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Borussia Dortmund nach acht Spieltagen in der Saison 2017/2018

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Das Fazit nach acht Spieltagen in der Liga und drei Runden in der Champions League fällt zwiespältig aus. In der Liga mit zwei Zählern vor Bayern und Leipzig mehr als im Soll, doch bislang kein Sieg zur Halbzeit der Gruppenphase auf der europäischen Bühne.

Zusätzlich nimmt der Trend besorgniserregende Züge an. Zuletzt daheim 2:3 gegen Rasenball und dann auch noch das indiskutable Unentschieden auf Zypern. Borussia Dortmund steht vor entscheidenden Wochen – und ich bin gespannt, wann der negative Trend gestoppt wird.

Denn eins ist klar: der BVB ist nicht so schlecht, wie es die drei sieglosen Partien in der Champions League vermuten lassen. Der BVB ist aber auch nicht so gut, wie es Platz 1 in der Liga suggeriert. Stattdessen ist der aktuelle Leistungsstand irgendwo zwischen dem Platz an der Sonne in der Bundesliga und dem Mittelmaß in der Königsklasse anzusiedeln.

Damit gebe ich ab zum Rückblick auf die vergangenen sechs Spiele!

Klares Ergebnis beim Hamburger SV

Moderate Rotation an der Waterkant – das war die Devise am Mittwoch Abend beim Hamburger SV.

Im Vergleich zum Kantersieg gegen Köln wechselte Peter Bosz auf zwei Positionen. Mo Dahoud und Maximilian Philipp raus und Shinji Kagawa und Christian Pulisic rein, lautete die Devise. Mario Götze musste nah dem Foul im Spiel gegen Tottenham verletzungsbedingt erneut passen und hatte es nicht in den Kader geschafft.

Der Hamburger SV startete überraschend offensiv und frech in die Partie und presste ordentlich gegen sichtlich verblüffte Borussen. Pulisic hatte im Zusammenspiel mit Pierre-Emerick Aubameyang nach acht Minuten die erste Chance für die Gäste. Weitere acht Minuten später kam eine Flanke über rechts von Andrey Yarmolenko butterweich auf den Kopf von Auba, der allerdings nur den Außenpfosten getroffen hat (16.). Lewis Holtby hatte Yarmolenko auf Höhe der Grundlinie gelegt und es gab Freistoß.

Der Gefoulte hat den Freistoß selbst getreten und aus dem Gewusel heraus traf Shinji Kagawa zur Führung (24.). Apropos Yarmolenko: der Ukrainer war erneut der Aktivposten und sorgte für ordentlich Wirbel in der Offensive.

Und es gab gleich doppelten Grund zur Freude, denn das Borussen-Bollwerk in der Defensive konnte sich über eine neue Bestmarke freuen:

https://twitter.com/manulud2011/status/910577599713284101

Die knappe Führung hatte bis zur Pause Bestand. Und es gab nur einen Vorwurf, den ich den Borussen machen konnte. Die Chancenverwertung war mangelhaft. Es hätte locker 2:0 oder 3:0 für die Angereisten stehen können, wenn nicht sogar müssen.

Nach dem Seitenwechsel schoben sich beide Teams den Ball hin und her, ohne dass es zu Torszenen gekommen ist. Erst nach 53 Minuten hielt ich den Atem an, als der HSV das Außennetz getroffen hatte. Das war knapp! Und dann kam die 63. Minute und das fünfte Saisontor von Aubameyang:

https://twitter.com/Ostwestf4le/status/910592209011068928

Einen Doppelwechsel gab es beim BVB nach 66 Minuten. Mo Dahoud und Philipp kamen für Kagawa und Yarmolenko. Auba hätte in der 75. Minute den Deckel drauf machen können, aber sein (fast) platzierter Schuss landete neben dem Tor.

Besser machte es der 19-jährige Pulisic, der nach feiner Vorlage von Dahoud auf 3:0 erhöhen konnte (79.) und den Endstand markierte:

Kurz vor Schluss feierte Jacob Bruun Larsen sein Bundesliga-Debüt und kam für Zagadou aus Feld (84.).  Weitere Tore sind nicht gefallen.

Schützenfest gegen Borussia Mönchengladbach

Das Heimspiel gegen die falsche Borussia aus Gladbach war die fünfte Begegnung innerhalb von 15 Tagen für den BVB.

