Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Unverdiente Niederlage dank Wolfgang Stark: Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 2:3 (1:2)

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Das letzte Heimspiel des unglaublichen Fußballjahres 2012 bescherte Borussia Dortmund mit dem VfL Wolfsburg einen Lieblingsgegner.

Schließlich zählt die Bilanz gegen die abstiegsbedrohten Niedersachsen zu einer der besten in der Geschichte des BVB.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte nach dem überzeugenden Sieg in der Champions League gegen Manchester City in den verbleibenden drei Spielen des Jahres drei Siege gefordert. Gegen Wolfsburg sollte heute das erste Teilziel erfolgreich absolviert werden.

 Ich konnte die erste Hälfte bei winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht live vor dem Fernseher verfolgen, weil Liam parallel ein Handball-Ligaspiel in Mönchengladbach zu bestreiten hatte.
Trainer Jürgen Klopp musste erneut auf Neven Subotic verzichten, für ihn durfte erneut Tele Santana auf’s Feld. Im Mittelfeld wirbelten Kuba, Mario Götze und Marco Reus und im Sturm durfte Robert Lewandowski von Beginn an ran. Doch dank Twitter und dem Live-Ticker von kicker.de war ich bestens versorgt.

Noch bevor bei Liams Handballspiel um 15:40 Uhr der Anpfiff erfolgt ist, konnte ich auf der Tribüne jubeln: nach Foul an Mario Götze war es wieder einmal Marco Reus, der den Führungstreffer für Borussia mit einem sehenswerten direkten Freistoß erzielen konnte. Auch danach dominierte Dortmund das Spiel – nur das zweite Tor wollte nicht fallen. Treffend beschrieb es der Live-Ticker vom kicker: “ Dortmund hat gefühlte 80 Prozent Ballbesitz. Wolfsburg findet offensiv nicht statt. Einziges Manko aus Sicht der Borussia: Es steht nur 1:0.“

Eine Fehlentscheidung vom Unparteiischen sorgte für die Wende. Marcel Schmelzer kassierte in der 35. Minute wegen eines angeblichen – aber nicht erfolgten – Handspiels im Strafraum die rote Karte. Wolfgang Stark aus München hinterließ mit diesem Irrtum einen ganz faden Beigeschmack. Diego verwandelte den Elfmeter zum Ausgleich (36.). Und es kam noch schlimmer: Naldo brachte die Golfsburger vier Minuten nach dem 1:1 sogar in Führung.

Zur Halbzeit war ich wirklich wütend über Wolfgang Stark, denn dem „falschen“ Handspiel und dem Platzverweis (der Ball prallte von Schmelzers Oberschenkel ab!) war zudem eine Abseitsstellung der Wolfsburger vorausgegangen. Und auch das 2:1 war aus einer Abseitsposition entstanden. Kann ein Spiel ungerechter verlaufen? Es war nicht zu glauben.

Dem Halbzeitfazit vom kicker hatte ich nichts hinzuzufügen: „Wolfsburg führt 2:1 und weiß eigentlich gar nicht warum. Der BVB dominierte die Partie 35 Minuten klar, ehe der vorher offensiv nicht stattfindene VfL zweimal zuschlug und beim 1:1 von einer doppelten Fehlentscheidung profitierte.“

Jürgen Klopp stellte nach der Pause um und brachte Ivan Perisic für Moritz Leitner. Inzwischen war Liams Handballspiel beendet und wir waren auf der Rückfahrt. In der 61. Minute dann Elfmeter für Dortmund. Lewandowski war im Strafraum gefoult worden und Kuba gelang der mehr als verdiente Ausgleich zum 2:2.

Leider währte die Freude nur kurz, denn der VfL ging erneut in Front. 3:2 hieß es zwölf Minuten nach dem Ausgleich. Doch Trainer Klopp gab sich noch nicht geschlagen und brachte mit Schieber für Kuba in der 81. Minute einen weiteren Stürmer. Die letzte Gelegenheit zum Ausgleich gab es in der Schlussminute. Erneut Reus war es, dessen Freistoß von Benaglio aus dem rechten Toreck gepflückt werden konnte. Das Powerplay der Borussia blieb unbelohnt.

Diese Niederlage war genauso ungerecht wie unnötig. Wolfgang Stark hatte heute maßgeblichen Anteil daran, dass der BVB den Platz nicht als Gewinner verlassen konnte. Andererseits hatte es die Elf versäumt, die sechs Torchancen der ersten halben Stunde in Tore umzumünzen. Schon da hätte Golfsburg vom Platz geschossen werden müssen.

Autor: Marc

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