Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Rezension: Nervensägen – So zähmen Sie schwierige Typen im Berufsalltag von Gabriele Cerwinka und Gabriele Schranz

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Jeder kennt sie, jedem gehen sie auf den Keks: nervige Kolleginnen und Kollegen, die im Büro, am Arbeitsplatz oder generell im Alltag tierisch Kraft kosten und denen man am liebsten aus dem Weg geht.

Gabriele Cerwinka und Gabriele Schranz haben der Spezies „Nervensägen“ ein ganzes Buch gewidmet. In Nervensägen: So zähmen Sie schwierige Typen im Berufsalltag geht es um jene Menschen, die nach der Lektüre des Buches womöglich in einem anderen Licht gesehen werden.

Denn es gilt, „den Blick auf unsere Mitmenschen zu richten und sie mit all ihren Eigenheiten und Besonderheiten als das zu akzeptieren, was sie sind: vielschichtige, interessante und einmalige Wesen.“

Nervensägen Cover Linde Verlag Rezension ProdukttestUnd dieses Zitat, das das zweite Kapitel beendet, macht deutlich, worum es den beiden Autorinnen geht: es geht nicht darum, die Nervensägen zu stigmatisieren oder ihnen ihre Marotten auszutreiben. Vielmehr geht es darum, die eigenen Sinne zu schärfen und die problematischen Situationen aus mehreren Perspektiven zu betrachten.

Doch bevor die schwierigen Typen im dritten Kapitel, dem Herzstück, detailliert charakterisiert werden, gibt es zu Beginn einen Rückblick auf die jahrhunderte alte Gesichte der Menschenerkennung und -einteilung in Stereotype.

Im zweiten Kapitel wird deutlich, dass vermeintliche Nervensägen nicht immer schwierig gewesen sein müssen und es Gründe für ihr Verhalten gibt, weil jeder Mensch sein Leben lang verschiedene Rollen hat und diese ausfüllt. Anschließend gehen Cerwinka und Schranz der Frage nach, worin schwierige Situationen und ihre Ursachen begründet liegen.

Das Herzstück der über 210 Seiten langen Abhandlung bildet Kapitel vier. Auf 130 Seiten werden neun Nervensägen unter die Lupe genommen. Vom Angeber über den Nörgler und Machthungrigen bis hin zum Harmoniesüchtigen und der Nervensäge par excellence, dem Zyniker, reicht die Palette der unangenehmen Zeitgenossen, die ihre Mitmenschen viel Energie kosten können.

Jeder Typus wird ausführlich anhand seines Verhaltens im Berufsalltag beschrieben. Dazu gibt es praktische Erklärungen in Form von Fallstudien und Tipps und Hinweise zum Umgang mit den Nervtötern. Anhand der Merkmale Verhaltensweise, Körpersprache, Entwicklungsgeschichte und Tipps zum Umgang wird jeder der neun Nervensägen geclustert.

Viele Beispiele aus der Praxis machen Nervensägen: So zähmen Sie schwierige Typen im Berufsalltag lebhaft und die Anregungen und Hinweise greifbarer. Doch bei allem gilt: das Buch kann die Nervensägen nicht mundtot machen; es geht vielmehr darum, den richtigen Umgang mit ihnen zu lernen und sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.

Die beiden Autorinnen geben dem Leser eine Vielzahl von Tricks und Kniffen sowie Handlungsalternativen an die Hand, damit Nervensägen künftig weniger nervig sind. Der ultimative Tipp von Cerwinka und Schranz lautet deshalb auch: den Umgang bewusst gestalten und das Handeln aktiv selbst bestimmen.

Denn: wer auf Nervensägen nur abwehrend reagiert, hat bereits verloren!

Autor: Marc

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