Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Zeig mir Deine Welt Reportage Dokumentation ARD

Mitgefühl statt Mitleid: Zeig mir deine Welt mit Kai Pflaume in der ARD

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Zeig mir deine Welt – so lautete die Aufforderung von Fernseh-Moderator Kai Pflaume im Herbst 2015 an sechs Menschen.

Der „Nur die Liebe zählt“-Glücksbote hat sich mit diesem Appell an junge und „mittelalte“ Frauen und Männer zwischen 19 und 55 Jahren gewandt, die ein gemeinsames Schicksal eint: sie sind todkrank und haben (vermutlich) nicht mehr lange zu leben. Darmkrebs, ALS, bösartige Tumore und Bauchspeichelkrebs sind nur einige der todbringenden Krankheiten, die das Leben der Sechs drastisch verändert haben.

In zwei Teilen hat die ARD „Zeig mir deine Welt“ am vergangenen Dienstag und Mittwoch ausgestrahlt und ich bin eher zufällig beim Zappen am Mittwoch Abend in Episode 2 hineingestolpert – und war sofort von dem Format gefesselt.
Zeig mir Deine Welt Reportage Dokumentation ARD

Keine Angst vor dem Tod

Kai Pflaume stellt unter Beweis, dass er mehr kann als seichte Unterhaltung, die in Glückseligkeit schwelgt. Er stellt sich den Gesprächen mit den starken Protagonisten, ohne sie dabei bloßzustellen und ohne den Gedanken an Mitleid in den Vordergrund zu stellen. Mitgefühl ja, Mitleid nein – auch diese Einstellung eint alle Todkranken, die in der Reportage vorgestellt werden.

Ganz besonders hat mich die Antwort auf eine Frage berührt. Als Pflaume den drei Frauen und den drei Männern die Frage stellt, ob sie Angst vor dem Tod haben, antworteten alle ohne Ausnahme mit einem deutlichen Nein. Den Tod von ihnen fürchtet niemand. Doch die Sorge um den Ehepartner, die Kinder und die Eltern ist das, was sie traurig macht. Sie sorgen sich, dass ihre Lieben das Leben nach dem Unausweichlichen nicht aushalten und daran zugrunde gehen.

Mitgefühl statt Mitleid

„Zeig mir deine Welt“ ist eine Dokumentation, die ans Herz geht und berührt. Weniger wegen des Empfindens von Mitleid, sondern aufgrund der Stärke, die die Kranken zeigen und leben. Der unbändige Wille, leben zu wollen und den Kampf für das Leben trotz so vieler Rückschläge niemals aufzugeben, das hat mich nachhaltig beeindruckt und beschäftigt mich noch immer.

In der Mediathek der ARD sind die beiden Folgen bis zum 5. Juli 2016 abrufbar. Wer „Zeig mir deine Welt“ noch nicht gesehen hat, sollte dies schleunigst nachholen.

Autor: Marc

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