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Vorwerk Thermomix TM 31 – kaufen, finanzieren oder alles nur Tinneff?

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Thermomix? Bis vor einigen Wochen konnte ich mit diesem Begriff so gut wie gar nichts anfangen. Ich wusste, dass die Firma Vorwerk aus Wuppertal der Hersteller dieses Gerätes ist und dass es insbesondere eins ist: teuer. Und dass der Thermomix etwas mit der Küche und dem Haushalt zu tun hat.

In den vergangenen drei Monaten stieg meine Lernkurve in Sachen Thermomix allerdings erstaunlich an. Als vor drei Monaten eine Thermomix-Vorführung auf dem Plan stand, hatte Anne noch dankend abgelehnt und gemeint, dass sie für das Geld (mehr zu dem Preis weiter unten) niemals eine Küchenmaschine kaufen würde. Und rechnete mir vor, was man anstelle dessen alles kaufen könne. Damit verschwand der Thermomix aus unserem Blickfeld – bis vor zwei Wochen.

Während ich mit den Kindern in den Herbstferien unterwegs war, bekam Anne eine Einladung zu einer Thermomix-Party einem Thermomix Erlebnisabend. Eine Nachbarin hatte dazu eingeladen und gemäß der Devise “gucken kostet ja nichts” war die Teilnahme rasch vereinbart. Die Präsentation muss überzeugend gewesen sein, denn nach dem Erlebnisabend kannte Annes Begeisterung bezüglich des TM 31 keine Grenzen mehr. Es gab wenig andere Themen in unseren Gesprächen. Ich gebe zu, dass ich die Euphorie und die Begeisterung nicht teilen konnte, denn was sollte so Besonderes an dem Gerät sein, dass einen Aufschlag mit dem Faktor 3 bis 10 im Vergleich mit anderen Küchenmaschinen rechtfertigt?

Was ist das Besondere an dem Thermomix?

Der Thermomix vereint mehr als 12 Küchengeräte in einem. Bei konsequenter Nutzung aller Funktionen kann somit auf viele Geräte verzichtet werden: Küchenmaschine, Handrührgerät, Brotbackautomat, Eierkocher und vieles mehr sollen zukünftig überflüssig sein.

Der Preis – oder aber auch der Wert des Thermomix TM31

Der Thermomix TM31 ist nicht billig. Satte 985 Euro kostet das Gerät. Allerdings gibt es Möglichkeiten, den Preis zu senken. Hinzu kommt, dass der Preis nicht verhandelbar ist. Im übrigen wird bei einem Thermomix Erlebnisabend kaufpsychologisch nicht von dem “Preis” des Gerätes, sondern von dem “Wert” gesprochen.

Wenn ich als Gastgeber eines Erlebnisabends fungiere und mich entschließe, den Thermomix zu kaufen, kann ich den Kaufpreis um 50 Euro reduzieren. Darüber hinaus wird eine Ratenzahlung über 60 Monate angeboten, die monatlich ab 30 Euro zu Buche schlägt.

Die Besonderheit

Der Thermomix kann nicht im Handel gekauft werden. Eine Suche nach dem TM 31 bei amazon.de ist aussichtslos, denn der Thermomix wird ausschließlich von mobilen Beratern direkt vertrieben. Eine Thermomix-Repräsentantin (in der Community mit “TR” abgekürzt) vereinbart einen Termin und stellte den Alleskönner bei mir zuhause in geselliger Runde vor.

Außerdem gibt es bei ebay auch mehr oder weniger seriöse Verkäufer, die den TM 31 für mehr als 1.000,- Euro verkaufen oder gebrauchte Geräte feil bieten. Obwohl ich ein Schnäppchenjäger bin, habe ich mich recht schnell von dem alternativen Einkauf über ebay & Co. verabschiedet. Falls ich einen Thermomix kaufen sollte, würde ich das immer über den Thermomix Repräsentanten erledigen, weil nur damit eine Betreuung gewährleistet ist. Weil die Repräsentatanten in nächster Nähe beheimatet sind, kann auch im Garantiefall schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Der Thermomix Erlebnisabend

Gestern Abend war es dann soweit. Anne hatte innerhalb kürzester Zeit Freundinnen und Bekannte mobilisiert und zu einem Erlebnisabend eingeladen. Um 20 Uhr fand ich mich mit fünf Frauen im Esszimmer wieder und lauschte den Ausführungen der Thermomix Repräsentantin.

Nach einer kurzen Einführung in das Thema wurden an alle Gäste Rezeptkarten verteilt. Diese Karten waren die Grundlage für die Vorführung des Thermomix TM 31. Ein Gast war für die Vollkorn-Baguettes verantwortlich, der nächste kümmerte sich um einen Frischkäse-Dipp und jemand anderes um den Rohkost-Salat. Die Vierte war für die Zubereitung von Fruchteis verantwortlich und ich durfte das Hauptgericht kochen.

Ich war überrascht, wie einfach die Zubereitung der Gerichte war. Auf den Rezeptkarten sind ausschließlich die Mengenangaben in Gramm genannt und die Bearbeitungsschritte mit dem Thermomix beschrieben. Den Rest erledigt der Thermomix: mahlen und schroten ist genauso unkompliziert wie das Kochen von Nudeln (!) und das Dampfgaren oder das Herstellen von Eis.

Jeder der Gäste konnte “sein” Gericht unter der Anleitung der Thermomix Repräsentantin selbst zubereiten und sich dabei von der unkomplizierten Bedienung überzeugen. Ich war wirklich baff: nach einer halben bis dreiviertel Stunde waren alle Gerichte zubereitet und wir konnten uns an die Verkostung der Speisen machen.

Die Entscheidung

Am Ende des interessanten und für mich deutlich aufschlussreicher als erwarteten Abends stand die Frage im Raum: was machen wir? Geben wir wirklich so viel Geld für den Thermomix aus oder nehmen wir von einem Kauf Abstand? Ich war und bin immer noch unsicher, ob wir den Kauf wagen sollen. Was denkt Ihr?

[Disclaimer: ich bin weder ein Thermomix-Repräsentant (TR) noch profitiere ich anderweitig von diesem Beitrag. Ich möchte mit diesem Bericht ausschließlich meine Eindrücke widerspiegeln. Ein ausführlicher Bericht mit technischen Details und Erfahrungen erscheint in den nächsten Wochen, falls ich den Thermomix kaufen sollte.]

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Autor: Marc

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