreicheren und besseren Torchancen. Es war den Schwarz-Gelben anzumerken, dass die Elf aufgrund der zahlreichen Ausfälle deutliche Abstimmungsprobleme und wenig Zug zum Tor hatte.

Erstaunlicherweise ohne Wechsel begann die zweite Halbzeit. Der eine oder andere hatte sich Nuri Sahins Einsatz gewünscht, um die fehlende Ordnung der Borussen wiederherzustellen. Und das rächte sich. In der 56. Minuten ging Hertha in Führung – und das leider nicht unverdient. Debütant Merino sah nicht gut aus.

Shinji Kagawa und Dembélé für Sebastian Rode und Mario Götze – das waren die Antworten von Tuchel nach einer Stunde auf das spärliche Spiel der Dortmunder. In der 67. Minute setzte Dembélé Aubameyang perfekt in Szene, doch der Gabuner entschied sich für einen Lupfer, der im letzten Augenblick von Herthas Schlussmann abgeblockt wurde. Und das Verletzungspech schlug nach 70 Minuten erneut zu. Schmelzer musste vom Platz und wurde gegen Park ausgetauscht.

In der 75. Minute gab es Handelfmeter für den BVB, nachdem Kagawas Schuss unerlaubt mit den Händen eines Herthaners berührt worden ist. Auba trat an – und versiebte erneut. Es war einfach nicht zu fassen! Doch Auba wäre nicht Auba, wenn er nicht doch noch treffen sollte. Auf Vorlage von Dembélé traf der Stürmer in der 81. Minuten zum Ausgleich – durchaus verdient für das verbesserte Spiel des BVB nach dem Doppelwechsel.

Aufregung gab es kurze Zeit später, als Emre Mor mit roter Karte vom Platz geschickt wurde. Eine harte Entscheidung gegen den Youngster, der zuvor mehrfach hart angegangen und gefoult worden ist. Der BVB spielte die verbliebenen sechs Minuten in Unterzahl. Und auch Hertha beendete nicht das Spiel zu elft. Stocker fällte Matthias Ginter und kassierte Rot (90.).

Am Ergebnis änderte das nichts mehr. Unter dem Strich gerecht endete die Begegnung ohne Sieger. Borussia Dortmund wahrte den Heim-Nimbus und blieb auch im 25. Heimspiel in Folge ungeschlagen. Oder auch: Jung und wild stößt an Grenzen.

Knappe Kiste in Portugal

An unserem letzten Abend während unseres Herbsturlaubs in Ostwestfalen haben wir im Familienkreis den Dortmunder Auftritt in der Champions League in Lissabon geschaut. Der BVB spielte mit den beiden wiedergenesenen Sokratis und Marc Bartra in der Innenverteidigung sowie Matthias Ginter auf rechts, der den verletzten Lukas Pisczek ersetzt hat. Felix Passlack nahm auf der linken Seite den Platz vom ebenfalls verletzten Marcel Schmelzer ein.

In der Offensive wirbelten Dembélé, Pulisic, Götze und Kagawa neben Aubameyang. Auba war es auch, der nach einer feinen Einzelaktion die Führung für Schwarz-Gelb nach zehn Minuten gelang. Borussia Dortmund hatte das Spiel im Griff. Das zeigte sich auch daran, dass Sporting Lissabon erst nach 32 Minuten das erste Mal gefährlich auf Roman Bürkis Tor schießen konnte. Der Schweizer konnte den Angriff entschärfen.

Aufregung gab es in der 39. Minute, als Bürki im Strafraum behindert, Lissabon aber den Ausgleich markierte. Der Unparteiische erkannte das Foul gegen den Borussen an und versagte dem Treffer die Anerkennung. Glück für Borussia! Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Julian Weigl seinen großen Auftritt. In der 43. Minute traf der Youngster zum ersten Mal überhaupt in einem Pflichtspiel für den BVB. Mit einem komfortablen Vorsprung ging es in die Pause.

Unnötig ohne Ende war der Anschlusstreffer der Portugiesen nach 67 Minuten. Eine Rückgabe von Bartra hatte Bürki im Strafraum mit der Hand angenommen und den fälligen indirekten Freistoß nutzte Sporting zum 1:2. Kurze Zeit später kam Lukas Pisczek für Bartra und wechselte auf die rechte Seite. Zu allem Übel musste auch noch Ginter verletzt raus und wurde gegen Sebastian Rode ausgetauscht (72.). Das Spiel stand nun auf das Messers Schneide.

