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	<title>Dad &#8211; Ein Ostwestfale im Rheinland</title>
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	<description>Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.</description>
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	<title>Dad &#8211; Ein Ostwestfale im Rheinland</title>
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		<title>150 Jahre: an Silvester habe ich eines der letzten Telegramme erhalten</title>
		<link>https://www.ostwestf4le.de/2023/01/03/150-jahre-silvester-telegramme-deutsche-post/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2023 06:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Dad]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Post]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist Samstag Morgen, halb zehn. Genauer gesagt ist es Silvester 2022. Ich sitze mit der Familie beim Frühstück und wir planen das Raclette-Essen für den Abend. Plötzlich klingelt es an der Tür. Die Postbotin steht vor der Tür und &#8230; <a href="https://www.ostwestf4le.de/2023/01/03/150-jahre-silvester-telegramme-deutsche-post/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class='yarpp yarpp-related yarpp-related-rss yarpp-template-list'>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Samstag Morgen, halb zehn. Genauer gesagt ist es Silvester 2022.<span id="more-47516"></span></p>
<p>Ich sitze mit der Familie beim Frühstück und wir planen das Raclette-Essen für den Abend. Plötzlich klingelt es an der Tür.</p>
<p>Die Postbotin steht vor der Tür und hat neben einem Paket und einem Brief auch einen DIN A4-großen Umschlag abzugeben. Doch wie ein normaler Brief sieht das für mich nicht aus &#8211; und die Postbotin klärt mich direkt auf: es handelt sich <a href="https://amzn.to/3Ijm8C9" target="_blank" rel="noopener">um ein Telegramm</a>!</p>
<h3>Was ist ein Telegramm?</h3>
<p>Telegramm? In Zeiten von Smartphone und Internet werden alle nach 2000 Geborene nichts mit dem Begriff Telegramm anfangen können.</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Telegramm" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia</a> definiert das Telegramm wie folgt:</p>
<blockquote><p>Ein Telegramm (von griechisch tele: fern, weit und gramma: Buchstabe, Schrift; wörtlich Fernschrift bzw. auch Fernschreiben) ist eine mit Hilfe akustischer, optischer oder elektrischer Geräte telegrafisch übermittelte Nachricht.</p>
<p>Telegramme wurden früher meist per Fernschreiber übermittelt. Da sich das Entgelt (früher: Gebühr) für ein Telegramm nach der Anzahl der Wörter richtet, hat sich ein sogenannter Telegrammstil eingebürgert, z. B. sagt man statt „Ich komme am Freitag um 17:00 Uhr an.“ kürzer „Ankomme Freitag 17 Uhr.“</p></blockquote>
<h3>Video: Das Telegramm</h3>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/KkCg5h9eof8" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>150 Jahre Telegramm &#8211; aber keine Party</h3>
<p>Schon seit längerer Zeit ist diese Form der knappen Nachrichtenübermittlung nicht mehr en vogue &#8211; oder anders gesagt: die modernen Telekommunikationsmittel haben das Telegramm überflüssig gemacht.Wer braucht ein Telegramm, wenn er mit Instant Messenger wie WhatsApp, Signal oder Telegram (sic!) in Echtzeit nicht nur Texte, sondern auch Fotos, Musik und Videos übermitteln kann?</p>
<p>Deshalb verwundert es auch nicht, dasss die Übermittlung von Telegrammen von der Deutschen Post innerhalb Deutschlands nur noch bis zum 31. Dezember 2022 angeboten und dann wegen mangelnder Nutzung eingestellt worden ist.</p>
<h3>Ich habe eines der letzten Telegramme erhalten!</h3>
<p>Soweit die Fakten. Jetzt aber zurück zum Silvestermorgen 2022.</p>
<p>Weil meine Eltern mein Faible für ganz besondere Sammlerstücke kennen, haben sie am vorletzten Tag des Jahres ein Schmucktelegramm für mich aufgegeben. Das ging ganz einfach per Internet und war ruckzuck erledigt, wie ich von meiner Mum erfahren habe.</p>
<p>Die Postbotin war komplett aus dem Häuschen, als sie mir dieses &#8211; inzwischen seltenes Dokument &#8211; übergeben hat:<br />
<iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fmarchoettemann%2Fposts%2Fpfbid036JwPdAK7W7XcHSmk2n5bE1oYxZG3aBsS21qLe81mxxKYUJLJh35TeC1xAggzi6W6l&amp;show_text=true&amp;width=500" width="500" height="556" frameborder="0" scrolling="no" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Kann ich 2023 noch Telegramme versenden?</h3>
<p>Wer jetzt auf die Idee kommt, Telegramme zu versenden, kommt zu spät. Der Service ist zum 31.12.2022 eingestellt worden.</p>
<p>Wer <a href="https://www.deutschepost.de/de/t/telegramm.html" target="_blank" rel="noopener">auf der Webseite der Deutschen Post zum Thema Telegramm</a> recherchiert, kann einiges darüber lesen, doch eine Buchung dieser Dienstleistung ist nicht mehr möglich. Stattdessen gibt es folgenden Hinweis:</p>
<blockquote><p><strong>Bitte beachten Sie:</strong> Das Produkt Telegramm wurde leider zum 31.12.2022 eingestellt, da die Nachfrage nach diesem Produkt auf Privatkundenseite in den letzten Jahren immer mehr gesunken ist.</p>
<p>Einen ähnlich hohen Aufmerksamkeitseffekt wie Telegramme erzielen individuell gestaltete Briefe, wie z.B. BRIEFMARKE INDIVIDUELL.</p></blockquote>
<p>Mit dem letzten Tag des Jahres 2022 ist eine eineinhalb Jahrhunderte bewährte und zuverlässige Kommunikationsform verloren gegangen. Oder anders gesagt: das Telegramm ist aus der Zeit gefallen.</p>
<p>Umso schöner ist es, dass mir meine Eltern mit einem der letzten in Deutschland versendeten Telegramm eine riesengroße Freude gemacht haben.</p>
<h3 class="style-scope ytd-watch-metadata">Das war dann mal weg &#8211; Telefonzellen, Telegramme und mehr</h3>
<p>Passend zum Thema habe ich dieses Video entdeckt, das bei mir, einem Kinder der 1974er Jahre, nostalgische Gefühle ausgelöst hat:</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/lgZekPAtELQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Ich bin jetzt Läufer – Woche 305</title>
		<link>https://www.ostwestf4le.de/2020/05/03/ich-bin-jetzt-laeufer-woche-305/</link>
					<comments>https://www.ostwestf4le.de/2020/05/03/ich-bin-jetzt-laeufer-woche-305/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2020 06:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[#ProjektLaufen2020]]></category>
		<category><![CDATA[Dad]]></category>
		<category><![CDATA[Jogging]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
