Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Adidas Supernova

Ich bin jetzt Läufer – Woche 161

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Wow, das gab es bei mir noch nie: ich bin in der 161. Lauf-Woche sage und schreibe 67,53 Kilometer gelaufen!

Maßgeblich dazu beigetragen hat der lange Lauf am Sonntag, als ich erstmals seit September 2016 wieder dreißig Kilometer am Stück gelaufen bin. Diese Einheit hat mir aber auch gezeigt, dass ich noch einiges für lange Läufe lernen muss.

Auch im Tempo-Training habe ich mich versucht – das war auch der Grund für vier Einheiten in dieser Woche.

Langer, langsamer Lauf vor der Hitzewelle

Bevor ich am Dienstag Mittag für drei Tage zu einem Seminar aufbreche, stand am Morgen die erste Laufeinheit auf dem Programm. Das war insofern passend, weil die nächsten beiden Tage mit hochsommerlichen Temperaturen rund um die dreißig Grad daherkommen sollen.

Mit 22 Grad gegen neun Uhr war das Wetter heute ideal für einen mittellangen Lauf, der mich erstmals von Kleinenbroich zum Flughafen Mönchengladbach und zurück über den Nordkanal heimwärts geführt hat. Zu Hause gab es als Belohnung einen eiskalten Iso-Drink und ein Fußbad im frisch gefüllten Pool. So lässt sich der Tag perfekt beginnen, das könnte ich häufiger so haben – wenn da nicht die Arbeit im Büro wäre 😉

Morgen kann ich auch endlich das Geheimnis lüften, was sich hinter dem ominösen “Projekt X” verbirgt. Dieses Vorhaben wird mein Training in den kommenden 263 Tagen maßgeblich beeinflussen, soviel steht jetzt schon fest.

Marc hat einen runtastischen Lauf über 16,02 km in 1h 34m absolviert

Drei Kilometer warmlaufen, ein Kilometer aufheizen und fünf Kilometer Ballern

Dieser Lauf am Abend war nicht geplant. Weil der große Sohn aber seit Montag mit dem Laufen begonnen hat, habe ich ihn heute begleitet. Zweieinhalb Kilometer langsam zu zweit, um dann auf Betriebstemperatur zu kommen. Und wie!

Aktuell lese ich das neue Buch von Rafael Fuchsgruber „Passion Laufen“ und habe einige spannende Inspirationen für mein Lauftraining erhalten. Weil ich seit Donnerstag weiß, dass ich bei #DeinErsterMarathon mit dabei sein darf, möchte ich ohnehin mehr fürs Tempotraining tun.

Genauer gesagt überhaupt erst mal mit dem Tempotraining beginnen. Und dafür bot sich der Lauf heute klasse an. Erst zweieinhalb Kilometer sehr langsam, dann eineinhalb Kilometer weiter einlaufen und dann den Rest Ballern. Erst wollte ich nur zwei, drei Kilometer mit Sub 5 laufen, doch dann hat das Spiel so Bock gemacht, dass ich auch den Rest der Strecke bis nach Hause Tempo gemacht habe. Das ging so weit, dass ich mich sukzessive gesteigert habe – das hatte ich nicht für möglich gehalten.

Normalerweise laufe ich mindestens zwölf Kilometer am Stück. Ich muss mich im Hinblick auf Rotterdam 2018 aber auch daran gewöhnen, kurze, schnelle Läufe einzubauen, um etwas für meine Grundschnelligkeit zu tun. Vielleicht schiebe ich generell eine vierte, kurze Einheit pro Woche ein.

Der alte Mann kann also auch schnell und schneller laufen. In Sachen Marathon-Training werde ich in den kommenden Monaten noch einiges lernen können. Darauf freue ich mich.

