Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Besser miteinander reden_ Das richtige Wort zur richtigen Zeit Dale Carnegie Cover

Blogstöckchen: 20 facts about me

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Es ist mal wieder Zeit für ein Blogstöckchen.

Dieses Mal gewähre ich euch ganz tiefe Einblicke in mein (Seelen-) Leben; ich bin gespannt, wie ihr darauf reagiert.

Lange Rede, gar kein Sinn: lehnt euch zurück und genießt 20 Dinge über mich, die ihr nie erwartet hättet.

1. Ich habe Angst vor Fröschen

Beginnen wir doch direkt mit einer Peinlichkeit. In einer Selbsthilfe-Gruppe würde das bei der Vorstellung so ablaufen: „Ich heiße Marc, bin 38 Jahre alt. Ich habe Angst vor Fröschen.

Den Ursprung des ganzen Übels kann ich noch recht gut erinnern. Ich war Grundschüler und habe mit meinem damals besten Freund Stefan im Dorf am Bach gespielt. Während wir Staudämme gebaut und Stöcke als Schiffe benutzt haben, taucht unvermittelt eine dicke, fette Unke, Kröte oder was auch immer auf.

Seitdem war es um mich geschehen. Ich hasse seitdem diese ekligen, grünen, glitschigen, olive-farbigen Viecher und gehe ihnen aus dem Weg.

Dumm nur, dass meine beiden Söhne diese Schwäche entdeckt haben und einen Riesenspaß haben, ihren Vater mit eben jenen Amphibien zu jagen.

2. Ich bin hyper-empathisch

Keine Ahnung, ob es das Wort Hyper-Empathie gibt, es ist mir spontan in den Sinn gekommen.

Diese Aussage ruft bei vielen sicherlich erst einmal Verwunderung hervor. Wie kann jemand hyper-empathisch, also übersteigert einfühlsam, sein? Schließlich schreit die Gesellschaft nach empathischen Menschen, nach einfühlsamen Ehepartnern, empathischen Vätern und auf Anti-Selbstdarsteller in den Führungsetagen, für die nicht sie selbst, sondern die Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen.

Doch das mit der Hyper-Empathie geht, und zwar insbesondere dann, wenn man sich zu sehr und intensiv in das Gegenüber versetzt und jeden seiner Gefühle (über-)interpretiert.
Ich kann gar nicht mehr genau bestimmen, seit wann ich übermäßig empathisch geworden bin. Ich vermute – und das ist kein Scherz -, dass es mit dreizehn, vierzehn Jahren begonnen hat.

Ich habe damals die Bücher von Dale Carnegie regelrecht verschlungen: Sorge dich nicht – lebe! , Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden, Besser miteinander reden: Das richtige Wort zur richtigen Zeit – die Kunst, sich überzeugend mitzuteilen und viele Bestseller mehr waren damals meine ganz persönlichen Lieblingsbücher.

Ich habe die Bücher nicht nur regelrecht verschlungen, sondern die Inhalte und das vermittelte Wissen wie ein Schwamm aufgesogen. Erst kürzlich bin ich beim Entrümpeln meines Schreibtisches auf die Notizen von damals gestoßen. Zu jedem Kapitel Carnegies habe ich mir zahlreiche Notizen und Zusammenfassungen notiert.

Besser miteinander reden_ Das richtige Wort zur richtigen Zeit Dale Carnegie CoverUnd ein Schwerpunkt der Carnegie-Bücher ist die Empathie. Der US-Amerikaner empfiehlt, sich in die Lage des anderen zu versetzen. Diesen Leitsatz habe ich mir schon damals zu eigen gemacht und stetig verfeinert.

Natürlich kommt mir dieses Einfühlungsvermögen nicht nur im Privaten, sondern auch im Beruf als Chef zugute. Empathie wird immer einen wichtigen Stellenwert haben und ist eine Gabe, die selten erlernt werden kann.

Schwierig wird es nur dann, wenn die Empathie alles überstrahlt und ich mich am Ende dabei zu stark zurücksetze. Ich bin alles andere als ein Selbstdarsteller, aber ein wenig mehr Egoismus wünsche ich mir gelegentlich schon.

3. Der erste Griff am Morgen gilt dem Smartphone

Wenn mich der Wecker werktags um viertel vor sechs aus den Träumen reißt, gehe ich ins Bad. Der erste Griff gilt dem Smartphone. Warum? Weil ich es kann.