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		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Osterurlaub ist in diesem Jahr ganz anders als erwartet verlaufen. Statt Ostsee und frischem Fisch in Mecklenburg-Vorpommern hieß es #stayathome und Keller ausmisten. Weil die neue Planung alternativlos ist, habe ich mich dem Schicksal gefügt und das Beste aus &#8230; <a href="https://www.ostwestf4le.de/2020/05/03/ich-bin-jetzt-laeufer-woche-305/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class='yarpp yarpp-related yarpp-related-rss yarpp-template-list'>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Osterurlaub ist in diesem Jahr ganz anders als erwartet verlaufen. Statt Ostsee und frischem Fisch in Mecklenburg-Vorpommern hieß es #stayathome und Keller ausmisten.<span id="more-42599"></span></p>
<p>Weil die neue Planung alternativlos ist, habe ich mich dem Schicksal gefügt und das Beste aus der Situation gemacht. Drei Läufe sind auch drin gewesen &#8211; einer davon mit einer erschreckenden Erfahrung für mich.</p>
<h3>Morgen-Runde bei 6 Grad #StayAtHome-Osterurlaub</h3>
<p>Nach den Ostertagen ging es am Dienstag Morgen auf die Laufstrecke. Es war der erste Tag meines #StayAtHome-Osterurlaub, den ich &#8220;Dank&#8221; des Corona-Viruses daheim und nicht in Boltenhagen an der Ostsee verbringe.</p>
<p>Um halb zehn war es sechs Grad frisch und ich hatte vor, eineinhalb Stunden unterwegs zu sein. Der Lauf war die perfekte Gelegenheit, die ein oder andere süße Leckerei von den Ostertagen abzutrainieren</p>
<p><a href="https://strava.app.link/oiwb4Q5NF5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://strava.app.link/oiwb4Q5NF5</a></p>
<h3>#covid19: die Angst der Menschen vor dem Läufer <img decoding="async" src="https://mail.google.com/mail/e/1f631" alt="&#x1f631;" data-goomoji="1f631" data-image-whitelisted="" />&#x1f9a0; <img decoding="async" src="https://mail.google.com/mail/e/1f3c3" alt="&#x1f3c3;" data-goomoji="1f3c3" data-image-whitelisted="" /> <img decoding="async" src="https://mail.google.com/mail/e/1f45f" alt="&#x1f45f;" data-goomoji="1f45f" data-image-whitelisted="" /></h3>
<p>Wie schon vor zwei Tagen, bin ich auch am Donnerstag direkt nach dem Frühstück auf die eineinhalb Stunden lange Strecke gestartet. Dieses Mal ging es über Büttgen und Holzbüttgen nach Vorst und heimwärts.</p>
<p>Auf der Runde habe ich das erste Mal Bekanntschaft mit der Angst der Menschen vor dem Läufer in Zeiten des Corona-Virus gemacht. Auf eimem Feldweg waren Mutter und Vater mit ihren drei Kindern unterwegs.</p>
<p>Nachdem mich die Erwachsenen erblickt hatten, wurde es hektisch. Eilig wurden zwei der drei Kinder in den Kinderwagen gestopft und das dritte Kind, das ein Stück hinter der Gruppe getrippelt ist, wurde vom Vater &#8220;einkassiert&#8221;, damit es zu keinem Kontakt mit dem Läufer kommt.</p>
<p>Das habe ich so noch nicht erlebt, zumal ich generell großzügig Abstand halte. Vermutlich haben die Spaziergänger <a href="https://www.runnersworld.de/news/wie-gross-ist-die-ansteckungsgefahr-beim-sport-wirklich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesen Artikel gelesen auf Runnersworld gelesen</a>. Und auch <a href="http://www.laufendessen.de/laufen-und-corona-anstand-und-abstand/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stefan hat ähnliche Erfahrungen gemacht</a>.</p>
<p><a href="https://strava.app.link/BkTxSG07I5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://strava.app.link/BkTxSG07I5</a></p>
<h3>Schnelles Laufen, um abzuschalten <img decoding="async" src="https://mail.google.com/mail/e/1f64f" alt="&#x1f64f;" data-goomoji="1f64f" data-image-whitelisted="" /></h3>
<p>&#8220;Leben ist das, was passiert, während du fleißig Pläne schmiedest&#8221;. So oder so ähnlich lautet ein Bonmot von John Lennon das leider viel zu häufig zutrifft.</p>
<p>Und nachdem mir dieser Sinnspruch erst am Freitag Abend wieder schmerzlich bewusst geworden ist, kam die Laufrunde am Samstag Morgen sehr gelegen, um den Kopf frei zu kriegen.</p>
<div class="video-wrapped" style="width: 620px; height: 349px; background-image: url('https://www.ostwestf4le.de/wp-content/plugins/video-embed-privacy/preview/Lt3IOdDE5iA.jpg')" data-embed-frame="&lt;iframe title=&quot;BEAUTIFUL BOY (DARLING BOY). (Ultimate Mix, 2020) - John Lennon (official music video HD)&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;349&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/Lt3IOdDE5iA?feature=oembed&quot; frameborder=&quot;0&quot; allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&quot; referrerpolicy=&quot;strict-origin-when-cross-origin&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;" data-embed-play="Abspielen&lt;div class=&quot;small&quot;&gt;Das Video wird von Youtube eingebettet abespielt. Es gilt die &lt;a href=&quot;https://www.google.com/intl/de/policies/privacy/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Datenschutzerklärung von Google&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;">
<div class="video-wrapped-nojs">Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.<br /><a href="https://youtu.be/Lt3IOdDE5iA">https://youtu.be/Lt3IOdDE5iA</a></div>
</div>
<p>P. S. Lennons Satz findet sich in dem Song &#8220;Beautiful Boy&#8221;   &#xfe0f;  <img decoding="async" src="https://mail.google.com/mail/e/1f3b6" alt="&#x1f3b6;" data-goomoji="1f3b6" data-image-whitelisted="" /> <img decoding="async" src="https://mail.google.com/mail/e/1f399" alt="&#x1f399;" data-goomoji="1f399" data-image-whitelisted="" />&#xfe0f; &#x1f50a; <img decoding="async" src="https://mail.google.com/mail/e/1f3a4" alt="&#x1f3a4;" data-goomoji="1f3a4" data-image-whitelisted="" /> <img decoding="async" src="https://mail.google.com/mail/e/1f3bc" alt="&#x1f3bc;" data-goomoji="1f3bc" data-image-whitelisted="" /></p>
<p><a href="https://strava.app.link/O9Fj7G7pM5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://strava.app.link/O9Fj7G7pM5</a></p>
<h3>Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”</h3>
<p>Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/projektlaufen2014/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">findet ihr unter #ProjektLaufen2014,</a> <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/projektlaufen2015" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#ProjektLaufen2015</a> <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/projektlaufen2016" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#ProjektLaufen2016</a>, <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/projektlaufen2017" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#ProjektLaufen2017</a> <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/projektlaufen2018" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#ProjektLaufen2018,</a> <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/projektlaufen2019" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#ProjektLaufen2019</a> und <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/projektlaufen2020" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#ProjektLaufen2020.</a></p>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Sep 2017 06:07:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Dad]]></category>