Marc hat einen runtastischen Lauf über 9,36 km in 53m 08s absolviert

Lost in Gewerbegebiet

Schon am Mittwoch Abend, kurz nach dem schnellen Lauf, habe ich den frischen Trainingsreiz nach mehr als fünf Kilometer mit einer Pace unter fünf Minuten gespürt. Die Oberschenkel schmerzten leicht und zeigten, dass sie mehr als sonst geleistet hatten.

Am späten Donnerstag Nachmittag ging es nach drei Tagen Seminar im schönen Kaiserswerth den dritten Tag hintereinander auf die Laufstrecke. Nach einem langen Lauf am Dienstag und einem kurzen, schnellen Lauf am Mittwoch war heute wieder ein langsameres Tempo angesagt.

Ursprünglich hatte ich eine andere Strecke im Sinn, als ich losgelaufen bin, aber stürmische Böen ließen mich den Plan ändern. Es ging Richtung Glehn und im dortigen Industriegebiet habe ich mich hoffnungslos verfranst. Am Ende habe ich den Ausgang gefunden und es ging heimwärts.

Auf den letzten 1.200 Metern habe ich noch einmal richtig Gas gegeben und die Pace unter 4:45 Minuten getrieben. Traurig wurde es anschließend. Kurz nach meiner Ankunft daheim erfuhr ich vom Suizid des Linkin Park Frontmanns Chester Bennington. Seit mehr als zwanzig Jahren bin ich Fan von Linkin Park und die Nachricht hat mich sehr getroffen.

Jetzt sitze ich hier, höre Linkin Park in Dauerschleife und weiß auch nicht… Fuck. RIP, Chester!

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https://youtu.be/eVTXPUF4Oz4

Marc hat einen runtastischen Lauf über 12,14 km in 1h 08m absolviert

Extrem laaaaaanger Lauf

Am Sonntag Nachmittag stand der lange Lauf der Woche an. Ich hatte ursprünglich maximal 25 Kilometer geplant, doch es kam anders.

Von Kleinenbroich ging es über Büttgen nach Neuss. Im Südpark bin ich weiter Richtung Museumsinsel Hombroich gelaufen. Auf dem Weg dorthin bin ich in Holzheim in einen kräftigen Regenschauer geraten. Als ich gerade die A46 kurz vor Röckrath unterquert hatte, tippte mir jemand auf die linke Schulter und lächelte mich freundlich an. “Wo bitte geht’s nach Neuss”, wollte der schnittige Ü50-Herr wissen und ich leitete ihn Richtung Neuss.

Ab Kilometer 23 wurde es hart. Ich verfluchte mich selbst. Wieso hatte ich nichts zu trinken mit? Wieso habe ich den Lauf nicht genutzt, um erstmals ein geil beim langen Lauf zu probieren? Fragen über Fragen gingen mir durch den Kopf. Die Antwort war immer die gleiche: weil ich dumm und unerfahren gehandelt habe.
Nur noch 37 Wochen oder weniger als 259 Tage sind es bis zu meinem ersten Marathon in Rotterdam. In dieser Hinsicht muss ich einiges im Training anpassen und lernen. Mein Plan lautet vorerst: einmal im Monat werde ich einen dreißig Kilometer Lauf einplanen, um den Respekt vor dieser Distanz zu verlieren.

Meine Füße fühlten sich nach den gut drei Stunden Laufen und dreißig Kilometern matschig an, allerdings waren sie nicht so extrem müde wie bei meinem Debüt am 18. September 2016, als ich allerdings sieben Minuten schneller unterwegs gewesen bin.

Immerhin freue ich mich über zwei neue Bestmarken. 2:57 Stunden am Stück bin ich noch nie gelaufen und 2.400 Kalorien habe ich auch noch nie auf einmal verbrannt. Es läuft also in Sachen #DeinErsterMarathon.

Marc hat einen runtastischen Lauf über 30,01 km in 2h 57m absolviert

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014, unter #ProjektLaufen2015 unter #ProjektLaufen2016 und #ProjektLaufen2017.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Passionierter Läufer, Google-Fan, iPhone 7, ipad mini 2, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

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