Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Die Deutsche Bahn und das Verspätungdrama auf dem Weg nach Hamburg

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Es war wochenlang perfekt geplant. Und es war alles organisiert. Es war bestes Wetter für Hamburg vorhergesagt – wann gibt es das schon? Und dann kam die Deutsche Bahn.

Es ist das letzte Wochenende im August am Samstag Morgen. Ich bin um kurz vor sechs aufgestanden, habe den Frühstückstisch gedeckt und frische Brötchen beim Bäcker in der Nachbarschaft gekauft. Gemeinsam mit der Familie frühstücke ich und freue mich auf die bevorstehende Tour nach Hamburg mit meinen fünf Kumpels vom Stammtisch.

Um 7:33 Uhr soll es mit der S-Bahn nach Wuppertal gehen, um von dort aus mit dem IC nonstop in die Hansestadt zu reisen. Soweit der Plan. Um 7:15 Uhr ist alle Planung Makulator, als mich mein Buddy Micha auf den Ausfall der S8 hinweist. Damit ist klar, dass wir den Anschluss in Wuppertal nicht erreichen werden und Plan B ist gefragt.

Die Bahn fällt aus – der Service Point hilft

Der Ausfall der regionalen Bahn tut der Stimmung keinen Abbruch, als wir um halb acht am Bahnsteig Kleinenbroich das erste kühle Bier in der praktischen Halbliter-Dose genießen. Als wir im Düsseldorfer Hauptbahnhof ankommen, gehe ich zum Service Point der Deutschen Bahn, um mein Anliegen zu erklären.

Ich habe Glück, dass an diesem Tag wenig los ist und komme direkt dran. Der Angestellte erklärt mir, dass meine Idee, anstelle des IC einen ICE mit Umstieg in Hannover zu wählen, nur halb gut ist und ich mit dem IC 2310 ab Düsseldorf nonstop in den Norden fahren kann. Zwar kommen wir dann eine Stunde später als geplant an, sparen uns aber das nervige Umsteigen und vermeiden weitere Verspätungen.

Damit die bei Gruppen-Fahrten obligatorische Zugbindung aufgelöst wird, erhalte ich den Freibrief mit einem Stempel und einer Unterschrift, die meine Gruppenkarte zur freien Zugbindung freischaltet. Jetzt musste ich nur noch eine neue Reservierung für den neuen Zug erhalten.

Das Reisecenter der Deutschen Bahn

Weil der Mann am Counter keine Reservierung neu erstellen kann, schickt er mich zum Reisecenter der Deutschen Bahn. Dort erzähle ich mein Drama erneut und muss eine Enttäuschung hinnehmen. Die Reservierung kann nicht gebucht werden. Der IC 2310 nach Westerland (Sylt) ist picke packe voll und es gibt weder eine Sechser-Reservierung en bloc, noch sind einzelne Reservierungen möglich. Grrrrrrr.

Meine Traurigkeit mildert der Bahn-Mensch mit dem Hinweis auf die Teil-Erstattung des Fahrpreises. Nun ja. Je nach Verspätung unseres Zuges haben wir ein Anrecht auf Erstattung von 25 bis 50 Prozent des Reisepreises, wenn unsere Bahn mindestens eine Stunde Verspätung hat. Die sechzig Minuten sind schon garantiert, denn anstelle von 12:13 Uhr ist unsere Ankunftszeit 13:13. Und es sollte noch besser kommen.

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Und noch eine Verspätung

Nachdem wir uns die Wartezeit im Hauptbahnhof mit dem zweiten Bier des Tages verkürzt und den Bahnsteig bei Gleis 18 geentert hatten, kündigte sich die nächste Verspätung an. Fünf Minuten verzögert fuhr der IC nach Westerland in den Bahnhof ein und das Cashback der Deutschen Bahn war im Sack.

Auch das Problem mit der nicht vorhandenen Reservierung löste sich schnell. Standen wir zu Beginn noch zu sechst im Gang, konnten wir schon bald sechs fast zusammenhängende Sitzplätze im Waggon ergattern. Die Fahrt Richtung Hamburg konnte endlich Fahrt aufnehmen!

Mein Fazit: die Deutsche Bahn hat in meinem Fall wirklich schnell und hilfsbereit reagiert. Sowohl am Info-Stand in der Bahnhofshalle als auch im Servicecenter waren beide Mitarbeiter super freundlich und sehr bemüht, um mein Problem zu lösen. ‎

Nur fürs Protokoll: Dieser Text bezieht sich auf eine Reise im August 2015 – die Ereignisse hätten sich aber genau so heute zugetragen haben können 🙂

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Autor: Marc

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