Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Asics GEL-Pulse 5 BLAU Laufen Running Schuhe

Die Sache mit dem Laufen und der Gewichtsabnahme

| 8 Kommentare

0
(0)

Am heutigen Freitag Morgen wollte ich meinen Augen nicht trauen: meine Waage zeigte erstmals seit vielen, vielen Jahren wieder einen Wert unter 90 Kilo an.

Um genau zu sein, waren es die Ziffern 8 und 9 und 6, die sich zu einem 89,6 vereinigt hatten. Dieses Ergebnis war in Summe eine Gewichtsreduktion von satten vier Kilo innerhalb von sieben Wochen und hat mir neben der Freude auch ein wenig Angst gemacht.

Hast du abgenommen?

Meine Gewichtsabnahme bleibt inzwischen auch meinen Mitmenschen nicht verborgen. Als ich am Dienstag ins Büro zurückgekehrt bin, gab es ein erstes Aha-Erlebnis:
Twitter Ostwestf4le Gewichtsabnahme LaufenInzwischen mehren sich auch die Rückmeldungen im Kollegenkreis. Heute morgen fragte mich ein Teamleiter-Kollege halb überrascht, halb besorgt, ob ich abgenommen habe und schob direkt die Frage nach: “Aber krank bist du nicht?”

Klar, zu Beginn meiner Lauf-Aktivitäten habe ich nicht abgenommen, weil ich im Gegenzug Muskeln aufgebaut habe. Und ich laufe regelmäßig mindestens dreimal pro Woche und verbrenne dabei zwischen 600 und 900 Kalorien – ohne dass ich mehr esse oder anders als bisher esse.

Dazu kommt, dass ich meine Ernährung generell nicht umgestellt habe. Ich gehe zwei-, maximal dreimal pro Woche mittags in der Kantine essen und esse ansonsten mittags Obst und gelegentlich einen Schokoriegel.

Das habe ich aber auch schon vor Beginn meiner Lauferei so gehandhabt. Generell trinke ich außerdem im Büro viel Wasser, mindestens zwei Liter am Tag, manchmal auch drei. Dass diese Flüssigkeitsaufnahme wichtig und gut ist, hat Torsten erst kürzlich thematisiert.

Die Ernährung ändert sich unbemerkt

Ein wichtiger Faktor fehlt bislang in dieser Aufzählung: der Alkohol. Schon im Urlaub in Kühlungsborn, als ich intensiv trainiert und häufig Zeit zum Laufen hatte, habe ich wenig Bier getrunken. Zum Vergleich: Bislang war es so, dass ich im Urlaub locker einen halben bis eineinhalb Liter der regionalen Bierspezialitäten gekostet habe. Ich hatte dieses Jahr aber wenig Bierdurst.

Und daheim ist es ähnlich. Selbst beim Supercup-Spiel des BVB habe ich nach langer, langer Zeit kein Bier getrunken. Nicht, weil ich es nicht wollte, sondern weil ich danach noch gelaufen bin und außerdem nichts wirklich vermisst habe. Ohne Alkohol geht es auch.

Gleiches gilt für Süßigkeiten und Chips. Insbesondere in Kombination mit Alkohol ist das eine fiese Mischung und eine garantierte Kalorienbombe. Ich weiß, wovon ich rede. Auch da habe ich derzeit so gut wie keine Gelüste. Auch das empfinde ich genauso faszinierend wie beunruhigend.

Denn nicht, dass wir uns falsch verstehen: als ich vor weniger als zwei Monaten mit dem Laufen begonnen habe, war Gewichtsreduktion nicht mein primäres Ziel. Auch nicht mein Zweitziel. Vielleicht ein netter Nebeneffekt, mehr aber nicht. Insofern freue ich mich über die purzelnden Kilos.

Ich habe aber auch Sorge, dass mein Wunsch nach dem Verlust weiter Kilos manisch wird. Und das möchte ich nicht. Natürlich ist es ein geiles Gefühl, sich morgens oder abends im Badezimmer im Spiegel zu betrachten und dieses Aha-Erlebnis zu haben: Hey, wo ist der Speck hin? Da war doch kürzlich noch ein Pölsterchen?

Doch das ist nicht alles. Ich werde auch weiterhin gern Essen gehen, Cocktails trinken und auch Chips futtern, wenn ich mag. Ich werde nicht sklavisch Kalorien zählen und mich mäßigen, wenn mir nicht danach ist. Warum? Weil ich es kann. Und weil ich gern esse und trinke. Und ich kein Asket bin.

Dennoch freue ich mich, dank des Laufens ein gesunderes Leben führen zu können und dabei noch Spaß zu haben.

Und übrigens: ich laufe nur aus einem einzigen Grund. Ich laufe für mich. Weil ich es will, weil es mir Spaß macht, mir Entspannung bringt und ein geiles Gefühl ist, nach einem langen Lauf ausgepowert nach Hause zu kommen.

Alle meine bisherigen Beiträge zum Thema Laufen gibt es unter #ProjektLaufen2014.

Wie nützlich findest Du diesen Beitrag?

Bitte klicke auf einen Stern.

Durchschnittliche Bewertung: 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bislang keine Bewertung erhalten. Sei der Erste, der den Beitrag bewertet.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Passionierter Läufer, Google-Fan, iPhone 7, ipad mini 2, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

8 Kommentare

  1. Pingback: #deinErsterMarathon: der Marathon und der Weg dorthin hat mein Leben verändert - Ein Ostwestfale im Rheinland

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.