		<category><![CDATA[Dankbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
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		<category><![CDATA[OWL]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Vater war 25 Jahre alt, als ich auf die Welt gekommen bin. <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/2013/09/05/schulanfang-2013-die-schultuete-und-ich-kinder-wie-die-zeit-vergeht/" target="_blank" rel="noopener">Zu meiner Einschulung</a> war er 31 und als sein Vater, mein Opi, gestorben ist, standen gerade einmal 38 Jahre auf seiner Lebensuhr.<span id="more-34721"></span></p>
<p>Zu meiner Hochzeit am 30. Juni 2000 war Dad 50 Jahre alt und das erste Mal Großvater wurde er mit 53, bevor der zweite Enkel folgte, nachdem er seinen 57. Geburtstag gefeiert hat.</p>
<p>Diese Zahlenspiele machen deutlich, wie schnell die Zeit vergeht. Und als ich am Samstag endlich wieder gemeinsam <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/2012/01/21/amelunxen-ist-meine-erste-kleinenbroich-meine-zweite-heimat/" target="_blank" rel="noopener">in der alten Heimat Ostwestfalen</a> mit meinem Vater seinen Geburtstag feiern konnte, dann kann ich gar nicht glauben, dass mein Daddy 68 Jahre alt geworden ist.</p>
<h3>Schöne Momente, traurige Augenblicke</h3>
<p>68 Jahre. Das ist ein Alter, in dem Menschen schon viel erlebt haben. 68 Jahre voll mit freudigen Momenten, traurigen Augenblicken, vielen Hochphasen <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/2015/03/26/heimfahrt-rheinland-lang-ersehnte-operation/" target="_blank" rel="noopener">und einigen Tiefschlägen</a>. Sozusagen das pralle Leben mit allem, was dazu gehört.</p>
<p>Es war sehr schön, den Ehrentag gemeinsam mit meinem Vater zu feiern. In der alten Heimat Ostwestfalen. Mit lieben Menschen, mit lieben Verwandten eine schöne Zeit verbringen, lachen, essen, trinken, Spaß haben und gute Gespräche führen.</p>
<p>Die räumliche Distanz ist leider nicht zu ändern. Von Amelunxen, meinem Heimatort, bis nach Kleinenbroich, <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/2015/08/10/happy-birthday-eigenheim-was-ist-plural-von-heimat/" target="_blank" rel="noopener">seit 2005 meine Heima</a>t, sind es satte 240 Kilometer. Eine Distanz, die nicht mal eben so bewältigt ist. Mit dem Auto haben wir am Freitag drei Stunden benötigt. Am Sonntag auf der Rückfahrt sind es zwar nur zweieinhalb Stunden gewesen, doch auch das ist nicht mal eben &#8220;um die Ecke&#8221;.</p>
<h3>Es zählt der Moment</h3>
<p>Ich beneide Menschen, die ihre Eltern und Geschwister in der Nähe wohnen haben. Ihr wisst gar nicht, wie gut es ihr habt. Und doch schimpft ihr mehr oder weniger häufig über eure Mutter oder euren Vater. Weil sie alt geworden sind, weil sie schrullig sind oder nerven.</p>
<p>Wisst ihr was? Genießt es, die Eltern bei euch zu haben. Seid froh, dass sie sich um eure Kinder kümmern, wenn ihr wichtige Termine habt, bei denen eure Kinder stören oder unerwünscht sind, wenn eure Kinder krank sind und ihr dennoch arbeiten müsst.</p>
<p>Das ist ein Privileg, das nicht jede junge Familie hat. Das ist Gold wert und in Geld nicht aufzuwiegen. Seid dankbar. Mir ist dieses Glück nicht vergönnt und wahrscheinlich bin ich deshalb auch so sensibel in dieser Frage.</p>
<p>https://twitter.com/Ostwestf4le/status/908794479561277446</p>
<p>Und nicht nur deshalb sind für mich die gemeinsamen Zeiten mit meinen Eltern besonders wertvoll.</p>
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</ol>
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		<title>Die ewige Sorge um die Eltern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 May 2017 06:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Dad]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsene]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mum]]></category>
		<category><![CDATA[Operation]]></category>
		<category><![CDATA[Sorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir werden älter. Jeden Tag aufs Neue. Und mit uns alle Menschen um uns herum. Als junger Mensch ist mir das selten bewusst geworden. Doch seitdem ich die magische Marke von vierzig Jahren überschritten habe, wird es immer deutlicher. Und &#8230; <a href="https://www.ostwestf4le.de/2017/05/20/die-ewige-sorge-um-die-eltern/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class='yarpp yarpp-related yarpp-related-rss yarpp-template-list'>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir werden älter. Jeden Tag aufs Neue. Und mit uns alle Menschen um uns herum. Als junger Mensch ist mir das selten bewusst geworden. <span id="more-33929"></span></p>
<p>Doch <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/2014/12/13/happy-birthday-einige-gedanken-zu-meinem-vierzigsten-geburtstag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seitdem ich die magische Marke von vierzig Jahren überschritten habe</a>, wird es immer deutlicher. Und das alt werden &#8211; und auch das alt sein &#8211; beziehe ich weniger auf mich als auf meine mir besonders nahestehenden Menschen. Meine Eltern.</p>
<p>Je älter die Eltern werden, umso größer werden die Sorgen. Erst kürzlich stand bei einem meiner Herzmenschen wieder eine Operation an. Zwar war es dieses Mal nicht so krass wie vor einiger Zeit, <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/2015/03/26/heimfahrt-rheinland-lang-ersehnte-operation/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">als mein Dad im Herzzentrum in Bad Oeynhausen war</a>, aber dennoch.</p>
<h3>Das Warten auf die Operation</h3>
<p>Am Abend vor der Operation bin ich mit den Gedanken an meinen Vater und die bevorstehende Operation ins Bett gegangen und konnte an nichts anderes denken. In der Nacht vor der Operation habe ich schlecht geschlafen und bin Stunde um Stunde aufgewacht.</p>
<p>Ja, es ist ein Routine-Eingriff. Ein Eingriff, der regelmäßig vorgenommen und der im Prinzip ohne Komplikationen verläuft. Aber kann man bei über 65-jährigen überhaupt von Routine-Eingriffen sprechen? Ist es je nach Krankengeschichte nicht so, dass jede OP riskant ist?</p>
<p>Am Montag Morgen stand dann fest, dass nachmittags um 14 Uhr operiert wird. Erleichterung machte sich bei mir breit. Denn <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/2015/03/12/fahrt-nach-bad-oeynhausen-und-warten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seit Januar 2015 bin ich regelrecht traumatisiert</a>, was bevorstehende Operationen und das Warten darauf angeht.</p>
