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Amazon Fire TV

Produkttest: Amazon Fire TV Omni QLED-Serie 55 Zoll Smart TV in 4K Ultra HD

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Der brandneue Amazon Fire TV Omni QLED ist ein moderner, gut vernetzter 4K-Fernseher mit vielen Smart-Funktionen, der beim Bild solide, beim Gaming eingeschränkt und beim Ton eher schwach daherkommt.

Bildtechnik und Panel

Im Zentrum steht ein 4K-QLED-Panel mit 60 Hz und Full-Array-Local-Dimming, dessen Anzahl an Dimming-Zonen je nach Größe deutlich gesteigert wurde und im Vergleich zur Vorgängergeneration auch spürbar heller leuchtet.

Die Folge: Farben und Kontrast wirken kräftig und lebendig, im Auslieferungszustand aber teils etwas übersättigt, sodass Feintuning in den Bildeinstellungen empfehlenswert ist. Unterstützt werden alle wichtigen HDR-Formate – darunter Dolby Vision (bzw. Dolby Vision IQ), HDR10, HDR10+ Adaptive und HLG –, sodass man bei praktisch keinem Streaming-Dienst ohne HDR-Unterstützung dasteht.

Die Dimming-Zonen sorgen dafür, dass schwarze Balken bei 21:9-Filmen wenig stören, trotzdem bleiben Schwarzwert und Kontrastniveau klar hinter modernen OLED- und hochwertigen Mini-LED-Geräten zurück, insbesondere in sehr hellen Umgebungen. Das Panel ist nur leicht entspiegelt; bei direkter Sonneneinstrahlung geht Bildwirkung verloren, und gelegentlich wirkt die Darstellung feiner Details und Schriften etwas weicher als gewünscht.

Anschlüsse, Gaming und Sound

Beim Anschlussfeld bietet der Omni QLED vier HDMI-Eingänge, davon drei in HDMI 2.0 und einen HDMI 2.1 mit eARC, über den sich eine Soundbar oder ein AV-Receiver komfortabel anbinden lässt. Da der einzige HDMI‑2.1‑Port häufig für den Audio-Rückkanal reserviert ist, bleiben für weitere Zuspieler nur HDMI‑2.0‑Buchsen, wodurch moderne 2.1-Features nicht voll ausgereizt werden können.

Das Panel selbst arbeitet mit 60 Hz; für Gelegenheitsspieler wie mich und Konsolen-Gaming in 4K bei 60 fps ist das okay, ambitionierte Gamer, die 120 Hz, besonders flüssige Bewegungen oder ein ausgeprägtes HDMI‑2.1‑Gaming‑Feature-Set erwarten, werden hier nicht glücklich.

Wi‑Fi 6 und Ethernet sorgen für stabile Streams, dazu kommen AirPlay 2, HomeKit und Miracast, wobei AirPlay in der Praxis anfänglich mit Verbindungsproblemen auffallen kann, die sich später von selbst zu beruhigen scheinen. Das integrierte Lautsprechersystem bleibt die größte Schwäche: der Klang wirkt flach, leicht hallig und arm an Tiefen, weshalb sich für Filme und Serien eine externe Soundlösung mit Dolby-Atmos-Passthrough über eARC fast aufdrängt.

Das Thema Sound & Co. ist für mich nichts Neues. Aus diesem Grund habe ich eine Soundbar seit vielen Jahren im Einsatz und bin damit sehr zufrieden.

Fire OS, Smart-Funktionen und Alexa

Als Betriebssystem dient Fire OS mit der bekannten Fire-TV-Oberfläche, die auf einem Quad‑Core‑SoC flüssig läuft und zügig auf Eingaben reagiert. Optisch und funktional ähnelt alles einem Fire-TV-Stick, inklusive großer Werbeflächen auf dem Startbildschirm, die man nur wirklich umgeht, wenn man überwiegend einen externen Zuspieler nutzt.

Besonders stark ist die Smart-TV-Seite: Zahlreiche Streaming-Apps, integriertes IPTV mit einheitlicher Senderführung, Game-Streaming über Amazon Luna und GeForce Now sowie die tiefe Anbindung an Alexa-Routinen machen den Fernseher zur Schaltzentrale im Wohnzimmer.

Die Omnisense-Technologie passt Farbtemperatur und Helligkeit automatisch an das Umgebungslicht an und erkennt, ob jemand den Raum betritt oder verlässt, um Ambient-Modi mit Kunstwerken, Fotos oder Widgets ein- und auszublenden. Hands-free Alexa funktioniert über integrierte Mikrofone, die sich per Hardware-Schalter abschalten lassen, sodass der TV optional wie ein zusätzlicher Echo-Lautsprecher für Sprachbefehle und Smart-Home-Steuerung dient, ohne zwingend den Bildschirm zu aktivieren.

Bedienung, Alltag und Einordnung

Die Einrichtung über Fire OS verläuft unkompliziert; die wichtigsten Streaming-Apps sind schnell installiert und der TV kann so konfiguriert werden, dass er beim Einschalten direkt zum zuletzt genutzten Eingang springt. Die beiliegende Kunststofffernbedienung orientiert sich stark an den Fire-TV-Sticks, wirkt haptisch eher einfach und bietet keine eigene Taste zum direkten Durchschalten aller HDMI-Eingänge, was man zwar über Alexa-Befehle und CEC etwas abfedern kann, aber nicht vollständig ersetzt.

Im Alltag zeigt der Omni QLED ein in dieser Preisklasse gut brauchbares Bild, macht als Streaming- und Smart-Home-Zentrale Spaß, Preislich kann das Gerät zum attraktiven Einführungstarif als stimmiger Mittelklasse-Allrounder überzeugen,

Autor: Marc

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