Ich bin passend zum Anpfiff vom Kulinarischen Bloggerwandertag im Neanderland zurückgekehrt und war erstaunt, dass sowohl Mario Götze als auch Julian Weigl in der Startelf gestanden haben und außerdem Jeremy Toljan wieder fit gewesen ist.  Dafür mussten Shinji Kagawa, Jan-Alex Zagadou und Nuri Sahin auf die Bank. Außerdem kamen Mo Dahoud und Maximilian Philipp für Gonzalo Castro und Andrey Yarmolenko ins Spiel. Satte fünf Wechsel – und das zu Recht, denn die permanenten englischen Wochen zehren an der Kraft.

Zusätzliche Motivation vor dem Spiel könnte auch das überraschende 2:2 der Bayern daheim gegen Wolfsburg gebracht haben. Pessimistisch wie ich bin, habe ich dies aber eher als Bürde für Borussia empfunden. Mal abwarten…

Der BVB hatte das Spiel von Beginn an im Griff, allerdings ohne offensiv gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Roman Bürki musste in der elften Minute die erste dicke Konterchance der Gäste parieren – das hätte der erste Gegentreffer der Saison sein können. In der 20. Minute war es Sokratis, der in Gladbachs Schlussmann seinen Meister gefunden hatte.

Nach 25 Minuten hatte Pierre-Emerick Aubameyang das 1:0 gleich doppelt auf dem Fuß, aber beide Male konnte Sippel zwischen den Pfosten die Schüsse des Stürmers abwehren. Eine Führung der Schwarz-Gelben war inzwischen längst überfällig. Und so kam es auch nach 28 Minuten:

Damit nicht genug. Zehn Minuten später schnürte Philipp seinen ersten Doppelpack für Dortmund und es stand 2:0. Die Vorlage kam übrigens von Toljan:

Und es war noch nicht Schluss. Ein weiter Pass von Sokratis fand in Philipp seinen Abnehmer, der Auba perfekt aufgelegt hat (45.). Wahnsinn!

Das muntere Tore schießen geht weiter

Nach der Pause konnte der zweite Doppelpack des Tages bejubelt werden. Aubameyang mit dem 4:0 und Saisontreffer 7 (50.):

Und es wurde noch besser. 5:0 nach 63 Minuten:

https://twitter.com/The_KayBee/status/911650069023219714

Shinji Kagawa wurde anschließend für Pulisic eingewechselt. Und zack, da war es. Das erste Gegentor der Saison für Dortmund nach 65 Minuten. Aber scheißegal! Dan-Alex Zagadou wurde nach 69 Minuten gegen Lukas Pisczek getauscht. Und dann wurde es emotional. Und es kam ein Tor des Monats.

https://twitter.com/Ostwestf4le/status/911653357814763520

Kurz darauf wurde noch eine emotionale Schippe draufgelegt. Marc Bartra kehrte nach seiner Verletzungspause für Sokratis auf den Rasen zurück (82.).

Erste Heimniederlage gegen Real Madrid

Mit Andrey Yarmolenko für Christian Pulisic und Champions League Debütant Maximilian Philipp startete der BVB am zweiten Spieltag in das Heimspiel gegen Real Madrid. Außerdem kamen Nuri Sahin und Gonzalo Castro für Julian Weigl und Mo Dahoud aufs Feld.

Das Spiel begann rasant. Dortmund zeigte, dass es mitnichten nur verteidigen wollte und kam mehrfach gefährlich vors Tor der Madrilenen. Roman Bürki rettete nach zehn Minuten stark gegen Carvajal, der sich im Strafraum auf rechts durchgesetzt hatte. Es zeigte sich rasch, dass die hoch stehenden Dortmunder Verteidiger extrem riskant waren, weil Real blitzschnell vor dem Tor von Bürki auftauchen konnte.

Kurze Zeit später brannte es lichterloh im Strafraum der Gäste. Yarmolenko flankte von rechts, Aubameyang verpasste knapp und das Handspiel von Sergio Ramos wurde weder mit Elfmeter noch mit Platzverweis bestraft (14.).

Führung für die Gäste

Und dann kam Gareth Bale und markierte die Führung für die Königlichen (18.). Leider geil, das Tor. Der BVB ließ sich aber nicht groß von dem Gegentor beeindrucken und spielte weiter offensiv, um den Ausgleich zu erzielen.