<p>Und auch den ganzen Vormittag und Mittag über galt mein Blick regelmäßig der Uhr. 10 Uhr, 10:30 Uhr, 11 Uhr und so weiter und so fort. 12:15 Uhr. Noch eindreiviertel Stunde. Was mein Dad wohl gerade macht? Wird er für die Anästhesie vorbereitet?</p>
<p>https://twitter.com/Ostwestf4le/status/851413539390664708</p>
<h3>Überraschende Wende</h3>
<p>Dann war es 14 Uhr und meine Nervosität wuchs und wuchs. Familienmitglieder hatten virtuell eine Kerze entzündet und Anne zu Hause ebenfalls eine Kerze brennen lassen. Das ist Familie: auch wenn wir hunderte Kilometer voneinander getrennt sind, so sind wir im Herzen vereint und spenden uns gegenseitig Zuspruch, Kraft und Zuwendung.</p>
<p>Ich hatte das Glück, mich während der Operation mit Arbeit im Büro abzulenken. Auch wenn das Vorhaben der Ablenkung nur mittelmäßig gut geklappt hat. Aber immerhin etwas.</p>
<p>Wider Erwarten und eigentlich viel zu früh kam um viertel vor drei eine WhatsApp-Nachricht. Von meinem Daddy. Ich bemerkte, wie mir während des Lesens ein kalter Schauer über den Rücken lief und sich Feuchtigkeit in den Augen ansammelt. Alles war gut. Dad geht es gut. Die Operation ist vorgezogen worden und mein Vater war bereits früher an der Reihe.</p>
<p>Und weil es kitschiger nicht sein könnte, hellte sich just in diesem Augenblick der Himmel auf und die Sonne leuchtete durch mein Bürofenster.</p>
<h3>Die Rollen ändern sich</h3>
<p>Eins ist mir auch klar geworden. Früher haben sich meine Eltern aufopferungsvoll um mich gekümmert, mich aufgezogen und zu dem gemacht, was ich bin. Und sich um mich gesorgt.</p>
<p>Jetzt bin ich an der Reihe. Mit dem Sorgen machen um die Eltern und auch mit dem Helfen der Eltern. Und ich kann doch so wenig davon zurückgeben, was mir einst von ihnen gegeben wurde.</p>
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		<title>Allein im Haus der Eltern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2016 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Amelunxen]]></category>
		<category><![CDATA[Dad]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mum]]></category>
		<category><![CDATA[Ostwestfalen]]></category>
		<category><![CDATA[OWL]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon auf der Hinfahrt vom Rheinland wächst das mulmige Gefühl in mir heran. Es sollte das erste Mal sein, dass ich zu meinen Eltern nach Ostwestfalen fahre und sie nicht daheim sind . Als ich das Auto in der Einfahrt &#8230; <a href="https://www.ostwestf4le.de/2016/02/21/allein-im-haus-der-eltern/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class='yarpp yarpp-related yarpp-related-rss yarpp-template-list'>
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</ol>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon auf der Hinfahrt vom Rheinland wächst das mulmige Gefühl in mir heran. Es sollte das erste Mal sein, dass ich zu meinen Eltern nach Ostwestfalen fahre und sie nicht daheim sind .<br />
<span id="more-30425"></span></p>
<p>Als ich das Auto in der Einfahrt parke und weder mein Vater noch meine Mutter zur Begrüßung die Haustür öffnen, kann ich es nicht mehr verleugnen. Ich bin allein im Haus meiner Eltern.</p>
<p>So ganz richtig ist das nicht, denn mein Bruder, meine Schwägerin und meine Nichte bewohnen das erste Obergeschoss des Zweifamilienhauses und wir kommen ergo nicht in ein unbewohntes Haus. Aber die Gefühle des &#8220;Heimkommens&#8221; sind dennoch anders und ungewohnt und machen mir ein wenig Angst.</p>
<p>Als ich im Haus den Flur entlang gehe und im Wohnzimmer ankomme, fehlt das fröhliche Lachen meiner Mutter und die Freude im Gesicht meines Vaters &#8211; zwei Gefühle, die sich immer einstellen, wenn wir nach einigen Wochen oder gar Monaten in mein Elternhaus zurückkehren. Das fühlt sich komisch an und ist ungewohnt für mich.</p>
<p>Es ist kurios: So leer das Haus im Erdgeschoss auch ist, so bewohnt wirkt jeder Raum doch auf mich. Und es ist so, als wenn jederzeit meine Mum oder mein Dad zur Tür hereinkommen könnten. Und so ist es ja auch. Schließlich sind meine Eltern nur für einige Zeit nicht zu Hause.</p>
<p>Die Post der vergangenen Tage hat sich auf dem Esszimmertisch gestapelt und ich werde den Stapel später grob durchforsten, um festzustellen, ob Handlungsbedarf besteht und ich etwas tun kann.</p>
<p>Auch der nächste Morgen fühlt sich schräg an. Kein gemeinsames Frühstück mit meinen Eltern &#8211; aber dafür ein gemütliches Beisammensein und Essen mit Bruder, Schwägerin und Nichte &#8211; und wieder ist da dieses Gefühl der Leere. Und das gleich in zweifacher Hinsicht.</p>
<p>Nicht nur das Haus fühlte sich leer und verlassen an, weil die Seele des Hauses fehlte, sondern auch diese Leere in mir, weil meine Mutter und mein Vater nicht hier gewesen sind. Am Abend zuvor, als wir gemeinsam gegessen hatten, hat es der kleine Sohn auf den Punkt gebracht:</p>
<p>&#8220;Es ist st irgendwie ganz anders ohne Omi und Opi&#8221;, meinte Luke abends um halb acht, als wir bei meinem Bruder und Schwägerin zum Plausch saßen.</p>
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		<title>Seid gut zu euren Eltern!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jan 2016 07:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Amelunxen]]></category>
		<category><![CDATA[Dad]]></category>
		<category><![CDATA[Distanz]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Entfernung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Ostwestfalen]]></category>
		<category><![CDATA[OWL]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer die Überschrift dieses Textes liest, wird sich erst einmal am Kopf kratzen und sich fragen, was diese altmodische Aufforderung bedeuten soll. Seid gut zu euren Eltern? Na klar, das bin ich doch. Ich telefoniere mehr oder weniger regelmäßig mit &#8230; <a href="https://www.ostwestf4le.de/2016/01/17/seid-gut-zu-euren-eltern/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class='yarpp yarpp-related yarpp-related-rss yarpp-template-list'>
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<li><a href="https://www.ostwestf4le.de/2017/09/18/68-jahre-herzlichen-glueckwunsch-dad/" rel="bookmark" title="68 Jahre: herzlichen Glückwunsch, Dad">68 Jahre: herzlichen Glückwunsch, Dad</a> <small>Mein Vater war 25 Jahre alt, als ich auf die...</small></li>
</ol>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer die Überschrift dieses Textes liest, wird sich erst einmal am Kopf kratzen und sich fragen, was diese altmodische Aufforderung bedeuten soll.<span id="more-30445"></span></p>
<p>Seid gut zu euren Eltern? Na klar, das bin ich doch. Ich telefoniere mehr oder weniger regelmäßig mit ihnen, kümmere mich und so weiter und so fort. Aber ist das wirklich so? Ich kann es für dich nicht beurteilen, das steht mir auch nicht zu. Ich kann es nur für mich beurteilen.</p>
