Ich habe den neuen Roman “Melodie der neuen Welt – Auftakt in New York” von Susanne Popp mit großem Interesse gelesen, weil mich historische Romane mit starken Frauenfiguren und familiären Verstrickungen besonders ansprechen.
Das Buch aus dem FISCHER Taschenbuch Verlag hat mich direkt in seine Welt hineingezogen, vor allem durch die Verbindung von deutscher Auswanderung, New York und der Geschichte rund um die weltbekannte Marke von Steinway & Sons.
Die Dynastie Stainway & Sons
Besonders gefällt hat mir, wie Susanne Popp die beiden Zeitebenen innerhalb des Buches miteinander verknüpft. Die Figuren Doretta und Florence wirken für mich lebendig und glaubwürdig, weil ihre Hoffnungen, Zweifel und inneren Konflikte gut herausgearbeitet sind.
Dadurch ist die Geschichte für mich nicht nur ein historischer Roman, sondern auch eine Erzählung über Identität, Herkunft und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben.
Auch das historische Setting finde ich sehr ansprechend. Die Mischung aus deutscher Klavierbau-Tradition und dem Aufbruch nach New York verleiht dem Roman eine besondere Atmosphäre und macht die Handlung für mich abwechslungsreich und anschaulich. Der Stoff wirkt insgesamt sorgfältig recherchiert und zugleich so erzählt, dass man gut und flüssig lesen kann.
Was mir fehlt
Nicht alles in dem Buch hat für mich gleich stark funktioniert. Manche Nebenaspekte bleiben etwas im Hintergrund und haben aus meiner Sicht noch mehr Tiefe vertragen können. Trotzdem hat mich das beim Lesen nicht ernsthaft gestört, weil die Hauptgeschichte überzeugend getragen wird.
Für mich ist “Melodie der neuen Welt – Auftakt in New York” ein gelungener Auftakt, den ich vor allem Leserinnen und Lesern empfehle die historische Romane mit Familiengeheimnissen, starken Frauen und einem klaren zeitgeschichtlichen Rahmen mögen.
Und natürlich freue ich mich schon heute über den zweiten Band, der Ende Februar 2027 erscheint und den Titel “Melodie der neuen Welt – Echo der Heimat” trägt.
