Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Das Jugendwort des Jahres 2011

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Alle Jahre wieder wird nicht nur das Unwort des Jahres gesucht. Genauso spannend ist die Suche nach dem Jugendwort des Jahres 2011.

Auch die Jugend benutzt ihre eigene Sprache und verwirrt insbesondere Erwachsene mit ihrem eigenen Stil. Ich kann mich gut an meine Oma erinnern, die sich Ende der achtziger Jahre maßlos über meine Verwendung des Adjektives geil aufgeregt hat. Für mich war geil nur ein Synonym für klasse, spitze, super, aber sie hat mit den vier Buchstaben andere Assoziationen verbunden, die eher Richtung sexueller Ausrichtung und Gemütslage gegangen sind.

Lange ist das her. Im Jahr 2011 hat die Langenscheidt Verlagsgruppe wieder die Top 15 ermittelt und zur Wahl gestellt. Eine achtköpfige Jury, in der neben Eva Betz-Weiß, Uwe Wittstock, Matthias Heine und Manja Branß auch noch drei Teenager sitzen, werden nach den Kriterien sprachliche Kreativität, Originalität, Aktualität und Verbreitungsgrad das Jugendwort des Jahres 2011 auswählen.

Und das sind die 15 Kandidaten für das Jugendwort des Jahres 2011:

  • Bitchmove hinterhältige Aktion
  • Fail /Epic Fail grober Fehler, Versagen
  • fjed(e)n auf jeden Fall
  • Gesichtsbuch Facebook
  • googeln suchen (nicht nur im Internet!)
  • guttenbergen abschreiben
  • Hausfrauenpanzer schicker Geländewagen, SUV
  • hobbylos nutzlos, sinnlos
  • jackpot genial, toll
  • Karussellfleisch Döner
  • Körperklaus Tollpatsch, Grobmotoriker
  • laser super, heftig, abgefahren
  • rubbeldiekatz extrem schnell
  • Swag beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung; charismatisch-positive Aura
  • Zwergenadapter Kindersitz

Mir persönlich gefällt natürlich der Begriff rubbeldiekatz am besten, schließlich weckt der Begriff Erinnerungen an den April und Mai 2011, als meine schwarz-gelben Helden überglücklich die Deutsche Meisterschaft feiern konnten. Dass es der Körperklaus unter die ersten fünfzehn Begriffe geschafft hat, hat mich verwundert. Mir ist das Wort erstmals dank Casper und XOXO untergekommen. Die Worte Karussellfleisch und Zwergenadapter finde ich sprachlich sehr stark. Auch der Hausfrauenpanzer ist genial, weckt er doch Erinnerungen an den völlig überfüllten Parkplatz vor dem Kindergarten meines Sohnes und die Arztgattin, die mit ihrem fetten Porsche-SUV gleich mehrere Parkbuchten blockiert.

(via)

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Autor: Marc

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