Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Rezension: “Coming Home” von Lars Amend

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Lars Amend erzählt in “Coming Home” von seiner tiefsten Lebensprüfung: dem Krebs seiner Mutter, ihrer letzten Lebensmonate und dem unausweichlichen Abschied.

Eingebettet in seine Entwicklung vom wilden Leben als Rock Journalist zum Familienvater, wird deutlich: Nichts traf ihn stärker als das Ringen um Nähe und Verständnis mit seiner Mutter .

Die Beziehung zwischen Sohn und Mutter

Früher war die Mutter eher distanziert, beruflich orientiert – keine Ratgeberin in Familienangelegenheiten. Diese Ambivalenz prägt ihre Beziehung: Während sie im Beruf Menschen inspirierte, war sie daheim „hilflos“ – ein schmerzhafter Gegensatz für Lars.

Während der Krankheit intensiviert sich ihr Kontakt. Lars war ständig bei ihr, telefonierte mehrfach täglich und schrieb ihr verzweifelte Briefe mit Fragen: „Mama, warum hast du so gehandelt?“ Doch Antworten blieben aus – ein schmerzlicher Mangel an Klärung

Unterschiedliche Wahrnehmungen

Amend reflektiert, dass jeder – er, die Familie, seine Mutter – seine eigene Version kennt und leben will. Ihre Kollegen zeigten große Wertschätzung bei der Beerdigung; diese diskrepante Wahrnehmung veranschaulicht den inneren Konflikt zwischen öffentlicher Wirkung und familiärer Realität.

In seinem Schmerz erlebt er eine zentrale Erkenntnis: „Du kannst niemanden retten, der nicht gerettet werden will“ – nicht die Mutter, nicht die Beziehung. Er erkennt, dass manche Fragen unbeantwortet bleiben müssen .

Sehr persönliche Einsichten

Coming Home” ist Lars Amends persönlichstes Werk: eine Mischung aus Memoiren, Reflexionen und Lebenshilfe. Die zentrale dynamische Beziehung zur Mutter, geprägt von Distanz, Sehnsucht nach Verständnis und letztlich Akzeptanz des Unverfügbaren, trifft mitten ins Herz.

Wer sich mit Verlust, Loslassen und der Suche nach innerem Frieden auseinandersetzen will, findet hier ein authentisches und eindrucksvolles Buch – ebenso nachdenklich wie bewegend.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Passionierter Läufer, Bücherfreund, iPhone 12, ipad mini 2, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, und Twitter zu finden.

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