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#deinNRW: Tiergartentunnel, Burg und Römische Villa in Blankenheim

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Der leichte Schneefall im Mittelgebirge und der Regen in den Niederungen in der zweiten Hälfte unseres Kurzurlaubs in der Nordeifel konnte unsere Laune am Donnerstag nicht vermiesen.

Als erstes sind wir nach Blankenheim gefahren, um den Tiergartentunnel, die Burg Blankenheim und anschließend die Römische Villa ‎zu besuchen.

Der Tiergartentunnel in Blankenheim


Als ich mich erstmals mit unserer Tour beschäftigt habe, konnte ich mit dem Begriff Tiergartentunnel wenig anfangen. Auf der Webseite zum Bauwerk ist der geschichtliche Hintergrund näher beschrieben:

„Nachdem in den Jahren 1468/1469 die Blankenheimer Herrschaft durch Erbschaft an Graf Dietrich III. von Manderscheid-Blankenheim gegangen war, baute dieser eine Fernwasserversorgung zur Burg, um die bestehende Versorgung aus einer Zisterne zu steigern.

Er ließ eine rund einen Kilometer entfernt liegende Quelle im Tal „In der Rhenn“ fassen und deren Wasser in einer Holzrohrleitung zu einem neuen Wasserbehälter im Burghof leiten. Die Leitung hatte in ihrem Verlauf ein 12 m tiefes Tal und daran anschließend einen 15 m hohen Bergsporn- den Tiergarten- zu durchqueren. Die Leitungstrasse war also in unterschiedlichen Techniken abschnittsweise als Gefälleleitung, als Druckrohrleitung und als Aquadukttunnel ausgebaut worden.

Da Druckrohrleitungen z.B. in den Klöstern mit ihren Fließbrunnen- ein gängiges technisches Element des Wasserleitungsbaus im Mittelalter waren, gab es vielerorts Vorbilder, nach denen auch in Blankenheim zu bauen war.“

Im übrigen verdankt der Tiergartentunnel seinen Namen dem Wild, das neben der benachbarten Burg Blankenheim in einem eingezäunten Gelände gehalten worden ist. So konnten der Burgherr und seine Gäste zu feierlichen Anlässen leicht auf die Jagd gehen, das Wild im Wald erlegen und anschließend ein köstliches Mahl von der Küche zubereiten lassen.

Der Tiergartentunnelwanderweg

Der Weg zum Tiergartentunnel beginnt nahe der Burg Blankenheim, wo kostenlos geparkt werden kann. Ein Wanderweg führt Richtung Wäldchen, dort beginnt dann ein kleiner Rundwanderweg zu den Spuren der damaligen Zeit.
Viele spannende Stationen gibt es entlang des Wanderweges durch den Wald zu entdecken.

Das beginnt mit dem Wasserhäuschen und setzt sich über den Bauschacht V und IV fort, die einen Blick in die Architektur von damals erlauben (die Schächte I bis III sind nicht mehr erhalten).

Die Schächte lassen sich mit einem Druck auf einen Lichtschalter erleuchten und geben Einblicke in die mittelalterliche Baukunst und die Architektur. Teilweise sind die Schächte bereits eingestürzt und nur noch aufgrund der Trichter im Wald erkennbar. Anhand dieser Bautrichter lässt sich der Verlauf der Tunneltrasse im Gelände eindeutig belegen.

Wer sich den Tiergartentunnel anschauen möchte, kann eine gute halbe Stunde für den Hin- und Rückweg ab der Burg Blankenheim einplanen.

Leider ist der Tunnel ohne Führung nicht begehbar; auf der Webseite zum Tunnel gibt es ausführliche Informationen zu den Terminen mit Führung und auch zum Tiergartentunnelwanderweg.

Die Burg Blankenheim

Nicht wirklich viel kann ich über die Burg Blankenheim berichten.

Anfang des 12. Jahrhunderts wurde die Burg über der Ahrquelle errichtet und diente Landesherren und ihrem Gefolge als Wohnstätte. Nach vielen wechselhaften Jahren ging die Burg 1936 in das Eigentum des deutschen Jugendherbergswerk über und dient auch heute noch als Herberge für junge Menschen.

Die Römervilla Blankenheim

Erst seit Sommer 2014 gibt es die Römervilla in Blankenheim zu besichtigen.

Die Römische Villa von Blankenheim zählt heute zweifelsfrei zu den bedeutendsten Bodendenkmälern des Rheinlands aus römischer Zeit. Einst war die villa rustica ein großer Gutshof mit einem luxuriös ausgestatteten Hauptgebäude sowie Stallungen, Scheunen und Gesindeunterkünften, die sich um einen geräumigen Wirtschaftshof gruppierten.

Schon im Jahre 1894 fanden erste archäologische Untersuchungen statt, die in den Folgejahren immer weiter fortgesetzt wurden und dieses einmalige historische Bauwerk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben.

An einzelnen Stellen sind die Ausgrabungen von damals noch sichtbar.

Mehr über die Nordeifel

Meine bisherigen und zukünftigen Artikel über den Besuch in der Nordeifel finden sich unter dem Schlagwort #Nordeifel2015 hier im Blog.

Autor: Marc

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