Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Peinliche Pleite – und ich live dabei: Borussia Dortmund – Hamburger SV 1:4 (1:2)

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Im zweiten Heimspiel des Jahres wollte Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV Revanche für die unerwartete 2:3-Pleite aus dem Hinspiel nehmen.

Liam und ich waren live im Westfalenstadion dabei und hatten schon am Vortag von den Personalproblemen beim Doublesieger erfahren. Sowohl Marcel Schmelzer als auch Kevin Großkreutz standen krankheitsbedingt nicht zur Verfügung. Das Lazarett war also prall gefüllt beim BVB. Jürgen Klopp hat deshalb auch von den Fans im Stadion eine „Vitaminspritze“ in Form von Anfeuerung von den Rängen gefordert. Sven Bender sollte die Lücke auf links schließen, die durch Großkreutz‘ und Schmelzers Ausfall entstanden ist.

Die Krankenquote bei Borussia bescherte Rückkehrer Nuri Sahin sein Startelf-Debüt, denn Ilkay Gündogan durfte erst auf der Bank Platz nehmen. Roman Weidenfeller war wieder fit und auch Mario Götze, Marco Reus, Kuba und Robert Lewandowski wirbelten offensiv.

Das Spiel begann vielversprechend. Nach einer Viertelstunde knallte
Mario Götze das Leder knapp links am Tor vorbei. Zwei Minuten später durften Liam und ich das 1:0 von Robert Lewandowski feiern. Leider war die Freude nur von kurzer Dauer. Direkt im Anschluss fiel der 1:1-Ausgleich für die Gäste. Als dann in der 26. Minute der HSV nach einem Sonntagsschuss den BVB mit 1:2 ins Hintertreffen gebracht hatte, war ich bedient.

Einzig die Jugendkicker aus Bad Segeberg, die hinter uns saßen und deren Herz für die Alster-Fußballer schlägt, hatten ihren Spaß und feuerten den HA-Es-Vau frenetisch an. Tumulte auf dem Platz gab es nach einer halben Stunde. Nach einer ewig langen Schiedsrichter-Erörterung des Tathergangs musste Robert Lewandowski mit roter Karte wegen einer Tätlichkeit (?) vom Platz.

In der letzten Minute der ersten Halbzeit gelang den Borussen der Ausgleich, doch der Torschrei blieb mir im Hals stecken, weil der Referee das Tor nicht anerkannt hat. Mit einem gellenden Pfeifkonzert wurde Manuel Gräfe in die Pause verabschiedet. Es konnte also nur besser werden.

Wirklich besser kamen die Dortmunder nicht aus der Kabine. Immerhin sorgte der Referee nach 60 Minuten für ausgleichende Gerechtigkeit in Sachen  roter Karten und stellte Bruma vom Hamburger SV vom Platz.  Das alte Kräfteverhältnis war wieder hergestellt. Doch wer dachte, dass dieser Platzverweis die Dortmunder beflügelt, sah sich getäuscht. Zwei Minuten später trafen die Gäste zum dritten Mal und ließen alle Hoffnungen auf den Ausgleich bei mir schwinden.

Nach 65 Minuten gab es einen Doppelwechsel bei Borussia. Für Sebasatian Kehl und Lukas Pisczek kamen Julian Schieber und Ilkay Gündogan auf den Platz. Doch ein Borussen-Treffer viel nicht mehr. Das 4:1 der Hanseaten eine Minute vor dem Ende habe ich nur noch zur Kenntnis genommen. Ich bin dennoch bis zum Schlusspfiff auf meinem Platz geblieben – schließlich unterstütze ich meine Mannschaft bis zum Ende.

Viele Zuschauer haben das anders gesehen und bereits ab der 80. Minute das Stadion verlassen. Schämt euch. Es gilt doch: In guten wie in schlechten Zeiten. Heute war es nichts. Das war fußballerisch einfach ein gebrauchter Tag.

Nachtrag: mein Senf zu van der Vaart

Der Hamburger Kapitän van der Vaart hat bei dem Platzverweis von Robert Lewandowski eine unrühmliche Rolle gespielt. Insbesondere sein Interview nach dem Spiel lässt tief blicken:


Auf Twitter habe ich die passenden Worte zu dieser Aktion gefunden 😉

Blogger – Presseschau

Künftig möchte ich in jemanden Spielbericht vom BVB eine kleine Presseschau aus der BVB – Blogosphäre bringen. Das Spiel gegen den Hamburger SV ist damit quasi die Premiere.

Und das schreiben die anderen:

1:4 gegen den HSV: BVB erwischt einen rabenschwarzen Tag (Rote Erde)

Das Spiel gegen den HSV: Es soll ja Tage geben… (09 Blog)

Borussia Dortmund – Hamburger SV 1:4 (Spielverlagerung)

Borussia Dortmund vs. Hamburger SV: “Angstgegner” Hamburg schlägt BVB im eigenen Stadion 1:4 #BVBHSV (Pottblog)

Strukturelle Unwucht (Any given weekend)

Autor: Marc

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