<p>Und mein Urteil ist in dieser Hinsicht nicht immer positiv. Denn mehr machen geht immer. Doch der Reihe nach. Jede Beziehung zu den Eltern ist anders. Ich lebe seit 1998 im Rheinland (siehe auch: <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/2012/01/21/amelunxen-ist-meine-erste-kleinenbroich-meine-zweite-heimat/" target="_blank">Amelunxen ist meine erste, Kleinenbroich meine zweite Heimat</a>), meine Eltern sind in Ostwestfalen beheimatet. Gut und gerne 250 Kilometer trennen uns &#8211; eine verdammt weite Entfernung (denn: <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/2014/06/25/meine-kindheit-in-ostwestfalen/" target="_blank">Zurück in die Vergangenheit: meine Kindheit in Ostwestfalen</a>).</p>
<h3>Die Eltern sind weit weg &#8211; zu weit</h3>
<p>Ich habe nicht das Glück, meine Eltern im gleichen Haus, nebenan oder im gleichen Ort wohnen zu haben. Nicht einmal um die Ecke wohnen meine Mutter und mein Vater. Wenn wir uns sehen wollen, steht mindestens eine zweieinhalbstündige Autofahrt oder eine dreieinhalbstündige Zugfahrt zwischen uns. Das ist nicht schön.</p>
<p>Anders geht es Arbeitskollegen, Freunden und Bekannten von mir. Dort sind die Eltern in unmittelbarer Nähe wohnhaft. Sie kümmern sich um die Kinder, helfen im Haushalt und sind einfach da, wenn sie gebraucht werden. Und was höre ich von meinen Arbeitskollegen, Freunden und Bekannten? Ihre Eltern nerven sie.</p>
<p>Leute, seid froh, dass ihr eure Eltern bei euch habt. Genießt die Zeit und seid dankbar dafür, dass es so ist. Denn wie schnell kann es vorbei sein. Und ich weiß, wovon ich rede. Ich wünsche niemanden die Erfahrung, Todesangst um den Vater zu haben, <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/2015/03/12/fahrt-nach-bad-oeynhausen-und-warten/" target="_blank">so wie es mir Anfang dieses Jahres ergangen ist</a>. Ich wünsche niemanden die Angst um die Mutter, deren Asthma und Bluthochdruck sie regelmäßig quält.</p>
<h3>Sie meinen es gut mit euch</h3>
<p>Auch wenn Eltern bisweilen nerven oder anstrengend sind, bin ich mir sicher, dass sie es nie böse, sondern immer gut mit euch meinen. Wie sagt meine Mum immer so treffend: Egal wie alt du bist, du bist und bleibst immer mein Sohn.</p>
<p>Mir bedeuten die Gespräche mit meinem Vater über Gott und die Welt verdammt viel. Gleiches gilt für die Unterhaltungen mit meiner Mutter. Ich genieße es, wenn sie beide in meiner Nähe sind und wünsche mir, dass ich dieses Gefühl noch lange haben darf.</p>
<p>Und dann ist es Freitag Abend, ich liege im Bett und fühle mich melancholisch, weil die sieben Tage in der alten Heimat mit meinen Eltern morgen Mittag schon wieder vorüber sind. Wo ist die Zeit geblieben?</p>
<p>Morgen im Zug auf der Rückfahrt werden mir meine Eltern schon wieder fehlen. Und ich werde wieder neidisch auf diejenigen sein, die ihre Eltern im gleichen Haus, in der gleichen Straße, im gleichen Ort oder in der näheren Umgebung wohnen haben.</p>
<p>Ihr wisst gar nicht, wie gut ihr es habt. Oder ihr bemerkt es erst, wenn ihr eure Eltern nicht mehr habt und es zu spät ist.</p>
<p><em>Anmerkung: Als ich diese Zeilen am 10. Oktober 2015 auf der Rückfahrt vom Herbsturlaub mit den Kids in Ostwestfalen im Zug geschrieben habe, konnte ich noch nicht ahnen, dass nur drei Wochen später die Familie einen schlimmen Schicksalsschlag erleiden sollte. </em></p>
<p><em>Umso wichtiger ist mein Appell im Rückblick geworden.<br />
</em></p>
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		<title>41</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate></pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[#ProjektLaufen2015]]></category>
		<category><![CDATA[41. Geburtstag]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute gegen 8 Uhr am Morgen habe ich das 41. Lebensjahr vollendet. Es ist Zeit für ein paar persönliche Anmerkungen. Ich feiere heute &#8211; anders als im vergangenen Jahr &#8211; meinen Geburtstag nicht mit meinen Eltern und meinem Bruder. Das &#8230; <a href="https://www.ostwestf4le.de/2015/12/13/41/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class='yarpp yarpp-related yarpp-related-rss yarpp-template-list'>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute gegen 8 Uhr am Morgen habe ich das 41. Lebensjahr vollendet. Es ist Zeit für ein paar persönliche Anmerkungen.<br />
<span id="more-30274"></span></p>
<p>Ich feiere heute &#8211; <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/2014/12/13/happy-birthday-einige-gedanken-zu-meinem-vierzigsten-geburtstag/" target="_blank">anders als im vergangenen Jahr</a> &#8211; meinen Geburtstag <em>nicht </em>mit meinen Eltern und meinem Bruder.</p>
<p>Das hat viele Gründe, die hier aber nicht relevant sind. Und weil wir in wenigen Tagen an Weihnachten zusammen feiern, ist das auch in Ordnung. Meine Eltern haben, weil ihre beiden Söhne am gleichen Tag Geburtstag haben, jedes Jahr aufs Neue vor dem Spagat, mit wem sie das Wiegenfest verbringen. Und dieses Jahr ist mein Bruder an der Reihe und das ist gut so.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-22686" src="http://348974.webhosting71.1blu.de/wp-content/uploads/Geburtstag-Torte-Kuchen-39-298x300.jpg" alt="Geburtstag Torte Kuchen 39" width="298" height="300" srcset="https://www.ostwestf4le.de/wp-content/uploads/Geburtstag-Torte-Kuchen-39-298x300.jpg 298w, https://www.ostwestf4le.de/wp-content/uploads/Geburtstag-Torte-Kuchen-39-150x150.jpg 150w, https://www.ostwestf4le.de/wp-content/uploads/Geburtstag-Torte-Kuchen-39.jpg 476w" sizes="auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px" />Überhaupt meine Eltern. Ich glaube, so selten wie in diesem Jahr haben wir uns noch nie gesehen. Mein Dad war das bisher letzte Mal im November 2014 zum Geburtstag des Jüngsten bei uns und der bisher letzte Besuch meiner Mum datiert auch schon vom März dieses Jahres. Es ist ein Jammer.</p>
<p>Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen in der angeschlagenen Gesundheit meiner Eltern begründet. Anfang des Jahres <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/dad/" target="_blank">ging es meinem Dad verdammt schlecht und er hatte im HDZ Bad Oeynhausen eine Bypass-Operation inklusive Reha</a>, die ihn lange beschäftigt hat und immer noch beschäftigt. Und als ich das Gefühl hatte, dass sich langsam alles wieder normalisiert, war meine Mum an der Reihe. Es hört irgendwie nie auf und das ist der Punkt, der mir in dem abgelaufenen Lebensjahr besonders im Gedächtnis haften bleibt.</p>