Nach der Pause startete der BVB fulminant und Auba hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Ein spanisches Bein konnte allerdings zur Ecke klären. Besser machte es Real Madrid in Person von Ronaldo, der mit dem 2:0 den Deckel drauf gemacht hatte (47.).

Sieben Minuten später flankte Castro auf Auba der zum Anschlusstreffer einnetzen konnte. Jetzt war das Stadion am Beben. Ging noch etwas? Das Tor beflügelte Borussia und die Mannschaft war klar am Drücker. Doch der Ausgleich wollte nicht fallen.

Gegen den Champions League Sieger 2017 gab es an diesem Abend nichts zu holen. Ronaldo machte elf Minuten vor dem Ende mit dem 3:1 alles klar und verließ erstmals das Westfalenstadion als Sieger. Der BVB wartet damit weiterhin auf die ersten Punkte in der Champions League.

Dreckiger Sieg beim FC Augsburg

Der Tabellenführer stand beim Vierten der Liga vor einer großen Aufgabe. Und ich konnte das Spiel nicht live verfolgen, weil ich mich im Schatten der Esprit Arena in Düsseldorf zur Leistungsdiagnostik aufgehalten habe.

Der BVB legte los wie die Feuerwehr und konnte ein frühes Tor von Yarmolenko mit der Hacke bejubeln. Dank der Sky Sport-App hatte ich die Möglichkeit, das Tor in bewegten Bildern zu verfolgen:

Nicht lange konnte ich mich über die Führung freuen. Augsburg gelang der Ausgleich und die Gäste hatten einfach schlecht verteidigt. Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es die einzige Chance für Augsburg in Halbzeit 1 gewesen ist. Doch die zweite Halbzeit sollte die Verhältnisse wieder gerade rücken.

Erst markierte Shinji Kagawa ein wunderbares 2:1 und dann hatte Auba die große Chance, auf 3:1 zu erhöhen. Doch der Gabuner nutze den nach Foul an Lukas Pisczek verhängten Foulelfmeter nicht und vergab mit einem kläglichen Schuss die Vorentscheidung. Es wäre Aubas Neunter Saisontreffer gewesen.

Mit Zittern und Glück blieb es bei der hauchzarten Führung. Die Erkenntnis: Solche Spiele endeten in der vergangenen Saison am Ende remis oder wurden verloren. 19 Punkte und 22:2 Tore nach dem siebten Spieltag sind ein Pfund. Und weiter gilt:

Und dann war da noch das:

Erste Saisonniederlage – ausgerechnet gegen Leipzig

Zurück vom Korschenbroicher Waldlauf habe ich mich auf das Topspiel des achten Spieltages gefreut. Gegen Rasenball Leipzig sollte nicht nur die Heimserie im Westfalenstadion weiter halten, sondern der Abstand auf den Konkurrenten ausgebaut werden.

Sechs Wechsel hatte Peter Bosz vorgenommen. Mit Zagadou und Toljan auf den Außen, Nuri Sahin im defensiven sowie Mario Götze und Gonzalo Castro im offensiven Mittelfeld begann der BVB. Überraschend fand sich Marc Bartra auf der Bank wieder, während Ömer Toprak und Sokratis die Innenverteidigung gebildet haben. Und die Partie begann verheißungsvoll:

Nur drei Minuten später rettete Roman Bürki mit einer starken Parade gegen Leipzig die Führung. Doch in der zehnten Minute war der Schweizer machtlos bei Marcel Sabitzers Kopfball zum Ausgleich. Leipzig spielte weiter offensiv und drehte nach 25 Minuten das Spiel. Toljan verteidigte schlecht gegen Bruma und Poulsen netzte zur Leipziger Führung ein.

Die Devise lautete nun:

Denn Borussia war alles andere als chancenlos. Insbesondere Yarmolenko und Auba wirbelten ordentlich vor dem Leipziger Tor, allerdings ohne weiteren zählbaren Erfolg. Unter Strich hatten die Gäste die Borussen im Griff und nutzten die Schwachstellen des Gegners rigoros aus.