Nichts für schwache Nerven war die Schlussphase. Bald sieben Minuten Nachspielzeit spulte der BVB am Ende mehr oder weniger souverän herunter und sorgte mit dem Auswärtssieg für sieben Punkte in den ersten drei Spielen. Das brachte Platz eins vor Real Madrid.

Nur 3:3 beim Letzten der Liga

Im Spiel beim Tabellenletzten brachte Thomas Tuchel eine interessante Anfangself. Roman Weidenfeller stand wegen eines leichten Infekts bei Bürki erstmals seit 234 Tagen wieder in einem Ligaspiel zwischen den Pfosten, Park für Schmelzer auf links und Ramos und Aubameyang in der Offensive. Außerdem kehrte Gonzalo Castro nach seiner Verletzung zurück und spielte mit Shinji Kagawa im Mittelfeld.

Eine Standardsituation nach sechs Minuten brachte überraschend den BVB in Rückstand. Freistehend konnte Almog Cohen gegen Weide einnetzen. Weitere sechs Zeigerumdrehungen später musste der Schlussmann erneut gegen einen Schanzer retten. Was ging denn hier ab? Und es wurde noch schlimmer. Nach 24 Minuten beinahe die gleiche Situation wie vor dem 0:1. Freistoß von der rechten Seite – 0:2. Unfassbar. Unfassbar schlecht vom BVB. Was ging denn hier ab (ja, ich weiß, ich wiederhole mich…)?

Die 2:0-Führung der Ingolstädter zur Pause war schmeichelhaft. Schmeichelhaft für den BVB, der sogar ein, zwei Tore höher in Rückstand hätte liegen können. Auch wenn ich mich wiederhole: es war unfassbar schlecht von den Schwarz-Gelben.

Die zweite Hälfte begann mit einem Wechsel bei Borussia. Christian Pulisic kam für Joo-Ho Park ins Spiel. Zumindest wurde der Dortmunder Druck nun stärker. Aber zwingende Torchancen waren weiterhin Mangelware. Vielleicht änderte sich das mit der Hereingabe von Mario Götze, der in der 58. Minute für Castro ins Spiel gekommen ist.

Prompt klingelte es auch im Tor des FCI. Auf Vorlage von Dembélé traf Auba per Kopf (59.). Die Freude dauerte aber nur 4 (!) Sekunden, denn quasi im Gegenzug markierten die Hausherren das 3:1. Unfassbar. Einfach zum Kotzen. Als Adrian Ramos nach 69 Minuten zum 2:3 treffen konnte, war ich nicht wirklich optimistisch, dass für den BVB hier noch etwas geht. Zu pomadig, zu schlecht war der bisherige Auftritt der Borussia.

Nach Ramos‘ Tor waren sie plötzlich da: die Chancen für die Borussen und die Gelegenheiten, auszugleichen. Allerdings nicht wirklich zwingend und das war das Manko der Dortmunder. Folgerichtig fielen keine weiteren Tore und die Pleite beim Tabellenletzten aus Ingolstadt war amtlich. Daran änderten auch vier Minuten Nachspielzeit nichts.

Doch! Die Nachspielzeit ließ mich jubeln! In der 92. Minute sorgte Joker Christian Pulisic für den am Ende nicht unverdienten Ausgleich. Ich konnte es nicht fassen. Welch eine schlechte erste Halbzeit und welch eine fulminante Aufholjagd. Wieso nicht gleich so, Borussia? Wieso nicht?

Später Punkt gegen Copy and Paste Ingolstadt, so lautete Nicks Schlussfolgerung.

Pokal-Krimi gegen einen Zweitligisten

Was war das für ein Pokalabend. Bis zum Elfmeterschießen musste der BVB zittern, bevor der Achtelfinal-Einzug gegen Union Berlin festgestanden hat.

Dank Fußballgott aka „Der eiserne Roman“ Weidenfeller, der zwei Schüsse der Berliner parieren konnte und dank der Treffsicherheit der Borussen gab es ein Happy End für Borussia Dortmund. Ich war live mit meinem Bruder und Liam im Westfalenstadion und hier ist der ausführliche Bericht: DFB-Pokalspiel Borussia Dortmund gegen Union Berlin – wir waren live dabei.

Im neuen Jahr steht dann erneut ein Heimspiel auf dem Programm und es geht im DFB-Pokal wiederum gegen eine Mannschaft aus der Hauptstadt: Hertha BSC Berlin ist am 8. Februar 2017 zu Gast.

Nullnummer im Derby

Rotation galore beim BVB! Nur die Viererkette in der Abwehr und Mario Götze sind im Vergleich zum Pokalspiel in der Startelf geblieben. Ansonsten gab es fünf Neue. Bürki, Dembélé, Pulisic, Kagawa und Auba durften im Derby ran.

Das Derby begann körperbetont. Nach elf Minuten hatten Kagawa und Weigl bereits zwei Verwarnungen kassiert. Das war die eine schlechte Nachricht. Die andere schlechte Nachricht: Schalke machte ordentlich Dampf und war bei Kontern mehrfach gefährlich, hinzu kam eine unterirdische Zweikampfquote der Borussen.

Ein vorläufiges Fazit nach der ersten Halbzeit: die Gäste torgefährlicher, zweikampfstärker und bissiger. Borussia mit ganz viel Luft nach oben und einer Offensive, die bis dahin nicht stattgefunden hat – davon zeugen auch null (!) Torschüsse. Nach der Pause musste sich einiges ändern bei Dortmund. Ach 52 Minuten konnte die erste Chance für den BVB notiert werden, als Dembélé die Hereingabe von Lukas Pisczek nur an die Latte donnerte. Und auch danach lief es chancenmäßig deutlich besser für die Hausherren – nur Tore fielen keine.

Raphael Guerreiro kam in der 71. Minute für Felix Passlack und der Portugiese sollte auf der linken Seite für zusätzlichen Druck sorgen. Kurze Zeit später hatte Mario Götze die riesengroße Gelegenheit zur Führung, aber Fährmann rettete (73.). Nicht mal 60 Minuten später war es Pulisic, der in letzter Sekunde am Abschluss gehindert wurde.

Borussia Dortmund war nicht wiederzuerkennen und hätte den Derbysieg längst verdient. Elf Minuten vor dem Ende kam André Schürrle nach seiner Verletzungspause für Kagawa. Außerdem ersetzte Sebastian Rode Dembélé (86.). Tore fielen allerdings keine mehr und es blieb beim torlosen Unentschieden.

Fazit: Wenn es kein Derby wäre, wäre es auch halb so schlimm.

Zittersieg gegen Lissabon – willkommen im Achtelfinale!

Überraschungen gab es im vierten Spiel in der Königsklasse. Guerreiro und Castro kehrten zurück, doch Aubameyang war aus internen Gründen nicht im Kader, sondern fand sich auf der Tribüne wieder. Mit einem Heimsieg konnte der BVB schon am vierten Spieltag den Einzug ins Achtelfinale der Champions League klar machen.

Als Christian Pulisic bereits nach vier Minuten im Strafraum gelegt worden ist, gab es den berechtigten Elfmeter nicht. Das fing ja gut an. Aber Zynismus adé: Ja, das fing wirklich gut an. Eine butterweiche Flanke von Matthias Ginter verwandelte Adrian Ramos mit dem Kopf zur Führung nach zwölf Minuten.

Sporting ließ sich davon aber nicht beirren und hatte mehrere gute Chancen, die unter anderem von Roman Bürki und Marc Bartra vereitelt worden sind. Nach einem klasse doppelten Doppelpass auf engstem Raum zwischen Mario Götze und Pulisic verhinderte nur die Querlatte das 2:0 für die Borussia (34.). Mein Fazit zur Halbzeit war eindeutig:

Nach dem Seitenwechsel kam André Schürrle für Dembélé ins Spiel. Allerdings zeigte der BVB nun auch wieder seine hässliche Fratze mit Fehlern im Spielaufbau, Schnitzern in der Abwehr und einiges mehr. Dortmund konnte von Glück sagen, dass die Portugiesen ihre Chancen nicht nutzen konnten.

Am Ende zitterte sich der BVB zum knappsten aller Siege. Wieso es den Leistungseinbruch in Halbzeit 2 gab, vermochte niemand zu sagen. Aber Schwamm drüber, das Achtelfinale in der Champions League war eingetütet.
champions league tabelle gruppenphase borussia dortmund bvb 4. spieltag

Nick nennt Drei Punkte zu Dortmund v Sporting. Und Patrick analysiert: Wirbel um Aubameyang offenbart Kratzer in der heilen BVB-Welt.