<p>Es gibt aber nicht nur traurige Seiten, das vergangene Lebensjahr hatte ich auch viele schöne Seiten zu bieten. Kurzweilige Ausflüge mit der Familie, <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/bodensee2015/" target="_blank">einen klasse Urlaub im Sommer am Bodensee</a> und viele weitere Kurztrips in der Region, <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/TTwandern/" target="_blank">das Wandern im Teutoburger Wald</a>, die Reise nach Jena, <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/diebergischendrei2015/" target="_blank">das Wochenende im Bergischen Land</a>, <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/Nordeifel2015/" target="_blank">die Herbstferien in der Eifel</a> und vieles mehr.</p>
<h3>Lauf, Marc, lauf!</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-28171" src="http://348974.webhosting71.1blu.de/wp-content/uploads/Erster-Wettkampf-Running-Laufen-29032015-Düsseldorf-TG1881-300x300.jpg" alt="Erster Wettkampf Running Laufen 29032015 Düsseldorf TG1881" width="300" height="300" srcset="https://www.ostwestf4le.de/wp-content/uploads/Erster-Wettkampf-Running-Laufen-29032015-Düsseldorf-TG1881-300x300.jpg 300w, https://www.ostwestf4le.de/wp-content/uploads/Erster-Wettkampf-Running-Laufen-29032015-Düsseldorf-TG1881-150x150.jpg 150w, https://www.ostwestf4le.de/wp-content/uploads/Erster-Wettkampf-Running-Laufen-29032015-Düsseldorf-TG1881.jpg 543w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ich bin glücklich darüber, dass ich auch dieses Jahr <a href="http://348974.webhosting71.1blu.de/tag/Laufen" target="_blank">mein Laufpensum steigern konnte</a>. Seit eineinhalb Jahren laufe ich jetzt regelmäßig dreimal die Woche und es tut mir verdammt gut. Hatte ich im ersten halben Jahr neun Kilo abgenommen, ist es in den vergangenen 365 Tagen etwas ruhiger in dieser Hinsicht geworden.</p>
<p>&#8220;Nur&#8221; vier Kilo weniger wiege ich im Vergleich zum 13.12.2014. Das ist absolut akzeptabel, denn irgendwann muss auch mal Schluss sein &#8211; schließlich will ich nicht wie ein Hungerhaken aussehen. Und nachdem die Bundweite der Jeans letztjährig von 36 auf 34 geschrumpft ist, bin ich bei aktuell bei 33 angelangt.</p>
<p>Das Laufen tut mir also in jeder Hinsicht extrem gut. Besonders schön ist es seit diesem Herbst. Anne hat das Laufen ebenfalls für sich entdeckt und wir schaffen es meistens, einmal pro Woche gemeinsam zu laufen. Für mich ist es eine gute Gelegenheit, die langsameren Läufe zu trainieren, denn indem wir unser Tempo aufeinander abstimmen, haben wir eine gemeinsame Laufbasis, von der beide profitieren. </p>
<h3>Was ich mir wünsche</h3>
<p>Auch wenn es wie ein Zitat aus dem Küchenkalender klingt: je älter ich werde, umso unwichtiger sind mir materielle Dinge. Natürlich habe ich mich sehr über mein Geburtstagsgeschenk zum 41. gefreut. <a href="https://www.amazon.de/s/ref=as_li_ss_tl?_encoding=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;field-keywords=Sony%20PlayStation%204&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;site-redirect=de&amp;sourceid=Mozilla-search&amp;tag=nobraundlowbr-21" target="_blank">Die PlayStation 4 von Sony mit einigen coolen Games</a> ist heute in unser Haus eingezogen. Und auch ein neues Smartphone habe ich mir <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B013WSMOZA/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B013WSMOZA&amp;linkCode=as2&amp;tag=nobraundlowbr-21" target="_blank">mit dem Sony Xperia Z5 compact gegönnt</a>.</p>
<p>Doch das ist alles materiell und auch schön. Doch es gibt Wichtigeres im Leben. Wie die Gesundheit. Und damit meine ich nicht nur meine eigene Gesundheit, sondern ganz besonders die meiner Lieben. Wenn die eigenen Kinder krank sind, ist das schlimm. Wenn der Bruder erkrankt ist auch. Wenn es dann auch noch die Eltern erwischt, dann ist das Gefühl der Machtlosigkeit und Ohnmacht nicht mehr weit.</p>
<p>Mir wird in solchen Augenblicken deutlich, wie sehr sich die Rollen im Leben verändert haben. Ich bin nicht der Sohn, der die Hilfe der Eltern benötigt, sondern es sind jetzt meine Eltern, denen ich helfen möchte und die meine Hilfe benötigen. Auch wenn die Einsicht auf ihrer Seite nicht immer so stark ausgeprägt ist, wie ich mir das wünsche 🙂</p>
<p>Deshalb wünsche ich mir für das neue Lebensjahr Gesundheit und Lebensfreude. Und ein Lebensjahr, das mich mit Schreckensmeldungen verschont. Einfach mal ein Jahr, das nicht für Aufregung und Sorge und Ungemach steht, sondern einfach vor sich hinplätschert. Mehr nicht.</p>
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		<title>Die Zeit nach der Operation</title>
		<link>https://www.ostwestf4le.de/2015/04/02/die-zeit-nach-der-operation/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2015 06:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Anrufe]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Oeynhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Dad]]></category>
		<category><![CDATA[HDZ]]></category>
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		<category><![CDATA[Operation]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Operation meines Dads war erfolgreich und es war Zeit zum Durchatmen. Am nächsten Morgen galten meine Gedanken natürlich wieder meinem Vater. Ich hatte am Vorabend erfahren, dass er bis zum nächsten Morgen schlafen sollte und erst dann geweckt wird. &#8230; <a href="https://www.ostwestf4le.de/2015/04/02/die-zeit-nach-der-operation/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class='yarpp yarpp-related yarpp-related-rss yarpp-template-list'>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wp.me/p10AQf-7gq" target="_blank">Die Operation meines Dads war erfolgreich</a> und es war Zeit zum Durchatmen. Am nächsten Morgen galten meine Gedanken natürlich wieder meinem Vater. <span id="more-27931"></span></p>
<p>Ich hatte am Vorabend erfahren, dass er bis zum nächsten Morgen schlafen sollte und erst dann geweckt wird. Die Operation ist für den Körper sehr anstrengend und intensiv gewesen und deshalb ist Ruhe in dieser Phase das Wichtigste.</p>
<p>Als ich am Montag um elf Uhr beim Arzt angerufen hatte, sollte sich diese Festellung bestätigen. Jetzt hatte ich das Ruder in die Hand genommen und die Informationen für den Rest der Familie zusammengetragen. Und da hat sich gezeigt, dass das Kind, das ich für meine Mutter immer bleiben werde (wie sie es ausdrückt), zum erwachsenen Sohn geworden ist.</p>
<p>Klingt doof, aber was ich damit sagen will ist: während sich meine Eltern viele Jahre lang um mein Wohlergehen gekümmert und gemacht und getan haben, ist es jetzt an der Zeit für mich, ihnen einen Teil davon zurückzugeben. Jetzt kümmere ich mich, kläre Dinge und lasse mich informieren. Das hilft uns allen in der Familie und ist für mich nur folgerichtig und selbstverständlich.</p>
<h2>Die ersten drei Tage nach der OP</h2>
