Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Cover Rezension Aber Töchter sind wir für immer Christiane Wünsche

Rezension: Aber Töchter sind wir für immer von Christiane Wünsche

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Johanna, Heike und Britta sind Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Anlässlich des runden Geburtstages ihres Vaters treffen sie sich nach jahrelanger familiärer Funkstille in der alten Heimat in ihrem Elternhaus wieder.

Viel ist seit der unbeschwerten Kinderzeit passiert – und über vieles davon wurde der sprichwörtlich dicke Mantel des Schweigens gelegt. Doch dieses Schweigen soll schon bald verstummen und dramatische und traumatische Erinnerungen aufleben lassen.

Soweit die grob umrissene Handlung von Christiane Wünsches Buch Aber Töchter sind wir für immer. Die Autorin erzählt die Geschichte der Familie Franzen auf zwei verschiedenen zeitlichen Ebenen und hält damit den Spannungsbogen radikal aufrecht. Sowohl in zahlreichen Rückblenden aus unterschiedlichen Blickwinkeln erfahren wir viel von der Geschichte der Familie und der Geschwister als auch durch die Erzählungen der Geschehnisse heutzutage.

Ein Roman in meiner Heimat

Cover Rezension Aber Töchter sind wir für immer Christiane WünscheKleinenbroich, Büttgen und Vorst – meine Heimat in einem Buch, das alles andere als seichte Unterhaltung ist, wie man vom Klappentext irrtümlich drauf schließen könnte. Ja, es ist ein Roman über eine Familie, aber alles andere als ein klassischer Familienroman.

Stattdessen breitet Christiane Wünsche nach und nach ein komplexes Familienbild aus, in dessen Mittelpunkt die vier Schwestern und ihre Eltern stehen.

Richtig gelesen, es handelt sich um vier Geschwister. Die Jüngste ist vor vielen Jahren ums Leben gekommen – und die Umstände waren ebenso tragisch wie traumatisch.

Familien-Dramen

Das FISCHER Taschenbuch hat mir sehr gut gefallen, besonders auch die Geschichte der Eltern und ganz besonders die Geschichte von Hermine, der jüngsten Tochter. Es ist ein sehr vielschichtiges Buch, das zeigt, welche Dramen sich in Familien abspielen, auch wenn augenscheinlich alles in Ordnung ist und Harmonie herrscht.

Christiane Wünsche schreibt detailliert und metaphorisch; ich hatte nicht selten das Gefühl, selbst und mit eigenen Augen rund um das alte Bahnwärterhaus unterwegs zu sein und die Geschichte und die Geschichte(n) um die Familie Franzen live mitzuerleben. Es ist ein Roman über die Kraft der Familie. Eine Kraft, die sowohl positiv als auch negativ auf dessen Mitglieder wirken kann.

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Autor: Marc

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