Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Blogparade: NRW – Leben zwischen Rhein und Weser

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Selten hat eine Überschrift mein bisheriges Leben besser auf den Punkt gebracht als Brittas Blogparade mit dem Titel „Leben zwischen Rhein und Weser„.


Denn meine bisherigen, bald 42 Lebensjahre haben sich exakt in dieser geografischen Spanne abgespielt. Aber der Reihe nach – insbesondere für die Menschen, die den Ostwestfalen im Rheinland noch nicht so genau kennen.

Ich bin ein Nordrhein-Westfale durch und durch

In meinen Adern fließt sowohl ostwestfälisches als auch Ruhrgebietsblut, denn meine Oma mütterlicherseits stammt aus dem östlichen Ostwestfalen, während der Vater meiner Mutter aus Dortmund und der Vater meines Vaters aus Recklinghausen stammen. Ganz obendrein pumpe ich auch noch Blut aus Schlesien in meinen Adern, denn die Mutter meines Vaters stammt aus jenem Landstrich und wurde gegen Ende des zweiten Weltkriegs aus dem Osten vertrieben und fand im nördlichen Ruhrpott eine neue Heimat.
Das dritte und letzte Kapitel der nordrhein-westfälisch umspannten geografischen Herkunft habe ich dann selbst aufgeschlagen, als ich 1997 aus dem Kreis Höxter ins mehr als 210 Kilometer entfernte Düsseldorf gezogen bin. Ein gutes Jahr habe ich in der Landeshauptstadt gewohnt, ehe es mich wieder in ländliche Gefilde gezogen hat. Büttgen am Niederrhein, ein kleiner Ort mit etwas mehr als 6.000 Einwohnern, sollte für die Jahre 1998 bis 2005 meine neue Heimat werden.

Damals bin ich mit meiner Freundin in das große Dorf zwischen Neuss und Mönchengladbach gezogen. Jene Frau, die ich am 30.06.2000 in Ostwestfalen geheiratet habe und die im April 2003 in Neuss unseren ersten Sohn auf die Welt gebracht hat. Nachdem wir im August 2005 einen Ort weiter westlich nach Kleinenbroich ins eigene Heim gezogen sind, hat unser zweiter Sohn im November 2006 die vierköpfige Familie komplettiert.
In den Adern meiner beiden Jungs fließt also alles an nordrhein-westfälischem Blut, was es gibt: Rheinland, Westfalen und Ostwestfalen – nur die lippische Rose fehlt ganz streng genommen noch (wobei ich nicht ausschließen möchte, dass der eine oder andere entfernte Verwandte nicht auch aus dieser Gegend stammt).

Was unterscheidet den Westfalen vom Rheinländer?

Als waschechter Ostwestfale habe ich vielleicht mehr von dem trockenen Humor des Rüdiger Hoffmanns als von dem geselligen Humoristen Willy Millowitsch.

Der Westfale hält, was der Rheinländer verspricht.

Dieses Bonmot gefällt mir, bringt es doch die unterschiedlichen Mentalitäten des Rheinlands und Westfalens auf den Punkt. Und wie so oft ist natürlich eine Prise Übertreibung im Spiel. Der sture Westfale ist genauso ein Stereotyp wie der froh gelaunte Rheinländer.
Dennoch kann ich diese Unterscheidung durchaus unterschreiben und mit eigenen Erlebnissen untermauern. Allerdings würde das den Rahmen dieses Textes sprengen und vielleicht nehme ich den Faden in Zukunft noch einmal auf.
Ich mag beide Sorten Mensch. Sowohl den Rheinländer, mit dem man schnell in Kontakt kommt, als auch den Westfalen, der oftmals gar nicht so stur, sondern einfach nur ein wenig zurückhaltender als andere Menschen ist. Und ich weiß, wovon ich rede.

Nordrhein-Westfalen ist mehr als nur ein Bundesland für mich

Für mich ist Nordrhein-Westfalen Heimat, (Kurz-)Urlaubsland und Wohlfühl-Ort in einem. Auch wenn mir in meiner näheren Umgebung die Berge fehlen, so ist die Eifel und das Bergische Land doch nah und in kurzer Zeit erreichbar. Ich fühle mich sehr wohl in NRW und kann mir – mit Ausnahme von Hamburg und der Ostsee keine andere Gegend vorstellen, in der ich dauerhaft leben möchte.
Insbesondere hier am Niederrhein lebt es sich verdammt gut. Das Wohnen ist (noch?) bezahlbar, die kleineren Städte bieten einen hohen Wohlfühlfaktor und ermöglichen jungen Familien ein ideales Umfeld mit Kindergärten und Schulen. Radfahrer und Läufer freuen sich über die ländliche Idylle mit zahlreichen Radwegen und vielfach unberührter Natur.
Die Großstädte wie Köln (ja, Köln!) und Düsseldorf sind innerhalb einer halben Stunde mit dem Auto oder der Bahn bequem erreichbar und das Ruhrgebiet mit seinen Halden, Industriedenkmälern und zahlreichen Freizeitmöglichkeiten lockt auch mit Ausflugszielen am laufenden Band. Wer es lieber hügeliger mag, ist rasch im Bergischen Land, der Eifel oder auch im Sauerland.

Und Deine Geschichte?

Britta hat auf ihrem Blog kompakt zusammengefasst, wie auch Du an der Blogparade teilnehmen kannst:

Was müsst ihr machen, um an der Blogparade teilzunehmen? Ganz einfach: Teilt eure Erinnerungen, Erlebnisse oder was ihr sonst noch mit dem viertgrößten Bundesland verbindet.

Verlinkt im Text bitte auf diesen Post und gebt mir parallel eine kurze Rückmeldung. Ich werde alle teilnehmenden Blogposts hier verlinken.

Die Blogparade läuft bis zum 18. September 2016.

Ich freue sehr auf eure Eindrücke und Ansichten.

Schade finde ich, dass bisher so wenige Blogger an dieser wunderbaren Parade teilgenommen haben. Vielleicht wird die Aktion noch um einige Wochen verlängert, das wäre klasse. Also: spread the word!

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

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