<p>Von einer Arbeitskollegin habe ich gelernt, dass die ersten drei Tage nach der Operation am meisten Kraft kosten. Das gilt in erster Linie natürlich für den Patienten, aber auch für die Angehörigen. Als ich am Montag Vormittag mit dem Arzt telefoniert hatte, ging es mir nach dem Gespräch nicht gut. Bei Dad ist ein Lungenödem aufgetreten, das als erstes in den Griff bekommen werden musste.</p>
<p>Wer sich die Mühe macht und &#8220;Bypass-Operation&#8221; und &#8220;Lungenödem&#8221; googlet, macht einen großen Fehler, der absolutes Unwohlsein und Übelkeit zur Folge hat. Denn neben medizinischen Erklärungen gibt es auch jede Menge Erfahrungsberichte und Schauermärchen zu lesen.</p>
<p>Und wieder habe ich in der darauffolgenden Nacht schlecht geschlafen. Als mein Vater am Sonntag Nachmittag die Operation hinter sich hatte, habe ich geglaubt, die größte Etappe sei geschafft. Rational gesehen ist das auch sicherlich richtig. Aber dann ging die Sorge bei mir erst richtig los.</p>
<p>Der Zustand meines Dads ist stabil und bessert sich stetig. Doch die Angst bei mir bleibt. Und setzt sich nachts fort. Deshalb war es kein Wunder, dass ich in der Nacht mehrmals aufgewacht und erneut vor dem Klingeln des Weckers wach gewesen bin. Und was hilft am besten gegen Angst? Richtig: Laufen!</p>
<p>Also ab in die Laufschuhe und losgelaufen. Die kalte, klare Luft sollte mir den Kopf freipusten und die trüben Gedanken vertreiben. Ich merke immer mehr, dass mein rationaler Panzer, den ich mir angelegt habe, immer mehr zerbröselt ist und meine psychischen und seelischen Wunden freigelegt hat.</p>
<p>Doch mir ist auch eins klar geworden: Es gilt, positiv nach vorn zu schauen und auf die Stärke meines Vaters und die Kompetenz der behandelnden Ärzte zu vertrauen, dann wird alles gut. Deshalb habe ich den Lauf über zehn Kilometer auch meinem Daddy gewidmet.</p>
<h2>Ein ganz neuer Blickwinkel</h2>
<p>Die Tage und Wochen vor der Operation meines Vaters, die Stunden während der Operation und die Stunden und Tage nach der Operation haben nicht nur meine Beziehung zu meinem Vater und meiner Mutter verändert und gefestigt, sondern auch meinen Blick auf das Leben verändert.</p>
<p>Viele Dinge, die eine vermeintliche Bedeutung haben, sind sooooo unwichtig.</p>
<p>Viele Konflikte, die Kraft kosten und dennoch bis aufs letzte ausgefochten werden, sind sooooo unnötig.</p>
<p>Viele Sorgen und Nöte, die unwahrscheinlich groß und unüberwindbar erscheinen, sind sooooo unbegründet.</p>
<p>Das erkennt man oftmals erst, wenn man einen lieben Menschen gemeinsam durch diese schwierige Zeit einer schwierigen und nicht ungefährlichen Operation begleitet hat.</p>
<p>Auch wenn ich an vielen der vergangenen Tage gemeinsam mit meiner Familie eine emotionale Achterbahnfahrt mit Ausschlägen in alle Richtungen gemacht habe: Ich bin dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte und noch viel, viel dankbarer, dass mein Vater den komplexen Eingriff gut überstanden hat.</p>
<p>Jetzt geht es nach dem Krankenhaus-Aufenthalt in die Reha und schon bald wird mein Dad ganz der Alte sein.</p>
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		<title>Die Heimfahrt ins Rheinland und die lang ersehnte Operation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2015 07:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich am Samstag Morgen um kurz nach sechs in Bad Oeynhausen durch den frischen Neuschnee Richtung Bahnhof gestapft bin, hatte ich ein schweres Herz. Ich fühlte die ganze Anspannung und Sorge der vergangenen 48 Stunden auf mir lasten. Es &#8230; <a href="https://www.ostwestf4le.de/2015/03/26/heimfahrt-rheinland-lang-ersehnte-operation/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class='yarpp yarpp-related yarpp-related-rss yarpp-template-list'>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich am Samstag Morgen um kurz nach sechs in Bad Oeynhausen durch den frischen Neuschnee Richtung Bahnhof gestapft bin, hatte ich ein schweres Herz. <span id="more-27926"></span></p>
<p>Ich fühlte die ganze Anspannung und Sorge der vergangenen 48 Stunden auf mir lasten. Es tat mir leid, dass ich wieder Richtung Rheinland aufbrechen musste und meinen Dad und meine Mum <a href="http://wp.me/p10AQf-7gn" target="_blank">nach der zum zweiten Mal verschobenen Operation</a> allein lassen musste.</p>
<p>Aber ich wusste auch, dass ich im Falle eines Falles in weniger als drei Stunden wieder bei ihnen sein konnte, wenn etwas Unvorhergesehenes passieren sollte. Und der Krankenbesuch mit der gesamten Familie für das kommende Wochenende war schon fest eingeplant.</p>
<p>Den restlichen Tag verbrachte ich mit mehr oder weniger sinnvollen Tätigkeiten. Ich erledigte Dinge, die ein Mann und Vater halt an einem Samstag so erledigt. Immer hatte ich den bevorstehenden Sonntag im Hinterkopf. Den Tag, an dem die Operation am Herzen meines Vaters endlich über die Bühne gebracht werden sollte.</p>
<h2>Die Operation am Sonntag, 1. Februar 2015</h2>
<p>Ich habe in der Nacht von Samstag auf Sonntag schlecht geschlafen. Anders als in den zwei Nächten in Bad Oeynhausen, als ich in Dads Nähe war, schlief ich am Niederrhein unruhig und bin mehrmals aufgewacht. Ich habe von meinem Vater geträumt, den ich kurz vor der Operation im Vorraum des OPs noch besucht habe und habe von einer Operation des kleinen Sohnes geträumt. Es waren sehr eindringliche, aufwühlende Träume.</p>
<p>Um halb acht teilte uns Dad mit, dass es gleich los ginge. Das war die gute Nachricht. Doch dann begann die nervliche Anspannung von neuem. Tränen stießen mir in die Augen und ich wünschte mir nichts sehnlicher als dass die Operation endlich beginnt und meinem Vater geholfen wird. Wenn wir auch als Familie an vielen unterschiedlichen Orten zu diesem Zeitpunkt gewesen sind, so waren wir im Herzen vereint.</p>
<p>Ich habe kurze Zeit später eine Kerze angezündet. Das Frühstück wollte nicht recht schmecken und war nur eine lästige Pflicht. Meine Gedanken schweiften immer wieder zu meinem Dad, bei jedem Blick auf die Uhr stellte ich mir vor, wie es ihm geht und was gerade im Rahmen der Operation passiert. Es war zehn Uhr.</p>
<p>Arbeit lenkt ab und das gilt insbesondere für Hausarbeit. Unter diesem Motto haben Anne und ich uns abgelenkt. Betten bezogen, Bäder geputzt, Staub gesaugt, aufgeräumt und und und. Halt alles solche Sachen, die sonst eher verpönt sind und nicht wirklich Spaß machen. Hauptsache, die Wartezeit wird verkürzt und die Ungewissheit und Sorge vertrieben. Es war elf Uhr.</p>
<p>Der ultimative Zeitvertreiber ist das Aufräumen der Kinderzimmer. Stundenlange Beschäftigung ist garantiert. Als auch diese Arbeit erledigt war, ging ich weiter auf die Suche nach einer Beschäftigung. Dreieinhalb Stunden nach dem geplanten Operationsbeginn. Es war halb eins.</p>