Und weil es eine Gewohnheit ist, die sich über die Jahre eingeschlichen hat. Twitter checken, Facebook Status-Updates überprüfen und den Feedreader querlesen – und das alles mit der Zahnbürste in der Hand.

4. Der zweite Griff am Morgen gilt dem Kaffee-Vollautomat

Ich bin morgens gern als Erster im Bad, damit ich als erstes das Bad verlassen kann. Um dann in die Küche zu gehen und den Kaffee-Vollautomaten anzuschmeißen.

5. Ich frühstücke morgens (fast) nie

An Werktagen, also von Montag bis Freitag, frühstücke ich nie. Das einzige Frühstück besteht aus flüssiger Nahrung.

Gemahlener Kaffee und mit Hochdruck durch ein Sieb gepresstes heißes Wasser veredelt die Kaffeebohne für mich zu einem kickenden Morgentrunk, Zuerst als Caffè Crema und wenn dann noch Zeit ist, als kleinen Espresso.

6. Ich liebe das Pendeln ins Büro

Vor einem Jahr stand beruflich ein Umzug auf dem Programm. Vom Düsseldorfer Hauptbahnhof ging es in den Norden nach Derendorf.

Mein Arbeitsweg verlängerte sich dadurch von einer Dreiviertelstunde um fünfzehn Minuten, also pro Tag mindestens eine halbe Stunde.

Damals habe ich lange überlegt, ob ich die Investition in einen Zweitwagen wage, habe mich am Ende aber dagegen entschieden. Zwar hätte ich durch den Kauf eines Autos jeden Tag gut und gerne eine Stunde Freizeit gewonnen. Doch es gab auch gewichtige Argumente dagegen.

Denn nur in der Bahn kann ich entspannt lesen. Bücher, Zeitungen, Magazine, RSS-Feeds und Social Media. Gleichzeitig ist es auch nur in der Bahn möglich, zu bloggen. Diese Zeit würde ich hinter dem Steuer sinnlos vergeuden und müsste diese Dinge zusätzlich zeitlich unterbringen. Da kann ich auch temporäre Verspätungen der Bahn oder Zugausfälle verschmerzen.

Von den Kosten, die ein Zweitwagen mit sich bringt, möchte ich erst gar nicht reden. Überschlagsrechnungen haben mir Summen zwischen 250 und 500 Euro ins Gedächtnis gerufen: Benzin, Verschleiß, Winter- und Sommerreifen sowie ein Stellplatz müssen schließlich auch bezahlt werden.

7. Ich habe Angst vor Menschen

Ich habe Angst vor Menschen. Nicht immer und überall. Aber gelegentlich. Mehr kann und möchte ich dazu nicht sagen.

8. Meine Eltern erden mich

Obwohl – oder vielleicht gerade deshalb – ich seit fünfzehn Jahren nicht mehr in Ostwestfalen lebe, fühle ich weiterhin eine sehr enge Bindung zu meinen Eltern. Auch 240 Kilometer Entfernung in die alte Heimat ändern daran nichts.

Meine Eltern bedeuten mir sehr viel und ich gebe sehr viel auf ihre Meinung und Ansichten. Dazu zählt auch, dass ich mir gelegentlich Ratschlag einhole. Denn es wäre töricht, sich von Menschen mit viel mehr Lebenserfahrung nicht beraten zu lassen.

Und meine Eltern erden mich. In meinem Leben, das für Außenstehende spießig wirken mag, ist Hektik eine Konstante. Es ist in solchen Situationen immer hilfreich, wenn dich deine Eltern auf den Boden der Tatsachen zurückholen und für Bodenhaftung sorgen.

Und weil ich mein Leben lang der Sohn meiner Eltern sein werde, bin ich folgerichtig auch ein Leben lang ein Kind meiner Eltern – die sich das Recht herausnehmen, mir Feedback zu geben. Ein Feedback, das ich gern annehme.

Sie halten mir einen Spiegel vor, in den ich oftmals nicht blicken möchte, der mir aber zeigt, wie aufbrausend ich manchmal bin, wie ungeduldig ich mit meinen Mitmenschen umgehe, wie respektlos ich mich gelegentlich verhalte und vieles mehr.

Der eine oder andere würde wirsch auf solches Feedback reagieren. Ich hingegen freue mich darüber.

