Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Blogparade: Wie vereint ihr Beruf und Kinder?

Maja, die hier im Blog bereits als Gastautorin, lädt zu einer Blogparade mit einem spannenden Thema ein: wie klappt es mit der Vereinbarkeit von Beruf und Kind?

Im Rahmen der Parade möchte die Kölnerin gern wissen, wie ich Berufsleben und Kinder in Einklag gebracht habe:

Habt ihr Elternurlaub genommen? Habt ihr weitergearbeitet? Hat sich eure Frau um die Kinder gekümmert oder hat sich euer Mann dafür nicht interessiert? Habt ihr eine Tagesmutter gehabt? Wie sah der Alltag mit den Kleinen aus? Glaubt ihr es ist besser, wenn die Eltern arbeiten oder wenn sie sich um die Kleinen kümmern? In welchem Alter der Kinder dürfen wir wieder arbeiten?

Ich gebe direkt zu Beginn zu, dass ich ein sehr organisierter Mensch bin, der Planungssicherheit mag. Daher kann ich auch nicht verhehlen, dass die Geburt unseres ersten Kindes geplant gewesen ist. Natürlich nicht auf den Tag genau – das wäre dann auch mir ein wenig viel Planung gewesen. Aber Anne und ich wussten, dass wir Kinder haben möchten und wir waren uns auch einig, dass es nach Möglichkeit zwei an der Zahl sein sollten.

Als Liam am 2. April 2003 auf die Welt gekommen ist, waren wir uns einig, dass Anne nach dem Mutterschutz auch die dreijährige Elternzeit in Anspruch nimmt, um sich dem Neugeborenen zu widmen. Damals gab es noch keine Väterzeit, also war es auch für mich als frischgebackener Vater nicht möglich, die Elternzeit ebenfalls in Anspruch zu nehmen.

Was Kinderbetreuung außerhalb der eigenen vier Wände angeht, waren wir gehandicapt. Denn sowohl meine als auch Annes Eltern wohnen knapp 250 Kilometer entfernt, so dass ein Babysitten im familiären Rahmen nicht zur Disposition gestanden hat. Wir konnten aber insofern glücklich sein, dass ich mit meinem Job eine dreiköpfige Familie allein ernähren konnte, so dass wir keine finanziellen Zwänge hatten.

Vor Ablauf der Elternzeit 2006 hat uns das Schicksal einen Strich durch die Rechnung gemacht. “Pünktchen”, Annes zweite Schwangerschaft, war zu schwach und hat nur bis zur elften Schwangerschaftswoche überlebt. Anfang Oktober 2005 wurden wir von dem ungewollten Schwangerschaftsabbruch überrascht und haben eine emotional belastende Phase erlebt.

Doch knapp ein Vierteljahr später gab es Grund zur Freude: Kind Nummer zwei kündigte sich an und sollte im November 2006 auf die Welt kommen. Weil zwischen Ende der ersten Elternzeit im April 2006 und dem Beginn des Mutterschutzes für Kind 2 nur wenige Wochen gelegen haben, hat sich meine Liebste für diese Zeit in Absprache mit dem Arbeitgeber freistellen lassen. Luke kam am 11. November 2006 auf die Welt und bestimmte fortan unseren Tagesablauf.

Im November 2009, als die zweite Elternzeit beendet war, haben wir das Angebot von Annes Arbeitgeber genutzt, eine Familienzeit in Anspruch zu nehmen. Dieses Angebot nutzen wir derzeit immer noch, weil Anne mit Gretels Werke (sowohl mit dem Blog als auch mit dem DaWanda-Shop) immer stärker eingespannt ist und viel Freude damit hat.

Derzeit sieht es also nicht nach einer Rückkehr in das ursprünglich gelernte Arbeitsgebiet aus. Wir bekommen das Familienleben mit den Kindern gut in den Griff, weil wir viele Tätigkeiten (Bloggen und DaWanda) in die Abendstunden verlegen. Das bedeutet, dass wir abends erst gemeinsam essen, die Kids ins Bett bringen und uns dann unseren Hobbies widmen.

Ich habe darüber hinaus auch erlebt, dass es unheimlich schwierig ist, mit einem Kindergarten- und einem Schulkind zweifach berufstätig zu sein. Sobald ein Kind krank wird (und insbesondere Kindergartenkinder sind erfahrungsgemäß regelmäßig zwischen Oktober und März krank – Stichwort: Krupp-Husten), wird es für die Berufstätigen schwierig. Insbesondere dann, wenn keine Großeltern in der Nähe sind, die “mal eben so und auf die Schnelle” einspringen können.

Autor: Marc

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2 Kommentare

  1. Sehr traurig mit eurem Krümmelchen, bei deiner Frau im Blog werde ich jetzt auch mal häufiger schauen. Danke dass du mitgemacht hast Marc…

    Alles Liebe
    Maja

  2. Ich hab deinen Kommentar erst jetzt in den Weiten des Spams gefunden und bin hier gelandet. Schöner Beitrag! So ehrlich und warm.
    Durch diese belastende Zeit mussten wir auch. Uns haben die letzten Monate ziemlich viel Kraft gekostet. Schön, wenn man nach all der Zeit immer noch so liebevolle Worte dafür findet…