Personeller Ausgleich

In der Pause reagierte Bosz und es gab zwei Wechsel Julian Weigl und Christian Pulisic kamen für Jeremy Toljan und Nuri Sahin auf den Platz. Und es begann beschissen. Richtig beschissen. Es gab eine rote Karte für Sokratis und Elfmeter für Rasenball. Leipzig führte mit 3:1 (48.) und hatte dazu einen Mann mehr auf dem Feld.

Zumindest personell war das Spiel nach 56 Minuten wieder ausgeglichen. Nach Foul an Aubameyang bekam Stefan Ilsanker die gelb-rote Karte gezeigt. Ging noch etwas für die Borussia? Ja, es ging noch etwas. Auba wurde nach einer Stunde knapp innerhalb des Strafraums gefoult und nach Konsultation des Videoschiedsrichters gab es Elfmeter. Erneut war es Auba, der trotz seiner Fehlversuche angetreten ist, um den Elfer zu verwandeln.

2:3! Jetzt bebte das Westfalenstadion, jetzt ging die Post ab. Sollte noch die Wende gelingen? Die erste Heimniederlage nach 34 Siegen und 7 Unentschieden rückte näher und näher:

Angriff um Angriff rollte auf das Leipziger Tor zu. Götze, Pulisic, Aubameyang und Co. machten Druck ohne Ende, doch der lucky punch wollte einfach nicht gelingen. Und das trotz fünf Minuten Nachspielzeit.

Schade, BVB. Ein Remis war aufgrund der starken 2. Halbzeit drin. Stattdessen gab es die erste Heimniederlage nach 41 Spielen. Scheiß drauf! Mund abputzen und weiter geht’s!

Peinliche Vorstellung bei Apoel Nikosia

Auf Zypern sollte am dritten Spieltag endlich der erste Sieg in der Champions League-Gruppenphase eingefahren werden. Peter Bosz änderte die Mannschaft nach der knappen Niederlage zu Hause gegen Leipzig auf mehreren Positionen.

Toljan, Sahin, Castro, Zagadou und Philipp mussten auf die Bank, Bartra, Weigl, Kagawa, Schmelzer und Pulisic kamen in die erste Elf. Insbesondere die frühzeitige Rückkehr von Marcel Schmelzer war eine positive Überraschung.

Die erste Halbzeit plätscherte vor sich hin. Dortmund hatte die optische Überlegenheit und schoss mehr als ein halbes Dutzend Mal aufs Tor. Aber traf nicht ins Netz.

Nach der torlosen ersten Hälfte kehrten die Borussen unverändert auf den Platz zurück. Es war dringend ein Tor der Gäste nötig, um die Hoffnung auf ein Weiterkommen in der Königsklasse aufrecht zu erhalten. Doch denkste! Nach einer Stunde lag Dortmund zurück. Unglaublich.

Doch Dortmund hatte Papa Sokratis und nach 67 Minuten war der Ausgleich endlich da. Kurze Zeit später knallte ein Distanzschuss von Kagawa an die Latte. War der BVB endlich aufgewacht?

Die Zeit lief den Schwarz-Gelben davon. Am Ende blieb es beim 1:1. Eine unterirdisch schlechte Leistung der gesamten Mannschaft wurde mit dem gerechten Unentschieden quittiert. Damit sind die Chancen für das Erreichen des Achtelfinales realistisch betrachtet nicht mehr vorhanden.

Der Ausblick

Borussia Dortmund Saison-2017 2018 Saisonverlauf 8. Spieltag Chart FieberkurveGleich drei knackige Auswärtsspiele in Serie warten auf den BVB. Heute geht es nach Frankfurt, am Dienstag nach Magdeburg zum DFB-Pokal und anschließend zum Aufsteiger Hannover 96.

Das Heimspiel gegen Nikosia an Allerheiligen wird aufzeigen, ob der Zug Richtung Achtelfinale Champions League endgültig abgefahren ist und das darauffolgende Heimspiel gegen Meister Bayern München ist eine weitere wichtige Standortbestimmung.

Richtungsweisende Wochen stehen bevor. Mach´ das Beste daraus, Borussia!

Und dann war da noch…

Bisher sind folgende Beiträge über Borussia Dortmund in der Saison 2017/2018 erschienen:

Borussia Dortmund vor dem Start in die Saison 2017/2018

Borussia Dortmund nach vier Spieltagen in der Saison 2017/2018.

Autor: Marc

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