Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Einsatz, Engagement und am Ende alles umsonst?

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Kennt Ihr solche Tage? Ihr gebt im Job mehr als einhundert Prozent, setzt Euch für Eure Kolleginnen und Kollegen ein, kämpft, macht und tut – immer mit dem Fokus auf den Kunden und den Service.

Und dann kommt jemand unverhofft um die Ecke und fährt Euch in die Parade. Stellt dumme Fragen und stellt noch dümmere Annahmen in den Raum. Und schiebt gesetzliche Anforderungen in den Vordergrund, um Euer Vorhaben zu torpedieren. Und beschädigt damit nicht nur Euren Ruf, sondern auch die Leistung des gesamten Teams. Ich mag solche Angriffe nicht, die perfide eingefädelt scheinen. Und in solchen Situationen bin ich auch nicht kompromissbereit. dann beende ich umgehend das Gespräch und erkläre, dass der Sachverhalt für mich nicht diskutabel ist. Weil es keine andere Option zum Handeln gab. Weil ich am Ende des Tages die Verantwortung trage.

So ging es mir heute. Ich bin immer noch fassungslos und kann nicht glauben, dass sie die Szene so heute Nachmittag abgespielt habe. Erst einmal d-u-r-c-h-a-t-m-e-n. Gaaaaaanz ruuuuuuhig. Denn ich erinnere mich an eine Maßgabe aus meiner Bundeswehrzeit anno 1997: erst einmal eine Nacht darüber schlafen. Und dann weiter sehen. Und dann Maßnahmen ergreifen. Denn am Ende wird abgerechnet. Leider – oder zum Glück? – vergesse ich nicht. Auch da bin ich kompromisslos.

So.

Disclaimer: Ich habe diesen Text am heutigen frühen Abend im Vollbesitz meiner Kräfte geschrieben. Meine emotionale Verfassung wurde möglicherweise nur aufgrund des Hörens von Rammstein verstärkt.

Update 11.06.2010
Ich habe heute morgen mit meinem Chef über das Thema gesprochen. Er hat mich diszipliniert und sensibilisiert. Ich werde das Gespräch mit dem Kollegen suchen, ihn ins Team-Meeting einladen und das Thema erörtern.

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