Ein Ostwestfale im Rheinland

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Erdmännchen, Pinguin & Co.: Ein Besuch im Kölner Zoo

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Er ist etwas ganz Besonderes: mitten in der Ein-Millionen-Stadt Köln und in direkter Nachbarschaft zum Rhein befindet sich der Zoologische Garten mit einer Größe von zwanzig Hektar.

Wer früh genug anreist, kann nahe des Botanischen Gartens, in unmittelbarer Nähe des Zoos, kostenlos parken und das Zoogelände in wenigen Minuten erreichen. Bei sonnigem Wetter macht ein Besuch bei den Tieren gleich noch viel mehr Spaß und in dieser Hinsicht haben wir bei unserem ersten Aufenthalt an einem Samstag Morgen wirklich Glück gehabt.

Logo Kölner ZooÜberhaupt lohnt es sich, früh in den Zoo zu gehen. Denn zu Beginn war es angenehm leer und erst im Laufe des Vormittags sollte der Besucherstrom immer stärker anwachsen.

Die Eintrittspreise sind Zoo-üblich und liegen in der Range von der Konkurrenz in Duisburg und Gelsenkirchen: Erwachsene bezahlen 17,50 Euro und Kinder zwischen vier und 12 Jahren sind mit 8,50 Euro dabei, während Schüler und Studenten ein Ticket für 12 Euro lösen. Schade: Familienkarten sind im Kölner Zoo nicht erhältlich.

Ein Rundgang durch das tierische Köln

Unser Rundgang begann direkt nach dem Eingang links im Clemenshof mit heimischen Tieren, die viele Stadtkinder oftmals nur aus den Bilderbüchern und aus dem Fernsehen kennen. Natürlich fehlt auch der Geißbock Hennes, das Maskottchen des 1. FC Köln, inklusive Nachwuchs nicht.
Besonders beeindruckt hat die Kids das Hippodom mit Krokodilen und Schildkröten. In dem Gebäude herrscht ein tropisches Klima, in dem sich die tropischen Vogelarten und die Amphibien wohlfühlen. Ein Highlight sind die Unterwasser-Aktionen in den beiden Becken für die Flusspferde und die Krokodile und laden zum Zuschauen ein.
Die Nashörner sind übrigens im ehemaligen Giraffen- und Antilopenhaus untergebracht, das gleichzeitig auch das älteste und noch heute existierende Gebäude ist und aus dem Jahr 1863 stammt. Nicht verpassen solltet ihr die Fütterung der Pinguine, die täglich um 10:45 und 15:30 Uhr stattfindet und jedes Mal ein großer Spaß ist.
Anschließend ging es zu Storch & Co., verschiedenen Vogelarten und den putzigen Seelöwen. Bei den Seelöwen sind wir passend zur ersten Fütterung um 11:30 Uhr gewesen und ließen uns das putzige Schauspiel nicht entgehen. Das Seelöwenbecken wurde bereits 1887 erbaut und in seiner Grundgestaltung bis heute erhalten. Besonderes Kennzeichen des Beckens ist der steil emporragende Seelöwenfelsen, an dem die Tiere ihre Kletter- und Sprungkünste demontieren können.
Eine gute Viertelstunde lang präsentieren die Schwimm-Experten ihre Künste und werden nicht nur stoisch gefüttert. Unter dem Beifall des Publikums gibt es Sprünge durch den Reifen, Akrobatik mit dem Ball und feucht-fröhliche Kunststücke zu sehen. Als nächstes standen die Borneo Orang-Utans und die Bartaffen auf dem Programm. ‎Dank großflächigen Scheiben können die Besucher den Tieren ganz nah kommen. Sehr imposant sind die Flachland-Gorillas, bei denen ich eine längere Zeit verweilt habe.

