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Soll ich´s wirklich machen, oder lass ich´s lieber sein? Nachdenken über meinen dritten Marathon

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Ja, die Textzeile ist geklaut. Und zwar von Fettes Brot aus Hamburg.

In ihrem Hit “Jein” haben sie das Thema auf den Punkt gebracht, dem ich mich seit April dieses Jahres stellen muss: Nachdenken über meinen dritten Marathon.

Soll ich’s wirklich machen, oder lass’ ich’s lieber sein?
Jein.
Soll ich’s wirklich machen, oder lass’ ich’s lieber sein?

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https://youtu.be/tcV7VN3l3bY?t=80

Soll ich´s wirklich machen, oder lass ich´s lieber sein?

Eigentlich wäre die Sache klar: natürlich laufe ich auch im dritten Jahr nacheinander einen Marathon.

Und das gleich aus mehreren Gründen:

  1. Ein Marathon pro Jahr ist vom Aufwand her locker machbar.
  2. Düsseldorf ist meine Homebase und ein Marathon in der Landeshauptstadt ist aus rein logistischer Sicht einfach praktisch.
  3. Ich habe immer noch ein wichtiges Ziel in meiner Lauf-Vita: den Marathon unter vier Stunden zu finishen.

Es spricht also jede Menge für den Marathon-Hattrick nach meinem Debüt in Rotterdam im April 2018 und dem ersten Marathon-Start in Düsseldorf ein Jahr darauf. Es spricht aber auch einiges (weniges?) dagegen.

Engelchen und Teufelchen auf meiner Schulter

Und deshalb direkt wieder zu Fettes Brot und ihrem Hit “Jein”:

Es erscheinen Engelchen und Teufelchen auf meiner Schulter
Engel links, Teufel rechts

Nimm dir die Frau, sie will es doch auch
Kannst du mir erklären, wozu man gute Freunde braucht?
Halt, der will dich linken”, schreit der Engel von der Linken
Weißt du nicht, dass sowas scheiße ist und Lügner stinken?

Oh und so streiten sich die beiden um mein Gewissen
Und ob ihr’s glaubt oder nicht, mir geht es echt beschissen
Und während sich der Teufel und der Engel anschreien
Entscheide ich mich für ja, nein, ich mein jein

Schuld daran ist in erster Linie mein Sturz Anfang August dieses Jahres. Ich hatte mir beide Knie übel aufgerissen und konnte drei Wochen lang nicht laufen. Die ersten Einheiten nach den Verletzungen waren mühsam und anstrengend. Ich war mehrere Wochen nach dem Sturz niedergeschlagen und sah jeden Wettkampf in weiter Ferne, von einem Lauf über 42,195 Kilometer ganz zu schweigen.

Denn der Unfall hat mir nicht nur blutige Beine und schäbige Schürfwunden beschert. Der Unfall hat mich auch im Training deutlich zurückgeworfen. Und so kam es, wie es kommen musste. Bei jedem Training hatte ich das Gefühl von schweren Beinen und fehlender Motivation. Zu dieser Zeit saß das Teufelchen auf meiner Schulter und flüsterte mal laut, mal leise in mein Ohr: Wieso tust du dir das an? Das ist doch alles nur Quälerei. Wieso machst du das? Es geht doch auch bequemer. Einfach laufen. Ohne Druck. Ohne Wettkampf.

Ja, so sah sie aus, meine Gedankenwelt beim Laufen. Eher depressiv-traurig mit wenig Hoffnung. Es waren bittere Wochen.

Engelchen ist größer als Teufelchen

Dann kam der Spätsommer. Und mein Optimismus kehrte zurück. Anfang September, während eines entspannten Laufes, der sich zu einer flotten Runde gewandelt hatte, horchte ich auf.

Bis dahin waren meine Runden eher gemütlich und ich hatte schon Zweifel, ob ich überhaupt jemals wieder schnell laufen kann. Doch denkste! Es klappt noch. Mit dieser Erfahrung ließ ich auch meine Zweifel fallen, die sich mit der Wettkampf-Planung 2020 beschäftigt haben.

Bis dahin war ich drauf und dran, den METRO Marathon Ende April des nächsten Jahres dranzugeben und mich nicht dafür anzumelden. Stattdessen hatte ich den Halbmarathon ins Auge gefasst. Lass es Frust oder Resignation sein, die mich dazu gebracht haben, so tief zu stapeln – ich weiß es nicht. Doch dieser Lauf hat meinen Blickwinkel geändert. Und zwar nachhaltig.

Und jetzt liegt die Anmeldung für Düsseldorf vor mir und ich muss eine Entscheidung treffen.

Fortsetzung folgt!

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014, #ProjektLaufen2015 #ProjektLaufen2016, #ProjektLaufen2017 #ProjektLaufen2018 und #ProjektLaufen2019.

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Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Passionierter Läufer, Google-Fan, iPhone 7, ipad mini 2, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

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