<p>Dank der Erfahrung vom Freitag Abend, als ich von unserem Kontakt im HDZ schon siebzig Minuten vorher wusste, dass die OP nicht erfolgt ist, war mir zweierlei klar. Erstens schien der Operationsplan an diesem Sonntag eingehalten worden zu sein. Zum anderen ist es kein schlechtes Zeichen, dass wir bislang noch keine Rückmeldung von der Herzklinik erhalten hatten. Also weiter warten.</p>
<p>Um 12:40 Uhr rief mein Krankenhaus-Kontakt an und sorgte für eine erste Erleichterung bei mir. Es lief bislang alles nach Plan und es gibt keinen Grund zur Beunruhigung. Meine aufgestaute Anspannung löste sich ein Stück weit und bahnte sich in Form von Tränen den Weg nach außen. Daddy, alles wird gut!</p>
<p>Minute um Minute und Stunde um Stunde verrint. Im Vergleich zu Anne bin ich nach dem ersten Zwischenstand und meiner kleinen Heul-Attacke entspannter. Die Liebste sorgt sich weiterhin und denkt an alle möglichen Nebenwirkungen und Folgen, während ich im Jetzt hängenbleibe. Ich schaue Anne beim Kochen zu und decke den Tisch. Wein zum Essen ist heute Pflicht. Beruhigung der Nerven und so &#8211; ihr kennt das. Es war halb zwei.</p>
<p>Eine Viertelstunde später kam die Erlösung per Handy-Anruf. Schon an der frohmutigen Stimme meines Klinik-Kontaktes wusste ich, dass das Kerze anzünden, das Beten und Hoffen und das Bangen zu einem guten Ende geführt hat. Mein Dad hat die Operation gut überstanden. Eine zentnerschwere Last fiel von meinen Schultern. Dad ist erfolgreich operiert, es geht ihm den Umständen entsprechend gut und wir alle, die mit ihm gebangt haben, sind erleichtert.</p>
<p>Eine weitere Viertelstunde später meldete sich auch die Herzklinik und brachte die frohe Kunde. Es war geschafft! Die schwierigste Etappe war überwunden. Es war 14 Uhr.</p>
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		<title>Warten, warten, warten &#8211; und kein Ende in Sicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2015 07:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Anrufe]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Oeynhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Dad]]></category>
		<category><![CDATA[HDZ]]></category>
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					<description><![CDATA[Das ewige Warten auf die Operation am Freitag war genauso anstrend wie nervig. Die Uhr zeigte bereits nach ein Uhr mittags an. Inzwischen hatte ich meinen siebten Kaffee des Tages getrunken und wurde langsam zitterig. Sollte es erneut nichts werden &#8230; <a href="https://www.ostwestf4le.de/2015/03/19/warten-warten-warten-kein-ende-in-sicht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class='yarpp yarpp-related yarpp-related-rss yarpp-template-list'>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wp.me/p10AQf-7gm" target="_blank">Das ewige Warten auf die Operation am Freitag</a> war genauso anstrend wie nervig.<span id="more-27923"></span></p>
<p>Die Uhr zeigte bereits nach ein Uhr mittags an. Inzwischen hatte ich meinen siebten Kaffee des Tages getrunken und wurde langsam zitterig. Sollte es erneut nichts werden mit dem OP-Termin?</p>
<p>Ich bin ein wirklich geduldiger Mensch, aber langsam ging mir das Warten echt auf den Geist. Die aufgestaute Nervosität wollte sich auch nicht auflösen. Es wurde halb zwei und es gab immer noch nichts Neues. Ich trank den achten Kaffee des Tages und beobachtete die dicken Schneeflocken, die vor der Klinik vom Himmel auf die Erde geschwebt sind.</p>
<p>Dass die Angehörigen unter dieser Warterei leiden, ist verständlich. Doch für die Patienten ist es erst recht eine regelrechte Tortur. Und so verging Stunde um Stunde und es tat sich nichts. Nur dank dem Patenkind meiner Eltern, das im HDZ als Schwester arbeitet, haben wir um halb drei erfahren, dass mein Dad im OP-Plan an vierter Stelle steht und wohl gegen 18 oder 19 Uhr operiert werden soll.</p>
<p>Um ein wenig den Kopf freizubekommen, bin ich mit Mum erst einmal durch das winterliche Bad Oeynhausen spaziert. Wahnsinn, wie schnell der Schnee das Grüne verdrängt und Ostwestfalen in ein Winterwunderland verwandelt hat. Wir kehrten in eine Bäckerei ein und aßen eine Kleinigkeit. Ein belegtes Brötchen und eine Cola light ersetzten ein Mittagessen &#8211; wirklichen Hunger hatte ich ohnehin nicht.</p>
<p>Als wir von der kleinen Runde ins Krankenhaus zurückkehrt sind, gab es eine Überraschung. Mein Dad hatte bereits die pre-operative Beruhigungsspritze bekommen und war froh, uns noch vor dem Einschlafen zu sehen. Es sollte allerdings weitere 95 Minuten dauern, ehe er Richtung Operationssäle geschoben worden ist.</p>
<p>Eine erste Erleichterung machte sich breit: die erste Etappe war geschafft.</p>
<h2>Die Operation startet am Freitag. Nicht.</h2>
<p>Aber denkste! Um halb sieben am Abend, eineinviertel Stunde nach der Abholung wurden wir von einer verlässlichen &#8220;dritten Seite&#8221; informiert, dass die Einleitung abgesetzt worden ist. Plötzlich kam Angst in mir hoch und schnürte mir die Kehle zu.</p>
<p>Was war passiert? Und wieso wurde abgebrochen? Wie geht es meinem Vater? Erneut Warten. Ein Warten, das mit jeder Minute unerträglicher geworden ist. Wann ruft die Klinik endlich an und nennt uns Details?</p>
<p>Es dauerte und dauerte, aber niemand rief an. Meine Angst um meinen Vater steigerte sich im Laufe der Zeit in eine regelrechte Todesangst, die ich noch niemals zuvor so gespürt hatte &#8211; und die ich meine Mutter ebenfalls nicht spüren lassen wollte. Noch nie in meinem Leben hatte ich solche Angst! Dank meines Informanten konnte dieser aber meine Sorgen <em>ein wenig </em>zerstreuen.</p>
<p>Um viertel vor acht rief die Klink an und die Schwester reichte das Telefon direkt an meinen Dad weiter. Als ich seine Stimme am Telefon gehört habe, war ich unendlich erleichtert. Dad geht es gut! Das war das Wichtigste. Da war es auch sekundär, dass er erst frühestens Sonntag einen erneuten Versuch zur OP starten kann. Ich machte mich direkt auf den Weg in die Klinik, um ihn zu besuchen und war innerhalb von fünf Minuten bei ihm.</p>
<p>Vor dem Weg durch den Schnee hatte ich erst mal zwei kräftige Schlucke aus dem Flachmann genommen, den ich dabei hatte. Langsam löste sich die Anspannung und Tränen schossen mir in die Augen. Was für ein Tag war das heute! Und wie musste sich erst mein Dad fühlen?</p>
<p>Als ich im Krankenhaus gegen acht Uhr angekommen bin, aß mein Vater gerade sein Abendessen. Er war erstaunlich gelassen, aber auch sehr erschöpft und müde. Ich habe seine Nähe genossen und war erleichtert, dass es ihm den Umständen entsprechend gut ging.</p>
<p>Nun hieß es wieder warten. Warten bis Sonntag, wenn er als einziger Patient auf der Operationsliste stehen sollte &#8211; sofern nicht wieder ein Notfall dazwischenkommt.</p>
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