Vom Affen-Haus führt der Rundweg weiter zum Elefanten-Park. Während unseres Besuches war das Gebäude wegen Quarantäne geschlossen. Vom Aussichtspunkt neben dem Parks hat man allerdings einen tollen Ausblick auf die Elefantenherde im Außengehege. Weiter ging es mit dem asiatischen Löwen und dem persischen Leopard sowie dem Schneeleopard, die im Zoo Nachbarn sind. Von dort aus geht es direkt über in den Regenwald, das Tropenhaus im Kölner Zoo. Insbesondere die Geier sind genauso neugierig wie pfiffig und haben schon so manchem kleinen Besucher das Kuscheltier weggeschnappt.
Während sich der sibirische Tiger müde auf der Empore versteckt hatte, ließen sich die Zebras im Gehege blicken. Die Affeninsel ist ebenfalls ein beliebter Anziehungspunkt. Die Insel entstand 1914 als östlicher Teil des Zoos und griff das tiergärtnerische Konzept von Carl Hagenbeck aus Hamburg auf. Das bedeutet, dass die Affen erstmals ohne Gitter und Käfige auf riesigen Freianlagen präsentiert worden sind. Es macht Spaß und ist kurzweilig, der Karawane der Mantelpaviane bei ihrem Rundgang und den kleinen Scharmützel zuzuschauen.

Die Verpflegung im Kölner Zoo

Gegen Mittag wurde der Andrang im Kölner Zoo merklich größer und die Wege bevölkerter. Inzwischen war es viertel vor eins und wir waren dreieinviertel Stunden auf dem Gelände unterwegs. ‎Es war Zeit für einen Imbiss im Zoo Restaurant. ‎Um diese Zeit war es fast schon schwierig, im Restaurant einen Platz zu bekommen.
Rund um das Gelände gibt es Snackbar, Verkaufsstände und Ruhezonen. Die Preise für das Essen (Pommes mit Currywurst für 5,40 Euro und Pommes Spezial für 3,10 Euro) und Trinken sind angemessen. Für Kinder gibt es spezielle Menüs (Menü mit Pommes und vier Hähnchen Nuggets für vier Euro) und die eine oder andere Verpflegungsstation bietet sogar einen Blick direkt in das Tiergehege wie beispielsweise der Imbiss am Elefantenpark.
Frisch gestärkt ging es ‎ in das letzte Drittel des Zoo-Besuches. Inzwischen hatten die dunklen Wolken die Sonne verdrängt und erste Regentropfen fielen vom Himmel. Die Erdmännchen waren ganz klar die Favoriten der Kids. Unter der kuschligen Wärmelampe ließen es sich die kleinen Gesellen gutgehen und das kühle Wetter im März konnte ihnen nichts anhaben. Auch der Fischotter und der Waschbär waren putzig, kamen aber in Sachen Knuddel-Faktor nicht an die Erdmännchen heran.
Natürlich stand zum Abschluss auch ein Abstecher in den Zoo-Shop auf der Tagesordnung. In dem großen Gebäude am Haupteingang gibt es alles, was es für kleine und große Zoo-Freunde interessant ist. Bücher, Kuscheltiere, Postkarten und Klamotten sind nur einige der Artikel. Die Kids haben sich für einen Glubschi in Schnee-Leopard- und in Tiger-Form entschieden‎.

Auch die Prägestation mit der Souvenir-Medaille darf nicht fehlen. Inzwischen ist es schon Tradition geworden, dass wir uns bei unseren Ausflugszielen aus einem Cent-Stück ein Erinnerungsstück anfertigen lassen. Dieses Mal wanderte ein Hippotaler und eine Medaille mit einem Erdmännchen‎ in unsere Sammlung.

Ein Besuch im Kölner Zoo lohnt sich

‎Nach knapp fünf Stunden – die Kinder waren recht groggy und der immer stärkere Regen fing an zu nerven – war unser Ausflug in den Zoo beendet und wir haben die Heimreise angetreten. Die Tour durch die unterschiedlichen Kontinente mit den zahlreichen unterschiedlichen Tieren war genauso abwechslungsreich wie kurzweilig. Mich hat insbesondere fasziniert, wie sich der Kölner Zoo in das Stadtbild regelrecht eingeschmiegt hat. Sechsgeschossige Stadthäuser mit direktem Blick in das Zoogelände sind ‎normal.

Die Beschilderung entlang der Wege ist übersichtlich und zahlreich, so dass sich niemand verirren kann. Die sanitären Anlagen sind sauber und wirken wie frisch renoviert.
Auch an Spielplätzen fehlt es auch dem gesamten Zoogelände nicht. Meinen Söhnen hat es ganz besonders der Spielplatz neben dem Hippodom und dem Zoo-Restaurant angetan. Beide Spielplätze sind schön ‎angelegt und auch für ältere Kinder (ab zehn Jahren) geeignet.

Autor: Marc

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3 Kommentare

  1. Schön, so ein Urinal! 😉

    LG

    Sabienes

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