9. Give aways haben es mir angetan

Kennt ihr die kostenlosen Beigaben, die gelegentlich an Produkten im Supermarkt beiliegen? Ich liebe diese Kleinigkeiten, die auch als Give aways bekannt geworden sind.

Insbesondere im Spirituosen – Bereich kann ich nicht davon lassen. Hier einen Tumbler für den Whiskey, dort ein Shot – Glas beim neuen Schnaps oder auch ein ganz besonderes Glas zum Kasten Bier. Solche Dinge wandern oft – aus Sicht meiner Liebsten zu oft – in den Einkaufswagen.

10. Mindestens alle zwei Jahre ein neues Telefon

Als Technik – Freak haben es mir die Smartphones angetan. Mindestens alle zwei Jahre ‚muss‘ ein neues Telefon her. Manchmal sind die Intervalle auch noch kürzer.

Aktuell bin ich beispielsweise mit dem Nexus 4 von LG unterwegs. Doch weil das Bessere der Feind des Guten ist, möchte ich mir noch in diesem Jahr das noch nicht auf dem Markt befindliche Nexus 5 zulegen.

11. Kaffee, Kaffee, Kaffee

Das Morgen-Ritual im Büro beginnt bei mir mit einer Tasse Kaffee aus der Senseo und zwei Glas Wasser.

12. Menschen im ÖPVN gehen mir auf den Keks

Morgens in der Bahn bin ich tierisch genervt, wenn ich ausgerechnet neben dem Fahrgast sitze, der bereits in aller Frühe nur eins kann: labern, labern, labern.

Doch bevor ich durchdrehe, nehme ich lieber meine Ohrstöpsel aus der Tasche und höre meine Musik.

13. Ich wollte ein Meerschweinchen

Als Kind wollte ich immer ein Meerschweinchen haben. Ich habe mir sogar Bücher über den neuen Mitbewohner gekauft und im hiesigen Zooladen nach Preisen und Unterhaltskosten recherchiert. Alle Angaben habe ich fein säuberlich in die Innenseite des Meerschweinchen-Buches eingetragen.

Woher her ich das noch so genau weiß? Das Buch habe ich immer noch – und es kürzlich meinem ältesten Sohn gegeben, der – Überraschung! – sich auch ein Meerschweinchen wünscht.

Übrigens konnten sich damals meine Eltern durchsetzen und es gab kein Meerschwein. Auch ich konnte mich gegen meine Frau und die Kinder durchsetzen. Bei uns gibt es auch kein Meerschweinchen. Aber vielleicht eine Katze.

14. Ich bin ein Bros. Fan gewesen

Ja, ein Bros. Fan. Und ich habe mir Mitte der Achtziger sogar ihre Langspielplatte gekauft. Eine meiner ersten LPs.

15. Ich war ein Erasure Fan. Und bin es immer noch.

Es geht nichts über Erasure. Seit 1989 bin ich ihren Rhythmen und ihren Texten verfallen.

16. Camouflage ist genial

Ich mag Camouflage. Die Band hat es mir seit 1987 angetan – nicht nur wegen „The Great Commandment“.

17. Meine erste Musik-Cassette

Meine erste MC war von Wham. Das Album „Make it Big“ aus dem Jahr 1984, das es leider nur noch als CD zu kaufen gibt.

18. Ich habe Sky und schaue doch nicht viel fern

Sky habe ich seit vielen Jahren. Inzwischen habe ich das Komplett-Paket und könnte Fernsehserien, Spielfilme und Dokumentationen ohne Ende schauen.

Doch dazu fehlt mir die Zeit.

19. Meine Leibgerichte

Am liebsten esse ich Würstchen-Ragout (auch bekannt als Wurst-Gulasch). Und ich liebe Grießbrei. Und Milchreis.

20. Meine Texte sind zu lang

Meistens schreibe ich Texte hier im Blog, die 300 bis 400 Wörter lang sind. Doch wenn mich das Schreibfieber gepackt hat, wird es auch etwas länger.

So wie dieser Text, der fast 1.600 Wörter in sich vereint. Und es hat Spaß gemacht 🙂

Und das schreiben die anderen über sich

Entdeckt habe ich das Stöckchen übrigens als erstes bei Isabelle (20 Sachen über mich) und dann hat Opa auch mitgemacht (Blogvirus: 20 facts about me).

Lesenswert ist auch der Beitrag von Mutti der Text von Juna und von Dörte sowie von Pia.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

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