Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Wie geht es weiter mit dem Webmasterfriday?

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Der Webmaster Friday (WMF) steht vor dem Aus!

Diese Nachricht hat mich am Donnerstag Abend ein wenig schockiert, denn seit vielen Jahren nehme ich – unregelmäßig – an dem kurzweiligen Format teil. Meine erste Teilnahme am WMF datiert übrigens vom November 2010 (!) und damals ging es um die Frage: Welche WordPress-Plugins habt ihr aktiv im Einsatz?

Eine Entscheidung der Vernunft

Leider folgt Martins Entscheidung, den WMF nicht mehr jede Woche starten zu lassen, einer Logik, der ich mich nicht entziehen kann.

Er erklärt:

Ich bin ehrlich gesagt etwas ins Grübeln geraten, ob das Format überhaupt noch zeitgemäß ist bzw. ob es Euch überhaupt noch interessiert.

Die Artikelfrequenz vieler Blogs ist rückläufig (nicht nur bei Teilnehmern des WMF). Die gegenseitige Verlinkung ebenso. Sei es auch Angst vor Google-Abstrafungen, oder aus Faulheit, oder Neid oder warum auch immer.

Wie seht ihr das? Macht der Webmasterfriday noch Sinn? Lohnt es sich, mitzumachen? Oder gibt es andere Möglichkeiten, das Ganze fortzuführen? Was ist der Kern des WMF, der Euch etwas bringt?

Darüber hinaus ist Martin mit seiner Entscheidung in guter Gesellschaft. In der jüngsten Vergangenheit habe ich mehrere Blogs langsam, aber sicher eingehen sehen. Die Gründe dafür sind genauso unterschiedlich wie die Themen der Weblogs. Am Ende steht aber eine immer weiter schrumpfende Blogosphäre.

Mein Blog auf dem Sinkflug

Auch bei meinem Blog stelle ich seit einiger Zeit eine sinkende Tendenz fest. Die Besucherzahlen sinken stetig und einen wirklichen Grund kann ich dafür nicht ausmachen. Ich habe mir in jüngster Zeit auch die Frage gestellt, ob sich der ganze Aufwand überhaupt noch lohnt.

Allerdings ist meine Motivation noch nicht so sehr im Keller, dass ich „Ein Ostwestfale im Rheinland“ über die Wupper gehen lassen möchte. Dafür steckt zu viel Herzblut darin.

Warum darf der WMF nicht sterben?

Wie geht es weiter mit dem Webmasterfriday? Ich plädiere dafür, ihm noch eine Chance zu geben. Für mich ist der Webmaster Friday eine Inspirationsquelle für neue Themen und eine Möglichkeit, neue Blogs und Blogger kennenzulernen. Leider hat die Resonanz der Teilnehmer in den letzten Monaten sukzessive nachgelassen, ich kann Martins Anstoß zur Einstellung des WMF durchaus verstehen.

Denn wozu macht er sich die Arbeit, wenn die Rückmeldung und die Teilnahme so kläglich aussehen? Vielleicht ist der Aufruf, sich mit der Zukunft des WMF stärker zu beschäftigen, ein guter Zeitpunkt für einen neuen Anfang. Falls sich nichts ändert ist der schleichende Tod des Webmaster Friday die zwangsläufige – und bedauerliche – Folge.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

10 Kommentare

  1. Pingback: Sind Blogparaden noch zeitgemäß? Die Zukunft des Webmasterfriday

  2. Mein Blog schläft auch irgendwie ein. Zum einen, weil ich durch Arbeit nicht mehr so viel Zeit habe. Zum anderen hat sich mein Thema Familie auch irgendwie erschöpft. Meine Kinds sind nun Teenies – da darf, will und kann ich auch nicht mehr so viel schreiben. Vor allem, weil beide (toi toi toi) nun recht unkompliziert sind.

    Mein anderes Thema ADHS – auch hier läuft es mehr oder weniger gut, bzw. es liegt nicht mehr an uns.

    Tja, und so gehen mir die Themen aus – und die Zeit fehlt an allen Ecken und Enden.

    Daher suche ich mir ein anderes Betätigungsfeld im Netz und ich kann die Überlegungen von Martin schon nachvollziehen.

    Gruß Mella

  3. Danke, Marc, fürs Mitmachen. Wie so oft 🙂
    Da schwingt so viel Wehmut mit, die ich eigentlich gar nicht habe. Ich sehe das eher pragmatisch: man hat eben nur begrenzte Zeit – und die muss man gut und effektiv nutzen. Vielleicht ist das Bloggen an sich – ebenso wie das Vernetzen und Diskutieren – in den Sozialen Medien einfach besser aufgehoben.
    Das Mitmachen beim Webmasterfriday soll sich für die Teilnehmer ja lohnen. Wenn am Ende niemand mehr etwas davon hat, dann bringt es auch nichts, ihn fortzuführen. Die Frage ist daher: was kann so eine „Verteiler-Plattform“ den Teilnehmern noch bringen?
    Ich werde auch Deine Überlegungen in meine mit einfließen lassen und mich Anfang kommender Woche entscheiden, ob und wie es weitergeht 🙂
    Dir ein schönes Wochenende
    Gruß, Martin

    • Salve, Martin Piratenfeld!

      Och… wenn es Dir an innovativen Themenvorschlägen fehlt, so hätte ich da einige „crazy“ Ideen auf „cerebralem Lager“, die ich gerne zur Verfügung stelle… Dabei handelt es sich keineswegs um Themen, die mich speziell „berühren“, sondern eher allgemeinen Interesses sind…

      Ich selber halte eine „Verteilerplattform“ außerhalb der Sozialen Medien für wertvoll…

      Schon mal überlegt, für +Feedback die Möglichkeit einer kostenlosen PR-Mitteilung über einen (bekannten) PR-Verteiler zu nutzen? Den TExt dafür könnte ich gerne zur Verfügung stellen – kostenlos…

      Greetz

      Sabine

  4. Pingback: Wie geht es weiter mit dem Webmasterfriday? – Wupperfocus

  5. Pingback: Webmaster Friday - In jedem Ende wohnt ein neuer Anfang › Henning Uhle

  6. Diesen Negativtrend bei den Blogs und bei den Besucherzahlen habe ich leider auch feststellen müssen.

    Auf Twitter schrieb mir jemand, dass sie wegen Twitter und Instagram ihren Blog aufgegeben hat. Das hat mir sehr zu denken gegeben.

    LG

    Sabienes

  7. Pingback: Oh, gibt es den Webmasterfriday bald nicht mehr? | 2BIER.de

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  9. Pingback: Webmasterfriday 2.0? - Becherwürfel

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