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#DeinErsterMarathon: 10 Fragen von Marathon-Debütanten an Maren Schink

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Wer das erste Mal einen Marathon läuft, hat nicht nur einen großen Respekt vor der Aufgabe, sondern auch viele Fragen.

Fragen, die nicht nur den Marathon an sich, sondern auch zahlreiche andere Themen rund ums Laufen betreffen: Training, Ernährung, Psychologie und und und…

Da trifft es sich gut, dass es erfahrene Läuferinnen gibt, die für alle möglichen Fragen zur Verfügung stehen. So wie Maren Schink von Laufsport Bunert.

Das ist Maren Schink

Maren Schink Laufsport BunertMaren ist auch Teil der #DeinErsterMarathon-Crew von Laufsport Bunert und hat bereits den Status als Nicht-Marathoni abgelegt.

In Düsseldorf konnte sie ihr erfolgreiches Debüt über die Langdistanz feiern und hat sich außerdem dem Triathlon verschrieben. Auch in Rotterdam wird Maren am 8. April mit am Start sein und 42,195 Kilometer unterwegs sein.

Auf geht´s!

1. Die letzten Tage vor dem Marathon: was ist wichtig? Worauf sollte ich achten?

Ich denke das Wichtigste ist, sich zu schonen und bloß nicht auf die Idee zu kommen, verpasste Trainingseinheiten in letzter Minute noch nachzuholen.

Locker laufen, ausreichend schlafen, Stress so gut es geht vermeiden. Und: Darauf vertrauen, dass man bestmöglich vorbereitet ist und das schaffen wird. Dann kann nicht mehr viel schief gehen!

2. Nach dem Marathon: wie gelingt die Regeneration am besten?

Ich lese oft von Massagen oder Sauna, habe aber beides nach meinem Marathon nicht ausprobiert.

Stattdessen hab ich in der Düsseldorfer Altstadt in den Mai gefeiert und bin am nächsten Tag munter Treppen rauf und runter gehopst. Kann ich dir also nicht sagen!

3. Pace und Power: wie finde ich das richtige Tempo?

Das ist die große Kunst. Die Empfehlung des Trainers und das Hören auf das eigene Bauchgefühl sind da wohl am Wichtigsten.

4. Negative Splits und mehr: die Renn-Taktik

Wer es schafft, seinen ersten Marathon mit negativem Split zu laufen, der hat meine volle Bewunderung!

5. Pausen und Stärkung: Verhalten am Verpflegungspunkt

Die richtige Verpflegung spielt auf jeden Fall eine große Rolle.

Hier gilt es im Training schon herauszufinden, wo der schmale Grat zwischen zu wenig Energie und Magenschmerzen ist. Was einem zwar jeder sagt, ich aber nur eindringlich wiederholen kann: Verdammt nochmal nichts Neues im Wettkampf! Wirklich nicht!

Ich hätte in Düsseldorf fast eine Banane auf die Straße gespuckt. Bleib´ bei der Sorte Gels, die du kennst und verträgst und bei dem Obst, das du auch schon im Wettkampf gegessen hast.

6. Gels, Liquids und Co.: welche, wann und wie viele?

Um herauszufinden, wie viel man braucht, eignen sich die langen Läufe bestens.

Ich nehme grundsätzlich weniger, als die Hersteller empfehlen, weil ich mich bei drei Gels pro Stunde spätestens nach dem dritten übergeben würde. Das muss jeder für sich selbst testen.

7. Ernährung: Was esse ich am besten?

Das, was du verträgst. Bei mir sind es definitiv keine Bananen während des Laufs.

8. Was tun, wenn es beim Wettkampf nicht läuft?

Plan B bereitlegen. Und am besten auch Plan C.

Ist das Zeitziel nicht mehr zu erreichen, kann gut durchkommen das neue Ziel sein. Wird das auch nichts, dann wenigstens ankommen.

Das Wichtigste für mich ist immer, dass ich am Ende das Gefühl habe, alles gegeben zu haben. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich hinterher vorzuwerfen „hätte ich mal“.

9. Habe ich eine Frage vergessen oder kennst du eine Frage, die dir immer und immer wieder gestellt wird?

Nein.

10. Dein ultimativer Tipp?

Ruhig bleiben. Kurz vor dem Start Menschen meiden, die dich nervös machen. Nicht an die Distanz denken, sondern darauf vertrauen, dass das klappt und einfach laufen.

Noch mehr Tipps zum Marathon

Weitere Interviews mit Tipps für Marathon-Läufer gibt es hier:

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014, #ProjektLaufen2015 #ProjektLaufen2016, #ProjektLaufen2017 und #ProjektLaufen2018.

Autor: Marc

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2 Kommentare

  1. Die Tipps sind durch die Bank alle sehr nützlich. Ich möchte einen ergänzen, den mir mein Trainer vor dem ersten Marathon mitgegeben hat – und der mir sehr geholfen hat:

    Versuche beim ersten Marathon NICHT, eine definierte Zielzeit zu erreichen! Beim ersten Marathon sollte nicht die Zeit im Vordergrund stehen, sondern das Ankommen. Alles andere kommt später.

    Mir wurde immer wieder eingeimpft, LANGSAMER zu laufen, als ich eigentlich könnte. Und genau das hat mir letztendlich auf den letzten Kilometern sehr geholfen.

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