Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Element of Crime – englischer Bandname und deutsche, tiefgründige Texte

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Bezogen auf Musikrichtungen bin ich sehr breit interessiert. Von Klassik über Schlager, von Pop zu Rock und Alternative zu Nu Metal bin ich für alle Arten von Klangteppichen zu begeistern. Ich mag also nicht nur den Top 40-Mainstream, der tagein, tagaus über die Radiowellen läuft, sondern kann mich auch besonders für ungewöhnlichere Tracks und Texte interessieren.

So gelangte ich vor drei Jahren bereits zu der Band „Kettcar“, die mich begeisterte. Im Zuge dieser sogenannten „Hamburger Schule“ entdeckte ich weitere Musik-Perlen, die dem breiten Publikum eher verborgen bleiben. Umso verwunderlicher, dass sich Element of Crime bislang hartnäckig vor mir verstecken konnten.

Manchmal dauert es halt länger, bis man die Juwelen entdeckt. Wenn auf dem Radiosender 1live von „Element of Crime“ die Rede war, dachte ich eher an harte Gitarrenriffs mit krassen, englischen Texten. Doch weit gefehlt! Die Band um Sven Regener komponiert feine, eingängige Melodien, die direkt ins Ohr gehen und sich dort einnisten.

Die Texte sind einfach phantastisch und von einer tiefen Metaphorik geprägt. Viele Musikstücke muss ich mir mehrmals anhören, um ihre Intention zu ergründen, und selbst beim zehnten Anhören entdecke ich Neues.

Mein derzeitiges Lieblingslied von Element of Crime ist „Am Ende denk ich immer nur an Dich“. Jedes Mal, wenn ich dem Lied lausche, spielt sich vor meinem geistigen Auge ein Film ab, der die Worte in eine Geschichte verwandelt:

Auf einem Spielplatz ruft ein Kind nach seiner Mutter

Damit die sieht, wie hoch das Kind schon schaukeln kann

Und es wirft die Beine vor und hoch zum Himmel

Bis ein Schuh davonfliegt und der landet dann

Auf einem Auto, das am Straßenrand geparkt ist

Auf dessen Windschutzscheibe „Schwein“ geschrieben steht

Und das, metallic-braun und glatt wie deine Haare,

Genau wie du sein wahres Alter nicht verrät

Chorus:

Ganz egal, woran ich gerade denke

Am Ende denk ich immer nur an dich

Verse 2:

Die deutsche Mutter stürzt nach vorn in heller Panik

Und übersieht dabei ein Kindesbein im Sand

Und schlägt lang hin, da lacht der Kindesbeinbesitzer

Der hat ein Erdbeereis in seiner rechten Hand

Das hängt bedenklich schräg nach vorn in seiner Waffel

Und tropft sich selbst verschwendend auf die Haute Couture

Am Leib des ganzen Stolzes seiner schönen Eltern

Und wird zu Dreck dort, genau wie ich bei dir

Chorus:

Ganz egal, woran ich gerade denke

Am Ende denk ich immer nur an dich

Solo: Chords from the verse.

Verse 3:

Warum blutet Mutter aus der Nase?

Warum ist ihr Kind so dumm wie klein?

Darf ein Metallic-braunes Auto denn da parken?

Und warum kann ich ohne dich nicht glücklich sein?

Wie viele Erdbeereise muss der Mensch noch essen

Bevor er endlich einmal sagt: Ich bin dafür

Die böse Tat des Beinestellens zu unterlassen

Und darf ich irgendwann nochmal zurück zu dir

Chorus:

Ganz egal, woran ich gerade denke

Am Ende denk ich immer nur an dich

Ganz egal, woran ich gerade denke

Am Ende denk ich immer nur an dich

Wer sich selbst von Element of Crime überzeugen möchte, findet eine Vielzahl von Alben bei amazon.de:

Autor: Marc

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3 Kommentare

  1. Moin,wenn Du mal wieder ein gutes Buch lesen möchtest kann ich Dir auch wärmstens die Trilogie "Herr Lehmann", "Neue Vahr Süd" und "Der kleine Bruder" empfehlen, wobei die ersten beiden am stärksten sind.Die gibt es auch bei uns hier in der Bücherei wie ich gerade sehe.

  2. Ich bin damals auch über "Herr Lehmann" auf Elements of Crime aufmerksam geworden. Die letzte CD ist wahrhaftig und einfühlsam. Ich kann übrigens auch die neue CD von Marius Müller-Westernhagen empfehlen. Weit besser als ich befürchtet hatte.

  3. Habe die Gruppe (mit dem Titel) letztens bei Inas Nacht gesehen. Schöne Stimme.

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