Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

5 Fragen und Antworten zu Google Street View

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Ich möchte mich nicht an den endlosen Diskussionen der Bedenkenträger aus Politik, Medien und Schauspielerei (!!!) beteiligen. Aber nachdem ich gelesen habe, dass Gaby Dohm mit Street View ein Problem hat, ist mir endgültig der Kragen geplatzt und mir war klar: irgendetwas läuft in meinem Heimatland falsch. Was alles falsch läuft, können Nico Lumma, Sascha Lobo, Martin Vogel und Anatol Stefanowitsch besser als ich beschreiben.

Ich bin Google-Fan und dazu stehe ich auch. Und die Bedenken in Sachen Street View teile ich nicht. Wer heute wissen will, wie ich wohne, kann schon jetzt jederzeit an meinem Haus vorbei fahren. Googlet einfach meinem Namen und wenn Ihr nicht ganz ungeschickt seid, wisst Ihr mehr über mich als manch anderer. Und dank Google Maps oder Bing Maps (aktueller als Google!) besteht bereits aus der Vogelperspektive und in 3D ein Überblick über meine eigene Scholle. Übrigens: die Street View-Autos von Google können nicht durch Wände fotografieren!

Aus diesem Anlass möchte ich jedem gern die Zusammenfassung von Google Deutschland zum Nachlesen und schlau werden an die Hand geben:

  • Was genau macht Google eigentlich?

    Kurz gesagt: Google hilft Ihnen, Informationen im Internet zu finden. Und zwar so  einfach wie möglich. Das genau war die Geschäftsidee von Larry Page und Sergey Brin,  als sie 1998 in Kalifornien Google gründeten. Inzwischen hat Google weltweit rund 20.000 Mitarbeiter. Davon arbeiten rund 400 in fünf deutschen Büros in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main und München. Deswegen können wir Ihnen heute neben unserer Suchmaschine noch viele weitere Produkte, wie z. B. Übersetzungs-, oder Kartendienste, anbieten – und zwar kostenlos. Und das bringt uns auch gleich zur nächsten Frage:

  • Womit verdient Google sein Geld?

    Manche glauben, dass wir persönliche Daten oder Adressen sammeln, um diese zu  verkaufen. Das tun wir nicht. Wir verdienen unser Geld mit Werbung. Genauer gesagt, mit dem Verkauf von Werbeflächen auf unseren eigenen Internetseiten und auf denen unserer Partner. Auf google.de funktioniert das beispielsweise so: Sie suchen ein Hotel auf Mallorca. Sofort erscheinen zusätzlich zu den Suchergebnissen auch passende Anzeigen von Hotels, Flug- oder Städtereisenanbietern – das sind die gesponserten Links, die Sie rechts neben und über den Suchergebnissen sehen können. Diese einfache Geschäftsidee ist es, womit wir Geld verdienen. Die Einnahmen investieren wir dann vor allem wieder in die Entwicklung unserer Produkte und Dienste, um sie für unsere Nutzer und Anzeigenkunden noch attraktiver zu gestalten. Wie zum Beispiel, ganz aktuell, mit unserer neuesten Erweiterung von Google Maps, Street View.

  • Was genau ist Street View?

    Street View ist eine neue Funktion unseres Kartendienstes Google Maps. Mit Street View können Sie Straßen, Plätze und Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum in Rom oder den Zürichsee in einer 360-Grad-Ansicht erleben, so als wären Sie selbst dort. Jeden dieser Orte haben wir mit einem Street View-Auto Bild für Bild aufgenommen und anschließend die einzelnen Bilder zu einem Panoramafoto zusammengesetzt.

  • Wozu brauche ich Street View überhaupt?

    Hier ein paar Beispiele: Sie planen einen Urlaub oder eine Geschäftsreise. Mit Street View können Sie nicht nur das Hotel, sondern auch dessen Nachbarschaft in einer 360-Grad-Ansicht kennenlernen. Oder Sie wollten schon immer mal den Eiffelturm in Paris aus der Nähe sehen. Auch wenn Sie umziehen möchten und eine Wohnung suchen, können Sie mit Street View die neue Gegend erkunden, so, als würden Sie sich in einem dreidimensionalen Stadtplan bewegen. Für Frankreich, die Schweiz und neun weitere Länder in Europa ist das bereits möglich – weltweit sind es sogar schon über 20 Länder. Und weil wir Street View auch nach Deutschland bringen möchten, stellen sich viele die Frage:

  • Inwieweit berührt Street View meine Privatsphäre?

    Einige Menschen denken, Street View bestehe aus Live-Bildern. Das ist nicht der Fall. Wir verwenden weder Film- noch Videomaterial, sondern ausschließlich Fotos. Street View ist vielmehr die Darstellung von Straßenbildern, die der Orientierung dienen sollen. Bei der Entwicklung von Street View war Ihre Privatsphäre unsere höchste Priorität. Deshalb werden Gesichter und Autokennzeichen auf den Street View-Bildern,  wo sie erkennbar sind, automatisch von unserer Technologie unkenntlich gemacht. Sollten Sie jedoch Gesichter oder Autokennzeichen finden, die wir übersehen haben, oder falls Sie aus persönlichen Gründen Einwände gegen einzelne Bilder haben, können Sie uns das einfach mitteilen. Dafür werden wir Ihnen bei der Einführung von Street View in Deutschland ein Tool zur Verfügung stellen, mit dem Sie solche Bilder direkt in Street View markieren und melden können.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

3 Kommentare

  1. Pingback: Wie kann ich Gebäude und Grundstücke in Street View unkenntlich machen? | Ein Ostwestfale im Rheinland

  2. Die Aufregung um Google Street View war in Deutschland am größten. Datenschützer und Profilneurotiker waren empört. Und mittlerweile? Kein Mensch regt sich auf, Street View wird von Vielen genutzt, auch auf vielen Webseiten. Und die, die ihr Wohnhaus unkenntlich machen ließen, haben sich eher lächerlich gemacht. Man könnte auch sagen, dass das erst die Neugierde weckt.

  3. Es ist schon komisch still geworden um Wikileaks und Julian Assange. Könnte natürlich auch sein, dass da im Hintergrund einge Deals abgelaufen sind. Finanzielle Mittel, Straffreiheit bei der Vergewaltigungsgeschichte, einen gewissen Status, wie ihn nur Staaten verleihen können, wer weiss? Zumindest fällt auf, dass nach dem anfänglichen weltweiten Hype, der seinesgleichen suchte, inzwischen gegen Null tendiert. Grüße aus Berlin

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