Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Borussia Dortmund nach fünf Spieltagen in der Saison 2014/2015

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Die Bundesliga-Saison 2014/2015 hat inzwischen fünf Wochen auf dem Buckel.

Die erste Runde im DFB-Pokal ist absolviert, die Champions League-Hymne auch bereits einmal ertönt und der fünfte Spieltag in der Liga auch ausgefochten.

Es ist Zeit für ein erstes Fazit. Was lief gut bei Borussia Dortmund, was war schlecht und was kann besser werden?

(Fast) mühelos im DFB-Pokal

Vom reinen Ergebnis her war es ein Spazierging in der ersten Runde des DFB-Pokals. 4:1 stand nach 90 Minuten auf der Anzeigetafel im Stuttgarter Stadion (siehe auch: Hinten wackelts, vorne krachts).

Doch die Stuttgarter Kickers haben sich teuer gegen den BVB verkauft, der vom Drittligisten in der zweiten Halbzeit das eine oder andere Mal in Verlegenheit gebracht worden ist.

In der nächsten Runde geht es im Pokal Dienstag, 28. Oktober wieder in die Fremde. Dann ist der Zweitligist FC St. Pauli Gegner der Schwarz-Gelben auf dem Weg nach Berlin.

Holpriger Start in der Bundesliga

Saison 2014 2015 Borussia Dortmund Kicker Fieberkurve 5. SpieltagDer Auftakt in der Bundesliga verlief alles andere als rosig. Gegen Bayer Leverkusen lag Borussia bereits nach 09 Sekunden zurück und sollte selbst bis zur 95. Minute kein Tor mehr schießen. Stattdessen fuhr Leverkusen mit einem 2:0 als Tabellenführer nach Hause, während der BVB als Letzter der Rangliste geführt wurde (siehe auch: Der extrafrühe Fehlstart).

Der Fehlstart konnte bereits sechs Tage später in Augsburg ausgebügelt werden. Beim ebenfalls Letzten der Liga (Augsburg hatte die erste Partie auch 0:2 verloren) führten die Schwarz-Gelben bis zur 82. Minute nach Toren von Marco Reus, Sokratis und dem eingewechselten Adrian Ramos mit 3:0.

Alles sah nach einem entspannten Freitag Abend aus. Doch als der FC kurz vor dem Schlusspfiff bis auf 2:3 herangekommen ist, wurden die Nerven der Fans erneut arg strapaziert. Doch es reichte für den ebenso knappen wie verdienten Sieg (siehe auch: Dortmund macht es doppelt spannend).

Nach der einwöchigen Länderspielpause ging es am dritten Spieltag zuhause gegen den SC Freiburg. Und die Begegnung war etwas ganz Besonderes dank der Rückkehr von Shinji Kagawa (siehe weiter unten: Operation #freesjhinji erfolgreich).

Der kleine Japaner spielte gegen die Breisgauer, als sei er nie weg aus Dortmund gewesen und bereitete erst das Tor von Adrian Ramos vor, ehe er selbst zum 2:0 treffen konnte. Ein perfekter Einstand des alten Neuen (siehe auch: Kagawas Comeback: das Fußball-Märchen mit dem klitzekleinen Makel)!

Am vierten Spieltag hatte der BVB beim Topspiel am Samstag Abend alle Trümpfe in der Hand. Bayern München hatte nur 0:0 in Hamburg gespielt und auch die weiteren Konkurrenten hatten gepatzt. Mit einem Sieg in Mainz wäre Platz Eins die logische Folge gewesen. Doch es kam anders.

0:2 hieß es am Ende und keiner wusste so recht, wie dieses Ergebnis zustande gekommen ist (siehe auch: Klopps erfolgloses Rendevouz mit der alten Liebe). Adrian Ramos hätte allein drei Hundertprozentige verwandeln müssen.

Der eingewechselte Ciro Immobile hatte beim Stand von 0:1 mit einem Handelfmeter die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber übermotiviert. Und dann gab es auch noch zwei Aluminium-Treffer für die Gäste und zu allem Überdruss ein Eigentor von Matthias Ginter.

Mein Fazit war schnell gefunden:

Nur vier Tage später konnte die Pleite beim FSV ausgewetzt werden. Gegen Tabellenschlusslicht VfB Stuttgart war ein Heimsieg fest eingeplant. Doch auch hier gab es eine böse Überraschung, denn plötzlich führten die Schwaben mit 2:0.

Dank Treffer von Aubameyang und Ciro Immobiles erstem Liga-Treffer stand am Ende wenigstens ein 2:2-Unentschieden (siehe auch: BVB ist sein stärkster Gegner, Das 
Abwehrchaos kostet Dortmund erneut Punkte und Kurz ausgeführt: Stuttgarts Chaos verwirrt den BVB).

Mit zwei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen steht der achte Tabellenplatz zu Buche. Ein Rang, der von mir so nicht erwartet worden ist. Wer sich jedoch die Verletztenmisere vor Augen hält, dessen Bewertung wird ein wenig milder ausfallen.

Operation #freeshinji erfolgreich

Und dann war ja noch der Transfer-Coup des Jahres. Zwei Tage vor dem Ende der Transferperiode hat Michael Zorc den Rücktransfer von Publikumsliebling Shinji Kagawa eingetütet (siehe auch: Die Rückkehr von Shinji: Kein Grund zur Euphorie und Die Rückkehr der Romantik).

