Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Sprunggelenk gebrochen – bye, bye Rotterdam Marathon 2018

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Es war ein kurzer, stechender Schmerz und ich habe direkt gespürt, dass etwas nicht in Ordnung sein kann.

Erstmals bin ich mit einem Liegerad unterwegs gewesen und in einer engen Kurve ist es dann passiert. Ich verlor auf dem ungewohnten Gefährt das Gleichgewicht und eine der Pedale bohrte sich bei dem Unfall in meinen Knöchel des linken Beines.

Höllische Schmerzen waren die Folge und ich stöhnte leise auf. Nachdem ich mich gesammelt hatte und aufgestanden war, war an Auftreten mit dem linken Bein nicht zu denken. Ich wurde ins Krankenhaus gefahren und ich wusste, dass die Diagnose keine positive sein wird.
Krankenhaus KrankenbettDie Befürchtung bestätigte sich nach der ärztlichen Untersuchung: Bruch des Sprunggelenks und damit eine Sportpause von mehreren Monaten. Sofort war mir klar, was das für mich bedeutet. Ich kann mich von meinem Projekt „Erster Marathon“ verabschieden. Das zeitaufwendige Training werde ich bis zum 8. April des kommenden Jahres nicht schaffen.

Der Marathon rückt in weite Ferne

Meine gesamte Konzentration gilt jetzt der Reha. Geduld wird das Zauberwort sein. Schon allein der Gedanke daran raubt mir den Nerv. Denn Geduld ist etwas, das ich ganz selten habe. Und wenn ich dann, nach vielen Wochen und Monaten, wieder ins Training einsteige, muss ich gefühlt wieder ganz von vorn anfangen.

Mein Traum, den ersten Marathon meiner Läufer-Karriere im April des kommenden Jahres in Rotterdam zu finishen, rückt damit in weite Ferne. Doch das Projekt ist nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Ich komme wieder. Und bin dann noch stärker – das sagt man doch so, oder?

Aufgewacht

Mit einem lauten Piepen werde ich aus dem Schlaf gerissen. Es ist kurz nach sechs am Dienstag Morgen. Langsam, ganz langsam realisiere ich, dass ich Opfer eines Traums gewesen bin. Eines ganz fiesen Traumes. Ich bewege meinen linken Fuß und freue mich über dessen Beweglichkeit.

Ich bin gesund.

Der Traum #DeinErsterMarathon lebt fort.

Was geht da ab?

Mit einem Tag Distanz bin ich nachdenklich geworden. Wieso beschäftige ich mich im Unterbewusstsein 215 Tage vor dem großen Ereignis mit einer so krassen Verletzung?

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon jetzt großen Bammel vor dem Lauf habe. Das war vor zwei Wochen bei meinem 31 Kilometer-Lauf anders. Damals war ich in einem emotionalen und mentalen Tief, aus dem ich inzwischen aber wieder herausgekrabbelt bin.

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Ich weiß, was ich kann. Und ich weiß, was ich nicht kann. Insofern ist Nervosität und Lampenfieber zu diesem Zeitpunkt unnötig.

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014, unter #ProjektLaufen2015 unter #ProjektLaufen2016 und #ProjektLaufen2017.

Autor: Marc

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4 Kommentare

  1. Boah was für ein Schreck. Ich dachte beim lesen, dass das eine wahre Geschichte ist und nun war es doch nur ein Traum. Zum Glück. Das Unterbewusstsein kann schon mal neben der Spur sein aber so krass. Wow. Toi toi toi das alles gut geht und du deinen ersten Marathon im April meisterst.

  2. Die Überschrift hat BILD-Zeitungsniveau! :p

    Schäm dich.

  3. Boah was kannst du einem einen Schrecken einjagen. Na dann hoffe mal, dass du somit nicht dein Schicksal herausgefordert hast! 😉

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