Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Wie der Besuch im Westfalenstadion fast gescheitert wäre

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Es ist Sonntag Morgen. Eine Aspirin sprudelt im Glas vor sich hin und ich versuche zu rekonstruieren, was vor neun Stunden passiert ist.

Denn das, was gegen halb zwölf in der Nacht passiert ist, hätte um ein Haar den ersten Besuch im Westfalenstadion seit langem in Gefahr gebracht. Meinem schnellen Handeln und eine gehörige Portion Glück haben aber anscheinend Schlimmeres verhindert. Was war passiert?

Gestern Abend bin ich vor dem Fernseher auf der Couch eingeschlafen. Kurz vor Mitternacht bin ich aufgewacht und wollte vom Wohnzimmer nach oben ins Badezimmer. Als ich vor dem Waschbecken stand, wurde mir plötzlich schwindelig und schwarz vor Augen. Weil ich bislang so gut wie nie Probleme mit dem Kreislauf hatte, war ich mit der Situation überfordert.

Als ich wieder zu mir gekommen bin, befand ich mich in der Waagerechten. Auf den Bodenfliesen im Bad unter der Toilette. Mein Kopf schmerzte, das Schlüsselbein schmerzte und gleiches galt für den Ellenbogen. Als ich meinen Hinterkopf vorsichtig abgetastet hatte, spürte ich neben dem Schmerz erstmals Erleichterung: er war zwar sehr geschwollen, es handelte sich aber nicht um eine Platzwunde.

Zu meiner eigenen Überraschung tat ich rückblickend instinktiv das Richtige. Nachdem ich mich gesammelt hatte, holte ich mir aus dem Kühlschrank ein Eispack zum kühlen der Beule, die immer mehr angewachsen ist. Das Kühle des Eispacks wirkte wohltuend auf die verletzte Körperstelle, so dass ich mich an die Rekonstruktion des Unfalls machen konnte.

Dazu war genügend Zeit, denn mein Körper war von dem Sturz so aufgeputscht, dass an Schlaf nicht mehr zu denken war. Ich vermute, dass ich zu schnell von der Couch aufgesprungen und ins Bad geeilt bin und der Kreislauf deshalb “die Grätsche gemacht hat”. Ich hatte allerdings verdammt viel Glück im Unglück.

Anstelle des Sturzes auf die flachen Fliesen hätte mein Kopf auch auf das Waschbecken oder die Toilette knallen können – nicht auszudenken, wie splattermäßig es dann in dem Raum ausgesehen hätte. Dennoch konnte ich heute Nacht alles andere als gut schlafen. Weder auf dem Rücken, noch auf der Seite noch auf dem Bauch – jede Position hat mir das geprellte Schlüsselbein krumm genommen.

Mal schauen, wie es heute im Laufe des Tages gesundheitlich wird. Wenn ich keine Aussetzer verspüre, steht dem Besuch im Westfalenstadion Gott sei Dank nichts im Wege. Dennoch zählte das Erlebte zu den Dingen in der Rubrik “Erlebnisse, auf die ich lieber verzichtet hätte”.

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Autor: Marc

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