Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Ich bin jetzt Läufer – Woche 73

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Vier anstelle der obligatorischen drei Laufeinheiten standen bei mir in Laufwoche 73 auf dem Programm.

Zwar war die vierte Einheit absolut freiwillig, aber auch dem Umstand geschuldet, dass ich in der Folgewoche beruflich und privat bedingt nur zweimal die Laufschuhe schnüren kann. Und schön war´s obendrein 🙂

Erneuter Lauf am Morgen

Die Martinswoche ist traditionell vollgepackt mit Terminen. Am Dienstag ist die Fackelausstellung der Grundschule, am Donnerstag der Laternenumzug und am Mittwoch hat der jüngste Sohn Geburtstag. Damit fallen drei Tage zum Laufen aus und ich muss mich um diese Feierlichkeiten herumorganisieren.

Das ist auch der Grund, weshalb der erste Lauf der Woche am Dienstag Morgen gegen halb sieben stattgefunden hat. Bei 14 Grad und ein wenig Wind war es um diese Zeit noch dunkel, so dass ich das erste Mal in dieser zweiten Jahreshälfte mein LED-Armband eingesetzt habe, um auf den Feldwegen als Läufer erkannt zu werden.

Gegen kurz nach sieben dämmerte der Morgen und ich konnte auf die Zusatzbeleuchtung verzichten. Die erste Hälfte der Strecke lief gut, doch ab Kilometer sechs musste ich gegen den Wind ankämpfen, das war alles andere als angenehm und hat sich negativ auf meine Geschwindigkeit ausgewirkt.

Aber egal, das Laufen tat gut und war ein prima Muntermacher. Erneut habe ich erleben dürfen, dass Läufe am Morgen und die Dusche danach absolut erfrischend und ein guter Start in den Tag sind. Das schreit förmlich nach einer Wiederholung 🙂

Schneller Lauf vor dem Sankt Martins-Umzug

Kinder, was für ein Stress! Um halb vier bin ich am Donnerstag aus dem Büro nach Hause gekommen, direkt in die Laufklamotten geschlüpft und raus in die Felder geflitzt. Weil der Umzug an Sankt Martin bereits um halb sechs an der Schule gestartet ist, war das Zeitfenster extrem knapp.

Von kurz nach halb vier bis kurz nach halb fünf bin ich die 10,3 Kilometer in einer Sub 54 gelaufen und direkt unter die Dusche gehüpft. Anschließend ging es mit den Kids Richtung Grundschule, um die leuchtenden Laternen der Kinder zu begutachten.

Wenn ich dieses Mal auch mein normales Trainingspensum unterschritten habe, bin ich zufrieden, dass ich den Lauf überhaupt noch terminlich unterbringen konnte.

Im Regen laufen ist absolut geil

Wieso bin ich nicht am Samstag Vormittag gelaufen, als die Sonne geschienen hat? Das habe ich mich gefragt, als ich am Nachmittag um viertel vor vier bei frischen zehn Grad losgelaufen bin. Denn vormittags war das Wetter sonnig und bestens zum Laufen geeignet. Doch es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung.

Mit Langarmshirt, kurzen Tights und zum zweiten Mal mit den neuen Salomon X-Scream 3D war ich bestens präpariert. Zur Sicherheit hatte ich noch die Brooks Regenjacke mitgenommen, die ich bei Bedarf überziehen könnte, wenn der Nieselregen stärker wird. Wie schon am vergangenen Sonntag habe ich mich direkt in den Salomons wohlgefühlt. Und nicht nur das.

Die sogenannten City-Trail-Schuhe avancieren für mich zu wahren Rennschuhen, denn das flinke Laufen klappt einfach von alleine. Inzwischen habe ich auch die Quicklace Schnürung drauf, die anfangs etwas knifflig war. Die ersten sechs Kilometer habe ich mit einer Sub 30 absolviert und war zu diesem Zeitpunkt froh, dass ich vorausschauend meine Regenjacke mitgenommen hatte. Der Regen wurde stärker und die Suppe lief mir in die Klamotten. Die widrigen Wetterbedingungen wirkten sich nicht auf meine Laufleistung aus. Im Gegenteil.

Nach der Sub 50 auf zehn Kilometer folgte die Sub 55 auf elf Kilometern, ehe ich die Sub 60 auf zwölf Kilometern knapp verpasst habe. Sicherlich lag das auch an der Laufstrecke. Die Route entlang des Nordkanals ist inzwischen zu meiner Rennstrecke avanciert. Es lief heute einfach rund und da konnte mir auch der Dauerregen nichts anhaben.

Mit Rage against the Machine gegen den peitschenden Regen

Achtzehn Stunden nach meinem letzten Lauf über fünfzehn Kilometer ging es bereits am Sonntag Vormittag wieder auf die Laufstrecke. „Schuld“ daran war meine Liebste, die nach zweieinhalb Wochen krankheitsbedingter Lauf-Abstinenz endlich wieder in die Laufklamotten geschlüpft war. Das war auch dringend nötig, denn Annes Laune wurde von Tag zu Tag schlechter, wenn sie nicht laufen konnte.

Weil es an diesem Tag im Vergleich zum Vortag zwar mit 17 Grad deutlich wärmer und trocken, aber auch stürmischer war, sind wir gemeinsam mehr als vier Kilometer innerhalb des Ortes gelaufen. Während Anne normal gelaufen ist, habe ich mich am Lauf-ABC versucht und einige Elemente ausprobiert. Nach 4,3 Kilometer ging es für meine Frau heimwärts und ich habe noch acht Kilometer über die Felder drangehangen.

Nach sechs, sieben Kilometer habe ich den gestrigen Lauf ordentlich in den Beinen gespürt, doch so schlimm war es nicht, als dass ich ans Aufgeben denken musste. Allerdings hat mir der stürmische Wind ordentlich zugesetzt. Als dann auch noch auf dem letzten Kilometer peitschender Regen in mein Gesicht geknallt ist, war es um mich geschehen.

Mit einem lauten FUUUUUCK habe ich gegen den Sturm und die Nässe angekämpft und dabei auf die Unterstützung von Rage against the Machine setzen können. „Killing in the Name“ beflügelt meinen Ehrgeiz und ließ mich erschöpft, aber glücklich daheim ankommen.

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014 und unter #ProjektLaufen2015.

Autor: Marc

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