Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Allgäu – Tagebuch, Tag 2: das erste Rodel – Erlebnis, die Breitachklamm und warme Küche

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Unsere beiden Jungs meinten es gut mit uns und ließen uns bis kurz nach halb acht schlafen. Ich war überrascht, dass ich trotz fehlender Heizung nicht mit Eiszapfen in der Nase aufgewacht bin und die Fleece-Jacke über dem Schlafanzug sogar überflüssig war.

Nachdem wir das Frühstück und die „Katzenwäsche“ im sehr kalten Badezimmer erledigt hatten, trieb es uns hinaus in den Schnee. Vor das Schnee-Vergnügen hatten die Götter aber das Ankleiden der Schneehosen und Schneejacken und Schneeschuhe gesetzt. Und am Ende waren wir länger als erwartet mit der „Anpüngelei“ der Klamotten beschäftigt als wir gedacht hatten. Um halb elf ging es dann endlich hinaus in die weiße Pracht und Liam wälzte sich direkt erst einmal den Berg an unserer Ferienwohnung hinunter.

Anschließend wanderten wir zu dem Berg am Ortsausgang, der neben einer Skischule für Groß und Klein auch einen Rodelberg beheimatet. Meine Eltern waren inzwischen auch aus Obermaiselstein angereist und beobachteten unser Treiben. Als erstes fuhr ich mit jedem der Jungs einzeln den Berg hinunter und wir hatten Spaß ohne Ende: der Himmel war blau, die Sonne schien warm und der Schnee war klasse. Auch meine Eltern und Anne ließen es sich nicht nehmen, mit den Kids den Berg hinunterzujagen.

Gegen halb eins waren wir zurück in unserer Ferienwohnung und wärmten uns mit einem heißen Tee auf. Danach fuhren wir Richtung Breitachklamm. Als erstes gab es deftiges bayerisches Essen (Allgäuer Käseschnitzel, Hirschbraten, Schweinebraten) zur mittäglichen Stärkung, ehe wir uns um viertel vor drei in die Schlucht aufmachten, durch die der Fluss Breitach fließt. Mein Vater hatte Luke an der Hand und sicherte ihn zusätzlich mit einem Spanngurt ab, da die Wege hoch durch die Klamm oftmals vereist und rutschig waren.

Erinnerungen kamen in uns auf: 1981 war ich mit meinen Eltern im Sommer in Sonthofen im Urlaub. Mein Bruder war damals fast genauso alt wie Luke jetzt und Liam ist exakt so alt wie ich seinerzeit gewesen – Parallelität der Ereignisse! Auch daher war die Wanderung durch die Breitachklamm an diesem Tag etwas ganz Besonderes für uns.

Wir brauchten für die gut 2,5 km lange Strecke eineinhalb Stunden. Mich beeindruckte, dass unsere beiden Jungs den gesamten Weg geduldig und ausdauernd mitgelaufen sind. Das war klasse! Die Klamm ist einfach beeindruckend und unbeschreiblich.

Nach der Wanderung fuhren wir mit meinen Eltern nach Obermaiselstein, um deren Ferienwohnung zu inspizieren und nahmen meine Mum danach mit nach Fischen, um einzukaufen. Nach mühseliger und zeitintensiver Suche fanden wir dann doch einen Supermarkt, um unsere Kühlschränke zu füllen. Als wir in unsere Ferienwohnung zurückgekehrt sind, gab es eine Überraschung: alle Heizungen funktionierten, da der Techniker ein defektes Ventil ausgetauscht hat. Wärme in allen Zimmern – was für ein herrlicher Abschluss dieses Tages!

Autor: Marc

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