Der Japaner, der sich nach zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg 2012 für 16 Millionen Euro Richtung Manchester United verabschiedet hatte, wurde auf der Insel sportlich nie froh.

Die Dortmunder nutzten diese Gelegenheit und verpflichteten den Offensivkünstler für acht Millionen Euro und gaben Shinji einen Vierjahresvertrag. Insbesondere nach der Verletzung von Marco Reus sollte sich dieser Transfer als kluger Schachzug herausstellen.

Bye, bye Jonas Hofmann

Der eine kommt, der andere geht: Am letzten Tag der Transferfrist hat der BVB Jonas Hofmann an den Liga-Konkurrenten aus Mainz verliehen.

Zum damaligen Zeitpunkt war diese Entscheidung nachvollziehbar. Allerdings wurde der Transfer zu einer Zeit beschlossen, als das Verletzungspech noch nicht so heftig zugeschlagen hatte.

Als sich die Verletzten-Schwemme aber immer weiter ausgebreitet hat (siehe „Unglaubliches Verletzungspech“ weiter unten), haben sich viele Fans und Verantwortliche im Verein Hoffi zum BVB zurückgewünscht.

Unglaubliches Verletzungspech

Und dann war da ja noch das unglaubliche Verletzungspech, das Borussia vor dem dritten Spieltag massiv beschäftigt hat. Erst hat sich Marco Reus in den Schlussminuten des Länderspiels gegen Schottland verletzt und war für vier Wochen außer Gefecht gesetzt, dann kam mit Ciro Immobile zwei Tage später (Länderspieleinsatz) ein weiterer Offensivmann dazu und auch Kuba musste am gleichen Tag mit einer Muskelverletzung für vier Wochen ins Lazarett.

Zuvor wurde bekannt, dass Nuri Sahin nach einer Knie-Operation mindestens zwei Monate ausfällt. Es ist eine wahre Seuche, die über den BVB Anfang September hereingebrochen ist. Mit Dong-Won Ji, Ilkay Gündogan,  Jakub Blaszczykowski, Oliver Kirch, Marco Reus und Nuri Sahin fiel mehr als eine halbe Elf aus.

Nach der Niederlage in Mainz gesellte sich dann auch noch Henrikh Mkhitaryan dazu, der mit einem knöchernen Bandausriss vier Wochen ausfallen sollte.

Glanzvoll am ersten Spieltag in der Champions League

Am Dienstag Abend kam es am ersten Spieltag zum Topspiel. Der FC Arsenal gab sein Saisondebüt in der Königsklasse ab. Beide Mannschaften gelten in der Gruppe als Favorit auf den Tabellenplatz 1.

Verletzungsbedingt musste Klopp nicht nur auf die bekannten Namen verzichten, sondern gestattete Adrian Ramos und Shinji Kagawa vorerst eine Ruhepause auf der Bank. Offensiv wirbelten Ciro Immobile und Pierre-Emerick Aubameyang. Beide Spieler waren es auch, die für die Treffer zum hochverdienten 2:0-Sieg sorgten.

Immobile mit einem unnachahmlichen Solo über siebzig Meter nach Vorlage von Kevin Großkreutz:
Und Aubameyang mit einem ebenso genialen Treffer nach einer noch genialeren Vorlage von Großkreutz:

Die Schwarz-Gelben lieferten von Anfang an extremes und sehr hohes Pressing und Gegenpressing sowie ein schnelles Umschaltspiel ab, so dass den Engländern nur noch die Rolle als Beobachter blieb (siehe auch: Borussia Dortmund feiert sein Raketenduo und #BVBAFC – das Spiel, das die Nebelschwaden vertrieb).

Jürgen Klopp konstatierte nach dem Spiel eine der konzentriertesten und kompaktesten Mannschaftsleistung mit einer mannschaftlicher Geschlossenheit und taktischer Überlegenheit, die auf so einem hohen Niveau selten ist.

Quo vadis, Borussia?

Wohin führt der Weg von Borussia Dortmund in dieser Saison? Das ist die spannende Frage.

Es ist erstaunlich, wie der BVB den Ausfall wichtiger Spieler kompensieren kann und zumindest in der Champions League feinen Fußball zeigt. Doch es gibt auch das hässliche Gesicht des BVB, zu sehen in der Liga.

Ich warte mit meiner ersten Beurteilung bis zur Winterpause. Dann kann erst ernsthaft bewertet werden, inwiefern die Saisonziele (direkte CL-Qualifikation, CL-Achtelfinale sowie DFB-Pokalfinale) erreicht werden können bzw. korrigiert werden müssen.

Die Mannschaft konnte selten bis nie in einer eingespielten Formation auftreten und muss sich noch finden. Insbesondere die instabile Defensive stimmt mich nachdenklich.

Autor: Marc

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2 Kommentare

  1. Wahrhaft ein gemischter Saisonstart. Pokal und CL absolut okay bis großartig, BL sehr wacklig, sicherlich auch dem enormen Verletzungspech geschuldet. Aber alle Partien waren eng, da wären auch 4-5 Siege drin gewesen. Das wird schon, sobald Hummels und Co. wieder da sind.

  2. Pingback: Borussia Dortmund und die Krise in der Bundesliga > Borussia Dortmund, Fußball > Adrian Ramos, Bundesliga, BVB, Henrikh Mkhitaryan, Ilkay Gündogan, Jürgen Klopp, Marco Reus, Mats Hummels, Nuri Sahin, Revierderby, Saison 20142015, Schalke 04

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