Arno Strobel liefert im Frühjahr 2026 eine neue Serie aus dem Strobel-Universum.
Das erste Buch trägt den Titel „Ungelöst – Die erste Zeugin“ ist ein rasanter, emotional dichter Thriller, der direkt auf den ersten Seiten mit Hochspannung beginnt.
Alte Bekannte
Im Mittelpunkt steht die Medizinstudentin Luisa Menkhoff, die als Kind entführt wurde und den Täter später vor Gericht belastet hat. Jahre danach erkennt sie auf einem Flugblatt die Frau wieder, die damals als erste Zeugin im Prozess gegen ihren Entführer auftrat – sie gilt nun selbst als vermisst.
Weil Luisa ein eidetisches Gedächtnis (oft als „fotografisches Gedächtnis“ bezeichnet) besitzt und sich an jedes Detail ihrer Entführung erinnert, wird sie von Ermittler Ramin Brunner als externe Beraterin in den aktuellen Fall hineingezogen. Alles deutet zunächst darauf hin, dass der damals verurteilte Dr. Joachim Lichner erneut zugeschlagen hat – bis Hinweise auftauchen, die genau das in Frage stellen und Luisa plötzlich selbst ins Visier rücken lassen.
Spannung von der ersten Seite an
Luisa ist eine durch ihre Vergangenheit gezeichnete, aber auch starke Protagonistin, deren Trauma und innere Zerrissenheit dem Thriller eine sehr persönliche Note verleihen. Ihr besonderes Gedächtnis ist mehr als ein Gimmick: Es wird klug eingesetzt, um die Ermittlungen voranzutreiben und gleichzeitig immer wieder Zweifel zu säen.
Das Zusammenspiel mit Ermittler Ramin Brunner wirkt vielversprechend, weil sich professioneller Blick und persönliche Betroffenheit ständig reiben. Die Atmosphäre ist durchgehend angespannt, oft beklemmend, getragen von der Verbindung eines alten Verbrechens mit einer aktuellen Entführung.
Kurze Kapitel und Cliffhanger
Strobel setzt konsequent auf kurze Kapitel, Perspektivwechsel und Cliffhanger, was „Ungelöst – Die erste Zeugin“ zu einem typischen Pageturner macht, den man in wenigen Sitzungen „wegsuchtet“. Der Spannungsbogen wird früh aufgebaut – rund um die vermisste Nicole Klement und die Frage nach Lichners Rolle – und über die Ermittlungen hinweg auf hohem Niveau gehalten.
Falsche Fährten, überraschende Wendungen und das Spiel mit Vertrauen und Misstrauen sorgen dafür, dass man seine Verdächtigenliste mehr als einmal überdenken muss. Das Finale ist konsequent vorbereitet, logisch und wirkungsvoll, sodass der Fall in sich abgeschlossen wirkt und trotzdem Lust auf weitere Bände macht.
Ich war von der ersten Seite an von Strobels neuem Buch begeistert und habe den Thriller in weniger als zwei Tagen regelrecht verschlungen. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Ungelöst-Serie in den nächsten Episoden fortsetzt.
Weitere Bücher von Arno Strobel
Im Blog habe ich diese Bücher rezensiert:
Mörderfinder – Das Muster des Bösen von Arno Strobel
Stalker – Er will dein Leben von Arno Strobel
Mörderfinder – Mit den Augen des Opfers
Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben?
Mörderfinder – Die Macht des Täters
Sharing – Willst du wirklich alles teilen?
Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst
Offline – Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle
