Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Video: Laufen mit Plantarfasziitis und Fersensporn – Übungen zur Behandlung der Schmerzen

| Keine Kommentare

0
(0)

Erst war es nur ein Drücken oder Ziehen an der Fußsohle. Etwas, dem ich nicht viel Bedeutung beigemessen habe. Wann der Schmerz genau aufgetreten ist, kann ich im Nachhinein gar nicht mehr feststellen. Es muss Anfang, Mitte April gewesen sein.

Ich wurde erst hellhörig, als ich gespürt habe, dass es im Laufe der Zeit immer mehr oder weniger stark am linken Fuß geschmerzt hat. Und von diesem Zeitpunkt an wurde ich nachdenklich und machte mir Sorgen.

“Das liegt an meinen Laufschuhen”, war der erste Gedanke. Meine Mizuno Wave Duel haben mich laut der Adidas Runtastic App auch schon knapp 800 Kilometer seit Mitte Januar 2020 begleitet, da ist ein Wechsel der Schuhe angebracht.

Und auch bei meinem anderen aktuellen Paar, den Salomon Sonic RA MAX 2, die ich bei einem Gewinnspiel von Red Bull im Sommer 2019 gewonnen habe, schmerzte es während des Laufens unter der Fußsohle. Und diese Schuhe haben gerade etwas mehr als 400 Kilometer seit Ende November 2020 auf dem Buckel.

Also lag es eher nicht an den Schuhen, es musste sich um etwas Anderes handeln.

Laufen klappt! Barfuß laufen schmerzt!

Eine weitere interessante Beobachtung: wenn ich laufen bin, spüre ich einen leichten Schmerz zu Beginn der Einheit, doch dieses unangenehme Gefühl ist rasch vorbei. Es lässt sich also gut damit laufen. Was hingegen gar nicht gut klappt, ist barfuß laufen.

Ich weiß, dass “Doktor Google” nicht der beste ärztliche Ratgeber ist. Bevor ich mich aber nach dem passenden Spezialisten umsehe, wollte ich mit Googles Hilfe eine Idee bekommen, um welche Krankheit bzw. Verletzung es sich handelt. Am vierten Wochenende im April habe ich dann dank Doktor Google herausgefunden, was mich seit einiger Zeit quält: eine Plantarfasziitis.

Doktor Google weiß Rat – oder auch nicht

Wikipedia schreibt:

Plantarfasziitis ist eine schmerzhafte Reizung der namensgebenden Plantarfaszie an der Fußsohle. Die Plantarfaszie oder auch Aponeurosis plantaris ist eine vom Fersenbein ausgehende und zur Fußspitze fächerförmig verlaufende Faszienplatte.

Bei einer chronischen Reizung des Faszienansatzes am Fersenbein kann es zu Kalziumeinlagerungen kommen. Die resultierende Veränderung imponiert im Röntgenbild als vermeintlicher Fersensporn.

Im Gegensatz zur schmerzhaften Plantarfasziitis stellt der Fersensporn an der Fußsohle einen häufig symptomlosen Zufallsbefund bei der Röntgendiagnostik des Fußes dar.

Plantarfasziitis ist die häufigste Ursache für Schmerzen in der Ferse. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung leiden einmal im Leben unter dieser Erkrankung. Frauen sind häufiger betroffen als Männer; die Häufigkeit nimmt mit dem Alter und mit dem Body Mass Index (BMI) des Patienten zu. Etwa 70 Prozent aller Patienten sind fettleibig.

Berufsgruppen, die lange stehen oder gehen, sowie Läufer (Läuferferse) sind ebenfalls häufiger betroffen.Bei Sportlern mit Plantarfasziitis gibt es keinen Zusammenhang zwischen Erkrankungshäufigkeit und BMI bzw. Gewicht.

Klingt jetzt nicht wirklich gut, oder? Neben der Beschreibung der Symptome habe ich auch Informationen zur Behandlung der Beschwerden gefunden:

Die Bandbreite der eingesetzten Behandlungsverfahren reicht von Entlastung mittels Schuheinlagen oder Tapeverbänden über antiphlogistisch wirksame Medikamente zur Dämpfung der entzündlichen Prozesse bis zu der seltener angewandten Strahlentherapie.

Zumeist werden mehrere Behandlungsmethoden kombiniert. Wenige Studien haben sich mit der therapeutischen Wirksamkeit einzelner Methoden befasst; der Evidenzgrad ist selten hoch. 90 Prozent aller Patienten erfahren eine Verbesserung ihres Leidens mit Hilfe von konservativer Therapie innerhalb der ersten sechs Monate. Erst nach diesem Zeitraum werden andere Verfahren angewendet.

Als erstes wird empfohlen, Überbelastungen am Fuß zu vermeiden und zum Beispiel Sportarten wie Laufen oder diverse Sprungsportarten, die mit einem hohen Aufprall einhergehen, zu pausieren.

Selbstbehandlung der Plantarfasziitis

Wer auf Amazon.de nach “Plantarfasziitis” sucht, entdeckt einen riesengroßen Fundus an Hilfsmitteln und Präparaten gegen das schmerzvolle Leiden: angefangen von Kompressionssocken über Fußmassagegeräte und einer Nachtschiene für den Fuß bis hin zu Polstern für das Fußgewölbe und Fußmassagerollern ist alles dabei.

Unter anderem auch die vielen Läufern bekannten BLACKROLL-Produkte. Weil meine Liebste aufgrund anderer Beschwerden ein kleines Arsenal an BLACKROLLS besitzt, konnte ich aus dem Vollen schöpfen und habe meine Ferse am Sonntag Morgen (25. April) erstmals mit dem BLACKROCK Ball langsam und vorsichtig bearbeitet und am Montag eine Behandlung mit der BLACKROLL Mini folgen lassen.

Die Übungen sind leicht zu lernen und haben für eine erste Linderung der Beschwerden bei mir gesorgt. Hier zwei Inspirationen für Plantarfasziitis und Fersensporn:

Was ist der Unterschied zwischen einem Fersensporn und Plantarfasziitis?

Fersensporn und Plantarfasziitis sind häufige Krankheitsbilder bei Läufern. Was der Unterschied zwischen beiden ist und wie du beides mit der richtigen Therapie und dem passenden Übungsprogramm wieder loswerden kannst, erklärt dir der Laufexperte Dr. Matthias Marquardt:

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014, #ProjektLaufen2015 #ProjektLaufen2016#ProjektLaufen2017 #ProjektLaufen2018, #ProjektLaufen2019, #ProjektLaufen2020 und #ProjektLaufen2021.

Wie nützlich findest Du diesen Beitrag?

Bitte klicke auf einen Stern.

Durchschnittliche Bewertung: 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bislang keine Bewertung erhalten. Sei der Erste, der den Beitrag bewertet.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Passionierter Läufer, Google-Fan, iPhone 7, ipad mini 2, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.