Borussia kann doch noch in der Liga gewinnen

Nach vier sieglosen Spielen mit einer Niederlage und drei Unentschieden ging es am zehnten Spieltag ausgerechnet gegen den Angstgegner Hamburger SV. Vier Umstellungen gab es bei Schwarz-Gelb. Neben Pierre-Emerick Aubameyang, der nach der Suspendierung gegen Lissabon in den Kader zurückgekehrt ist, kamen auch Sebastian Rode, Emre Mor und Lukas Pisczek in die Startelf.

Das siebte Spiel innerhalb von 23 Tagen war gleichzeitig auch das letzte vor der Länderspielpause. Und die Borussia durfte früh jubeln. Nach einer klasse Kombination über Christian Pulisic und Emre Mor konnte Aubameyang nach nicht einmal vier Minuten zum achten Mal in dieser Saison einnetzen.

Und 19 Minuten später gab es eine Duplizität der Ereignisse. Diesmal über links, als Emre Mor einen Patzer der Hanseaten zum Pass auf Auba nutzen konnte und der Gabuner routiniert zum 2:0 einschieben konnte. Das Motto hieß heute „Aufbaugegner mal anders“. Nicht der BVB baut den HSV auf, sondern die Hamburger die Westfalen.

Auba hatte aber noch nicht genug und markierte vier Zeigerumdrehungen später mit seinem Hattrick das 3:0 – drei Tore innerhalb von weniger als 24 Minuten und Saisontreffer Nummer 10. Wahnsinn! Es dauerte bis zur 41. Minute, ehe die erste Torchance für den Hamburger SV notiert werden konnte. Ansonsten war von den Nordlichtern nicht viel zu sehen – abgesehen von eklatanten Abwehrschnitzern und Unzulänglichkeiten.

Die zweite Halbzeit begann grandios. Ich mache es kurz: Aubas viertes Tor, 4:0 für Dortmund und Saisontor 11 für Dortmunds Stürmer (48.). Nicolai Müllers Anschlusstreffer (hahahaha) nach 55 Minuten war nur ein Ausrutscher. Denn das 2:4 des HSV nach einer Stunde wurde vom Schiedsrichter wegen Foulspiels nicht anerkannt.

Andre Schürrle und Ousmane Dembélé wurden nach 68 Minuten gegen Pulisic und Mor ausgetauscht und sollten die etwas lethargisch spielenden Borussen in Schwung bringen. Acht Minuten später konnte sich Dembélé bereits in die Torschützenliste eintragen und es stand 5;1 für den BVB. Sokratis konnte nach einem Foul vom eigenen Mann nicht mehr weiterspielen und wurde von Felix Passlack ersetzt. Die Binde des Spielführers wanderte zum vierfachen Torschützen aus Gabun (81.). Und der Youngster musste gleich mitansehen, wie Müller zum zweiten Mal traf – 2:5 (82.).

Am Ende war er da, der Auswärtssieg. Beim Angstgegner. Nach vier Spielen ohne Sieg hat sich für Dortmund das Blatt nun gewendet und es sind dank „Uns Auba macht es vierfach“ in Hamburg vier Spiele ohne Niederlage. Nach der Länderspielpause gibt es mit dem Tabellenführer Bayern München eine echte Bewährungsprobe für die Schwarz-Gelben am elften Spieltag.

Die Lage nach dem zehnten Spieltag

Nach dem zehnten Spieltag sind die Dortmunder Borussen Fünfter mit 18 Punkten und 25:12 Toren sechs Punkte hinter Tabellenführer Bayern München und zwei Zähler hinter Hoffenheim auf Rang drei.

Bis zur Winterpause am 16. Spieltag gibt es mit München zu Hause, in Hoffenheim, in Frankfurt und in Köln gleich vier hochkrarätige Gegner aus dem ersten Drittel der Tabelle. Und auch die Spiele gegen Gladbach und Augsburg daheim werden keine Selbstläufer.
Borussia Dortmund Saison 2016 2017 Saisonverlauf 10. Spieltag Chart Fieberkurve

Autor: Marc

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